Cost Appeal on Lost Earnings and Damages Remitted for Initial Adjudication
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn accused party appealed a decision by filing a cost appeal regarding claims for lost earnings and non-pecuniary damages against the state, but the appellate court declined to rule on these claims because the appellant failed to demonstrate that these specific claims had been presented to the lower court for adjudication, adhering to the principle of the appeal process which limits review to issues previously decided by the subordinate instance, consequently remitting the matter to the competent lower court for processing the claims.
Legislator-Regeste
Amtlich§§ 280 Abs. 2 und 284 Abs. 1 StPO. Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche können nur Gegenstand eines Kostenrekurses sein, wenn sie bereits der Vorinstanz zur Beurteilung vorlagen. | Strafprozessrecht
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KI-generiertThe court did not rule on the claimed damages and compensation because they were not raised before the lower court, as required by this provision.
This provision is cited in the guiding principle concerning the scope of claims reviewable in a cost appeal, which is relevant to the court's refusal to rule on the substance.
Volltext
Rechtsprechung Luzern
Instanz: · Obergericht
Abteilung: · Kriminal- und Anklagekommission
Rechtsgebiet: · Strafprozessrecht
Entscheiddatum: · 24.08.1995
Fallnummer: · OG 1995 60
LGVE: · 1995 I Nr. 60
Leitsatz: · §§ 280 Abs. 2 und 284 Abs. 1 StPO. Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche können nur Gegenstand eines Kostenrekurses sein, wenn sie bereits der Vorinstanz zur Beurteilung vorlagen.
Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.
Entscheid: · Aus den Erwägungen: Der Angeschuldigte stützt sein Rekursbegehren betreffend Verdienstausfall-Entschädigung von Fr. 2500.- und Genugtuung von Fr. 8000.- zu Lasten des Staats auf § 280 Abs. 2 StPO. Dass er diese Ansprüche schon vor dem Amtsstatthalter geltend gemacht hätte, trägt er nicht vor und ist aus den Untersuchungsakten auch nicht ersichtlich. Die Rekursinstanz könnte darüber nur befinden, wenn die nun vorgetragenen Ansprüche bereits der unteren Instanz zur Beurteilung vorgelegen hätten. Das entspricht der Zweckbestimmung des Instanzenzugs. Auf das entsprechende Begehren ist daher nicht einzutreten, und die Sache ist an den zuständigen Amtsstatthalter zur Bearbeitung zurückzuweisen (vgl. Max. XI Nrn. 375 und 451).