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OG 1996 12 • AUK LU OG 1996 12 KI-generiert

Notarization Fee Surcharge on Cadastral Value Pre-1994 Appraisals

Geschäftsnummer OG 1996 12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Luzern (CH-LU)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The supervisory authority addressed the application of a surcharge to the cadastral value for not-agricultural properties in calculating notarization fees, specifically concerning $\S 21$ Abs. 2 of the Notarization Fee Ordinance (BeurkGebV), following significant 1989 changes to the Valuation Law (Schatzungsgesetz) intended to align cadastral and market values. The court reasoned that since the surcharge was only justified for properties valued under the old law, and most properties were likely re-appraised by 1994, the surcharge (200% addition to the cadastral value if the contract sum was low or absent) only applied to properties valued before 1994. Furthermore, if the cadastral value for these older appraisals approximated the market value under the new law, this constituted a valid reason under $\S 10$ Abs. 2 BeurkGebV for the notary to partially waive their fee, though the calculated fee base could not fall below the cadastral value itself.

Legislator-Regeste

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Notarization Fee Surcharge on Cadastral Value Pre-1994 Appraisals: 2 of the Notarization Fee Ordinance (BeurkGebV), following significant 1989 changes to the Valuation Law (Schatzungsgesetz) intended to align cadastral and market values. The court reasoned that since the surcharge was only justified for properties valued under the old law, and most properties were likely re-appraised by 1994, the surcharge (200% addition to the cadastral value if the contract sum was low or absent) only applied to properties valued before 1994. Furthermore, if the cadastral value for these older appraisals approximated the market value under the new law, this constituted a valid reason under $\S 10$ Abs. 2 BeurkGebV for the notary to partially waive their fee, though the calculated fee base could not fall below the cadastral value itself.

Schlagwörter

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Verkehrswert der Liegenschaft Aufsichtsgebühren Notar Zahlung von Zuschlägen Anmerkung Grundpfand
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Volltext

Rechtsprechung Luzern

Instanz: · Aufsichtsbehörden und Kommissionen

Abteilung: · Aufsichtsbehörde über die Urkundspersonen

Rechtsgebiet: · Beurkundungsrecht

Entscheiddatum: · 04.11.1996

Fallnummer: · OG 1996 12

LGVE: · 1996 I Nr. 12

Leitsatz: · § 21 Abs. 2 BeurkGebV. Zuschlag zum Katasterwert bei nichtlandwirtschaftlichen Grundstücken.

Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.

Entscheid: · Auf 1. Januar 1989 wurde das Schatzungsgesetz (SRL Nr. 626) in wesentlichen Punkten geändert. Grund dafür war u.a., dass der Katasterwert dem Verkehrswert angepasst werden soll. Im Hinblick auf die Änderung der BeurkGebV vom 23. November 1995 (in Kraft seit 1.1.1996) war davon auszugehen, dass sich als Folge der Schatzungen gemäss dem seit 1. Januar 1989 geltenden Schatzungsgesetz Katasterwert und Verkehrswert angleichen würden. Zur Berechnung der Beurkundungsgebühr erschien daher nur noch bei nach altem Schatzungsgesetz geschätzten Grundstücken ein Zuschlag zum Katasterwert gerechtfertigt. Aufgrund von Erkundigungen war anzunehmen, dass bis 1994 der Grossteil der Schatzungen nach geändertem Gesetz erfolgt wäre. Daher wurde der Zuschlag nur betreffend die Grundstücke vorgesehen, die vor 1994 geschätzt worden waren. Dass es sich dabei um eine hinkende Lösung handelt, war dem Verordnungsgeber bewusst, war doch davon auszugehen, dass es schon vor 1994 Schatzungen nach geändertem Schatzungsgesetz geben würde. Der Text von § 21 Abs. 2 BeurkGebV ist klar. Ist im Vertrag keine oder eine niedrigere Vertragssumme angegeben, berechnet sich die Gebühr bei vor 1994 geschätzten nichtlandwirtschaftlichen Grundstücken nach dem Katasterwert zuzüglich 200%. Entspricht der Katasterwert in solchen Fällen dem Verkehrswert (in etwa), was bei einer Schatzung nach dem per 1. Januar 1989 geänderten Schatzungsgesetz ohne weiteres möglich ist, stellt dieser Umstand einen triftigen Grund nach § 10 Abs. 2 BeurkGebV dar. Dieser erlaubt der Urkundsperson ausnahmsweise einen teilweisen Verzicht auf die Vergütung. Dieser Teilverzicht darf jedoch nicht dazu führen, dass bei der Gebührenberechnung von einer geringeren Summe als dem Katasterwert ausgegangen wird.