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B.2019.248 • VGN SG B.2019.248 KI-generiert

Reversal of Permit Denial Leads to State Bearing Cantonal Proceedings Costs and Reimbursement

Geschäftsnummer B.2019.248
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton St. Gallen (CH-SG)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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Following the Federal Supreme Court's reversal of a prior administrative court decision that upheld the denial of an EU/EFTA residence permit, the administrative court reassessed the costs of the cantonal proceedings; because the petitioner ultimately prevailed in obtaining the permit, the court ruled that all official costs for the various cantonal stages of the proceedings (Migration Office, lower authority, and administrative court) were to be borne by the state and waived, while ordering the state to reimburse the petitioner's advance payments and compensate the petitioner out-of-pocket for legal representation in the appeal and recourse proceedings with a fixed sum plus expenses and VAT.

Legislator-Regeste

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Art. 98bis VRP, Art. 95 Abs. 1 VRP, Art. 29 aHonO, Art. 97 VRP, Art. 95 Abs. 3 VRP, Art. 98 Abs. 1 und 2 VRP; Reversal of Permit Denial Leads to State Bearing Cantonal Proceedings Costs and Reimbursement: Abs. 3 VRP). Die vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschüsse von CHF 2‘000 (Verwaltungsgericht) und CHF 1‘000 (Vorinstanz) sind zurückzuerstatten.

Schlagwörter

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Kostenersatz Kostenvorschuss Aufenthaltsbewilligungen Verwaltungsbehörde Bewilligungsentzug Leitverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 95 Abs. 1 VRP

Used to assign the official costs of the proceedings entirely to the State because the appellant succeeded.

Art. 95 Abs. 3 VRP

Used to waive the collection of official costs.

Art. 98 Abs. 1 und 2 VRP

Used in conjunction with Art. 98bis VRP to order the State (Migrationsamt) to compensate the appellant for the proceedings before the cantonal appellate instances.

Art. 98bis VRP

Used in conjunction with Art. 98 Abs. 1 und 2 VRP to order the State to compensate the appellant for the proceedings before the cantonal appellate instances.

Art. 97 VRP

Used to state that no official costs will be charged for this decision (the present decision).

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Volltext

Publikationsplattform St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2019/248 Stelle: Verwaltungsgericht Rubrik: Verwaltungsgericht Publikationsdatum: 21.01.2020 Entscheiddatum: 07.12.2019

Entscheid Verwaltungsgericht, 07.12.2019 Verlegung der Kosten in den kantonalen Verfahren nach Rückweisung durch das Bundesgericht, Art. 95 Abs. 1 und 3, Art. 98 Abs. 1 und 2, Art. 98bis VRP (Verwaltungsgericht, B 2019/248).

Entscheid vom 7. Dezember 2019

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

X.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc Spescha, Langstrasse 4, 8004 Zürich, gegen

Sicherheitsund Justizdepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/3 Publikationsplattform St.Galler Gerichte

Bundesgerichtsurteil vom 31. Oktober 2019 betreffend Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA; Neufestsetzung der Kosten für das kantonale Verfahren (vorher B 2018/191)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

X.__ (Beschwerdeführer), geboren 1981 oder 1982 in Y.__, Kosovo, oder in Slowenien, stellte am 17. August 2017 ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/ EFTA. Mit Verfügung vom 16. April 2018 verweigerte das Migrationsamt St. Gallen die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA und ordnete die Wegweisung unter Ansetzung einer Ausreisefrist von 30 Tagen nach Rechtskraft der Verfügung an. Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg; zuletzt, mit Entscheid VerwGE B 2018/191 vom 18. November 2018, wies das Verwaltungsgericht die gegen den abschlägigen Entscheid des Sicherheitsund Justizdepartements (Vorinstanz) vom 2. Juli 2018 erhobene Beschwerde ab. Mit Urteil BGer 2C_17/2019 vom 31. Oktober 2019 hiess das Bundesgericht die vom Beschwerdeführer dagegen am 7. Januar 2019 erhobene Beschwerde gut und hob den angefochtenen Verwaltungsgerichtsentscheid auf. Es wies das Migrationsamt an, dem Beschwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung B EU/EFTA zu erteilen. Gleichzeitig wies es die Sache zur Neuverlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens an das Verwaltungsgericht zurück.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Bundesgericht hob den Entscheid des Verwaltungsgerichts B 2018/191 vom

18. November 2018 auf. Damit entsprach es den Begehren, welche der Beschwerdeführer erfolglos vor den kantonalen Rechtsmittelinstanzen gestellt hatte. Dem Ausgang der Verfahren entsprechend gehen die amtlichen Kosten von CHF 2‘000 (Verwaltungsgericht), CHF 1‘000 (Vorinstanz) und CHF 310 (Migrationsamt) vollständig zulasten des Staates (Art. 95 Abs. 1 VRP). Auf die Erhebung wird verzichtet (Art. 95

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/3 Publikationsplattform St.Galler Gerichte

Abs. 3 VRP). Die vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschüsse von CHF 2‘000 (Verwaltungsgericht) und CHF 1‘000 (Vorinstanz) sind zurückzuerstatten.

Der Beschwerdeführer hat in den Verfahren vor den kantonalen Instanzen obsiegt, weshalb ihn der Staat (Migrationsamt) antragsgemäss (vgl. Beschwerdeschrift vom

20. August 2018, B 2018/191 act. 1, Rechtsbegehren Ziff. 2) sowohl für das Beschwerdeals auch für das Rekursverfahren ausseramtlich zu entschädigen hat (Art. 98 Abs. 1 und 2 VRP in Verbindung mit Art. 98bis VRP). Sein Rechtsvertreter hat keine Kostennoten eingereicht, weshalb die Entschädigung für die Rechtsmittelverfahren praxisgemäss nach Ermessen festzulegen ist (vgl. Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 und Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG, sowie Art. 6 und Art. 19 der bis 31. Dezember 2018 gültigen Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, nGS 46-49, Neudruck Februar 2011, aHono). Eine pauschale Entschädigung für das Beschwerdeund das Rekursverfahren von insgesamt CHF 4‘000 zuzüglich vier Prozent Barauslagen (insgesamt somit CHF 4‘160) zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. a und b, Art. 28bis und Art. 29 aHonO).

2. Für diesen Entscheid werden keine amtlichen Kosten erhoben (Art. 97 VRP).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die amtlichen Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht (CHF 2‘000), der Vorinstanz (CHF 1‘000) sowie dem Migrationsamt (CHF 310) gehen zu Lasten des Staates; auf die Erhebung wird verzichtet.

2. Die Vorinstanz wird angewiesen, dem Beschwerdeführer den im Rekursverfahren geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1‘000 zurückzuerstatten. Dem Beschwerdeführer wird der im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht geleistete Kostenvorschuss von CHF 2‘000 zurückerstattet.

3. Der Staat (Vorinstanz) entschädigt den Beschwerdeführer für die Verfahren vor den kantonalen Rechtsmittelinstanzen ausseramtlich mit insgesamt CHF 4‘160 (inkl. Barauslagen) zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer.

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