Notary Insurance Retroactive Coverage Dispute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe supervisory authority reviewed the professional liability insurance for notaries, finding that some existing policies failed to fully comply with the explicit requirement for retroactive coverage introduced by a 1988 amendment to the notarization ordinance, as certain clauses conditioned this coverage on the notary ceasing professional activity, thereby creating a gap in coverage upon a change of insurer because the new insurer is not obligated to cover prior risk. The court reasoned that comprehensive retroactive coverage is mandatory to protect both affected parties and the notaries themselves, necessitating an agreement that ensures continuity of liability coverage irrespective of the insurer change, as reliance on securing prior risk coverage from a new insurer is insufficient to guarantee protection.
Legislator-Regeste
KI-generiertNotary Insurance Retroactive Coverage Dispute: The court reasoned that comprehensive retroactive coverage is mandatory to protect both affected parties and the notaries themselves, necessitating an agreement that ensures continuity of liability coverage irrespective of the insurer change, as reliance on securing prior risk coverage from a new insurer is insufficient to guarantee protection.
Schlagwörter
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Rechtsprechung Luzern
Instanz: · Aufsichtsbehörden und Kommissionen
Abteilung: · Aufsichtsbehörde über die Urkundspersonen
Rechtsgebiet: · Beurkundungsrecht
Entscheiddatum: · 18.07.1996
Fallnummer: · OG 1996 11
LGVE: · 1996 I Nr. 11
Leitsatz: · § 3 Abs. 1 lit. a BeurkV. Notarenhaftpflichtversicherung/Nachhaftung.
Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.
Entscheid: · Seit 1. Januar 1988 schreibt die Beurkundungsverordnung die Nachhaftung ausdrücklich vor (§ 3 Abs. 1 lit. a, Änderung vom 30.9.1987, SRL Nr. 256). Diese muss gegeben sein, sobald der Notar bzw. die Notarin beigezogen wird. Das geschieht sowohl zum Schutz der von der Beurkundungstätigkeit Betroffenen als auch im Interesse der Urkundspersonen. Bei Durchsicht der Versicherungsnachweise der Notarinnen und Notare hat sich gezeigt, dass die Nachhaftung in Versicherungsverträgen verschiedener Versicherer nicht umfassend geregelt ist. So setzt sie in manchen Fällen die Aufgabe der Beurkundungstätigkeit des Versicherungsnehmers voraus (Praxisaufgabe oder Tod). Bei solchen Klauseln besteht somit keine Nachhaftung, wenn der Versicherer gewechselt wird (unabhängig davon, wer diesen Wechsel verursacht). Da der neue Versicherer nicht verpflichtet ist, das Vorrisiko zu übernehmen, ist eine Klausel, die im Falle des Versicherungswechsels keine Nachhaftung gewährt, ungenügend. Wer mit einer Urkundsperson geschäftliche Beziehungen aufnimmt, kann nicht sicher sein, dass die Nachhaftung gewährleistet bleibt, falls die Versicherungsgesellschaft gewechselt wird. Ebensowenig weiss die Urkundsperson zum voraus, ob es ihr bei einem Versicherungswechsel gelingt, mit dem neuen Versicherer betreffend die Übernahme des Vorrisikos einig zu werden. Also muss eine umfassende Nachversicherung vereinbart werden.