Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
B.2021.216 • VGN SG B.2021.216 KI-generiert

Building Permit Appeal Costs Reassessment

Geschäftsnummer B.2021.216
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton St. Gallen (CH-SG)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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Following the Federal Supreme Court's annulment of a prior administrative court decision concerning a building permit for spring capture facilities and its instruction to re-evaluate the matter, the administrative court, acting on the Supreme Court's directive regarding costs, ruled that the previously successful party (the appellant) in the cantonal proceedings is now completely successful due to the outcome dictated by the higher court. Consequently, the administrative court ordered the costs of the appeal and prior instance proceedings to be fully borne by the opposing party, waived the collection of these official costs, and ordered the reimbursement of the appellant's cost deposits, while also awarding the appellant extrajudicial compensation for legal expenses in both proceedings based on submitted fee notes.

Legislator-Regeste

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Art. 7 WaG, Art. 95 Abs. 1 VRP, Art. 95 Abs. 3 VRP, Art. 98bis VRP, Art. 97 VRP, Art. 98ter VRP; Building Permit Appeal Costs Reassessment: Consequently, the administrative court ordered the costs of the appeal and prior instance proceedings to be fully borne by the opposing party, waived the collection of these official costs, and ordered the reimbursement of the appellant's cost deposits, while also awarding the appellant extrajudicial compensation for legal expenses in both proceedings based on submitted fee notes.

Schlagwörter

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Anwaltskosten Baubewilligung Kostenersatz Nichtigkeitsverfahren Richtlinie Vorlage zur Vorabentscheidung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 95 Abs. 1 VRP

Used to order that official costs for the appeal procedure are entirely charged to the respondent.

Art. 95 Abs. 3 VRP

Used to order that the collection of official costs is waived.

Art. 98 Abs. 1 und 2 VRP in Verbindung mit Art. 98bis VRP

Used to order the respondent to compensate the appellant for out-of-pocket expenses for the appeal and recourse procedures.

Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG

Cited as the basis for determining that the requested lawyer's fees for compensation are appropriate.

Art. 19, Art. 22 Abs. 1 Ingress sowie lit. a und b, Art. 28bis, Art. 29 der Honorarordnung, sGS 963.5, HonO

Cited as the basis for determining that the requested lawyer's fees for compensation are appropriate.

Art. 97 VRP

Used to state that no official costs are to be charged for the decision on the cost reallocation.

Art. 98ter VRP in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 Ingress und lit. f der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO

Used to state that no compensation for out-of-pocket expenses is awarded for this decision.

Art. 93 LTF

Though cited in the reasoning, it does not appear in the dispositive orders (1, 2, 3).

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Volltext

Publikationsplattform St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/216 Stelle: Verwaltungsgericht Rubrik: Verwaltungsgericht Publikationsdatum: 12.11.2021 Entscheiddatum: 25.10.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 25.10.2021 Neuverlegung der Kosten nach Rückweisung durch das Bundesgericht (BGer 1C_502/2020 vom 23. September 2021), (Verwaltungsgericht, B 2021/216).

Entscheid vom 25. Oktober 2021

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterinnen Zindel, Reiter; Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

K.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister, Museumstrasse 35, 9000 St. Gallen,

gegen

Bauund Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

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Stadt A.__, Technische Gemeindebetriebe,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Ursula Schmid, Steiner Rechtsanwälte, Sonnenstrasse 5, Postfach 536, 9004 St. Gallen, sowie

Politische Gemeinde B.__, Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Spahr, Advokatur im Lindenhof, Hauptstrasse 31, Postfach 41, 9320 Arbon,

Gegenstand

Bundesgerichtsurteil vom 23. September 2021 betreffend Baubewilligung / Rückweisung zur Neuverlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens (vorher B 2019/146)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

K.__ (Beschwerdeführer) ist Eigentümer der Parzelle Nr. 0001__, Grundbuch B.__. Am

26. Januar 2017 bewilligte der Rat der Politischen Gemeinde B.__ (Beschwerdebeteiligte) ein Gesuch der Stadt A.__, Technische Gemeindebetriebe (Beschwerdegegnerin), vom 27. Juni 2016 für die Erneuerung von sich grösstenteils im Wald befindlichen Quellfassungsanlagen auf den Grundstücken Nrn. 0000__ und 0001__. Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben in der Sache, d.h. abgesehen von der rechtsfehlerhaften Auferlegung amtlicher Kosten im erstinstanzlichen Einspracheverfahren und der Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung an die Beschwerdegegnerin im Rekursverfahren, ohne Erfolg; zuletzt, mit Entscheid VerwGE B 2019/146 vom 13. August 2020, wies das

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/4 Publikationsplattform St.Galler Gerichte

Verwaltungsgericht die gegen den abschlägigen Entscheid des Bauund Umweltdepartements (ehemals: Baudepartement, Vorinstanz) vom 24. Juni 2019 (Verfahrensnummer 17-1019) erhobene Beschwerde ab. Mit Urteil BGer 1C_502/2020 vom 23. September 2021 hiess das Bundesgericht die vom Beschwerdeführer dagegen am 14. September 2020 erhobene Beschwerde gut und hob den Verwaltungsgerichtsentscheid auf. Es wies die Streitsache an den Rat der Beschwerdebeteiligten zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen, d.h. zur Prüfung, ob für die Bauarbeiten eine temporäre Rodungsbewilligung (inkl. Rodungsersatz, vgl. Art. 7 WaG) erforderlich ist und ob eine solche erteilt werden kann (vgl. E. 6, S. 12 f.), zurück. Gleichzeitig wies es das Verwaltungsgericht an, über die Verlegung der Kosten und Entschädigungen in den kantonalen Verfahren neu zu entscheiden.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Bundesgericht hob den Entscheid des Verwaltungsgerichts B 2019/146 vom

13. August 2020 auf. Damit entsprach es den Begehren, welche der Beschwerdeführer erfolglos vor den kantonalen Rechtsmittelinstanzen gestellt hatte, auch in der Sache. Dem Ausgang der Verfahren entsprechend gehen die amtlichen Kosten von CHF 4‘000 (Verwaltungsgericht) und CHF 3‘000 (Vorinstanz) vollständig zulasten der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Auf deren Erhebung wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP). Die vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschüsse von CHF 4‘000 (Verwaltungsgericht) und CHF 1‘000 (Vorinstanz) sind ihm zurückzuerstatten.

Der Beschwerdeführer hat in den Verfahren vor den kantonalen Instanzen obsiegt, weshalb ihn die Beschwerdegegnerin antragsgemäss (vgl. Beschwerdeergänzung vom

12. September 2019 und Rekurs vom 15. Februar 2017) sowohl für das Beschwerdeals auch für das Rekursverfahren ausseramtlich zu entschädigen hat (Art. 98 Abs. 1 und 2 VRP in Verbindung mit Art. 98bis VRP). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 12. Oktober 2021 eine Honorarnote über CHF 4'000 (Beschwerdeverfahren) und CHF 2'750 (Rekursverfahren), je zuzüglich 4% Barauslagen und Mehrwertsteuer, eingereicht (act. 4). Der geltend gemachte anwaltliche Aufwand bewegt sich im Rahmen dessen, was in der Regel der obsiegenden Partei in vergleichbaren Beschwerdeund Rekursverfahren ermessensweise und pauschal als Entschädigung der ausseramtlichen Kosten zugesprochen wird. Eine Entschädigung

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/4 Publikationsplattform St.Galler Gerichte

für das Beschwerdeverfahren von CHF 4'000 und für das Rekursverfahren von CHF 2‘750 je zuzüglich vier Prozent Barauslagen (insgesamt somit CHF 4‘160 resp. CHF 2'860) je zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer ist angemessen (Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG; Art. 19, Art. 22 Abs. 1 Ingress sowie lit. a und b, Art. 28bis, Art. 29 der Honorarordnung, sGS 963.5, HonO).

2. Für vorliegenden Entscheid sind weder amtliche Kosten zu erheben (Art. 97 VRP) noch ausseramtliche Kosten zu entschädigen (Art. 98ter VRP in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 Ingress und lit. f der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens B 2019/146 in der Höhe von CHF 4'000 und des Rekursverfahrens 17-1019 im Betrag von CHF 3'000 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt; auf deren Erhebung wird verzichtet. Dem Beschwerdeführer wird der im Beschwerdeverfahren geleistete Kostenvorschuss von CHF 4'000 zurückerstattet, und die Vorinstanz wird angewiesen, ihm den im Rekursverfahren geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 1'000 zurückzuerstatten.

2. Die Beschwerdegegnerin entschädigt den Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren mit CHF 4'160 und für das Rekursverfahren mit CHF 2'860 (beide je inklusive Barauslagen), je beide zuzüglich Mehrwertsteuer.

3. Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben noch ausseramtliche Entschädigungen zugesprochen.

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