Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
S 94 535 • KG LU S 94 535 KI-generiert

Health Insurer Reimbursement for Legal Costs in Orthosis Dispute

Geschäftsnummer S 94 535
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Luzern (CH-LU)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The appealing party, represented by their legal protection insurance, successfully challenged a decision requiring a health insurance fund to cover the full cost of a knee orthosis. The court reasoned that although the prevailing party is entitled to compensation for party costs under relevant statutes, when represented by a legal protection insurance, the compensation should be limited to a fixed operational expense allowance, rather than the full tariff for self-employed counsel, due to the insurance company's distinct legal and economic structure, ultimately awarding a flat amount of 500 Francs.

Legislator-Regeste

Amtlich

§ 201 Abs. 1 VRG in Verbindung mit Art. 30bis Abs. 3 KUVG; §§ 7-10, § 13 Abs. 2, § 13a VGKV. Die durch eine Rechtsschutzversicherung vertretene, obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung im Sinne einer Umtriebsentschädigung. | Verfahren

Schlagwörter

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Kostenvergütung im Versicherungsrecht Krankenversicherer Gesetzlicher Schutz voller Ersatz Parteientschädigung Schadenersatz aus unerlaubter Handlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 30bis Abs. 3 KUVG
Cited in conjunction with § 201 Abs. 1 VRG as the basis for granting the successful appellant a right to compensation for party costs.
§ 201 Abs. 1 VRG
Cited in conjunction with Art. 30bis Abs. 3 KUVG as the basis for granting the successful appellant a right to compensation for party costs.
§ 13 Abs. 2 VGKV
Cited in conjunction with Art. 30bis Abs. 3 KUVG and § 201 Abs. 1 VRG as the basis for granting the successful appellant a right to compensation for party costs.
§ 13a VGKV
Governs how the compensation for the costs of professional representation is determined in social security disputes.
§§ 7-10 VGKV
The provisions according to which the fee for the legal representative is determined for the purpose of calculating compensation.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 30bis Abs. 3 KUVG

Cited in conjunction with § 201 Abs. 1 VRG as the basis for granting the successful appellant a right to compensation for party costs.

§ 201 Abs. 1 VRG

Cited in conjunction with Art. 30bis Abs. 3 KUVG as the basis for granting the successful appellant a right to compensation for party costs.

§ 13 Abs. 2 VGKV

Cited in conjunction with Art. 30bis Abs. 3 KUVG and § 201 Abs. 1 VRG as the basis for granting the successful appellant a right to compensation for party costs.

§ 13a VGKV

Governs how the compensation for the costs of professional representation is determined in social security disputes.

§§ 7-10 VGKV

The provisions according to which the fee for the legal representative is determined for the purpose of calculating compensation.

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Volltext

Rechtsprechung Luzern

Instanz: · Verwaltungsgericht

Abteilung: · Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Rechtsgebiet: · Verfahren

Entscheiddatum: · 20.09.1996

Fallnummer: · S 94 535

LGVE: · 1996 II Nr. 41

Leitsatz: · § 201 Abs. 1 VRG in Verbindung mit Art. 30bis Abs. 3 KUVG; §§ 7-10, § 13 Abs. 2, § 13a VGKV. Die durch eine Rechtsschutzversicherung vertretene, obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung im Sinne einer Umtriebsentschädigung.

Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.

Entscheid: · A lässt mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde durch ihre Rechtsschutzversicherung beantragen, es sei die Verfügung der Krankenkasse B vom 10. Juni 1994 aufzuheben und die Kasse zu verpflichten, die Gesamtkosten der vorgenommenen Knieorthese im Betrag von Fr. 1992.- zu übernehmen. Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde gut und hielt zur Frage der Parteientschädigung folgendes fest: 4. - Gemäss Art. 30bis Abs. 3 KUVG in Verbindung mit § 201 Abs. 1 VRG und § 13 Abs. 2 VGKV hat die obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Entschädigung für ihre Parteikosten. Nach § 13a VGKV wird die Entschädigung für die Kosten der berufsmässigen Vertretung auch in sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten nach den Vorschriften der §§ 7-10 VGKV festgesetzt. Dabei wird das Honorar des Rechtsvertreters nach Zeit- und Arbeitsaufwand, Wichtigkeit und Schwierigkeit des Prozesses oder der sonstigen Interessen der Parteien an der Beurteilung der Streitsache festgesetzt. Rechtsprechungsgemäss hat auch die durch eine Rechtsschutzversicherung vertretene, obsiegende Partei Anspruch auf eine Entschädigung (BGE 120 Ia 169, 117 Ia 296; Urteil Z. vom 27.4.1995). Bei der Bemessung der Entschädigung ist allerdings den unterschiedlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung zu tragen, die je nachdem bestehen, ob die Partei durch einen freiberuflichen oder einen bei einer Rechtsschutzversicherung angestellten Rechtsanwalt bzw. Fachmann vertreten wird (BGE 120 Ia 170 Erw. 3a). So profitiert eine Rechtsschutzversicherung beispielsweise von der Möglichkeit, uneingeschränkt für die angebotenen Dienstleistungen zu werben. Zudem kann der für die Versicherungsgesellschaft handelnde Jurist deren Infrastruktur benutzen, und er wird für seine Arbeit im Rahmen des Anstellungsverhältnisses entschädigt. Die Gesellschaft ihrerseits erhält für ihre Leistungen die Prämien der Versicherungsnehmer, aus denen sie auch ihre Betriebskosten finanziert. Es ist daher angezeigt, der Beschwerdeführerin nicht eine Parteientschädigung nach kantonalem Tarif für freiberufliche Rechtsanwälte, sondern lediglich eine Umtriebsentschädigung zuzusprechen (BGE 120 Ia 171). In Würdigung dieser Umstände erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 500.- angemessen.