Procedural Form Violation Claim Regarding Chamber Composition
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellant claimed a violation of a mandatory procedural form under $\S 259$ Ziff. 1 ZPO, arguing that the court lacked proper composition because the chamber president did not participate and an alternate judge was used, thus violating the right to a constitutionally mandated judge. The court rejected this argument, reasoning that internal procedural rules govern the division of labor and the use of alternate judges due to heavy caseloads or recusal is common practice, provided that no recusal rules are violated and the deciding body is composed of duly elected judges, and parties have no right to an explanation for the deviation from the regular composition.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 259 Ziff. 1 ZPO; Procedural Form Violation Claim Regarding Chamber Composition: 1 ZPO, arguing that the court lacked proper composition because the chamber president did not participate and an alternate judge was used, thus violating the right to a constitutionally mandated judge. The court rejected this argument, reasoning that internal procedural rules govern the division of labor and the use of alternate judges due to heavy caseloads or recusal is common practice, provided that no recusal rules are violated and the deciding body is composed of duly elected judges, and parties have no right to an explanation for the deviation from the regular composition.
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KI-generiertThe appeal based on this provision regarding the violation of a mandatory procedural form was found to be unfounded.
Volltext
Rechtsprechung Luzern
Instanz: · Obergericht
Abteilung: · Gesamtobergericht
Rechtsgebiet: · Zivilprozessrecht
Entscheiddatum: · 16.03.1994
Fallnummer: · OG 1994 18
LGVE: · 1994 I Nr. 18
Leitsatz: · § 259 Ziff. 1 ZPO. Ordentliche Besetzung des Gerichts, Beizug von Ersatzrichtern.
Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.
Entscheid: · Der Kläger beruft sich vorab auf den Kassationsgrund der Verletzung einer gesetzlich vorgeschriebenen wesentlichen Prozessform (§ 259 Ziff. 1 ZPO). Die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf den verfassungsmässigen und gesetzlichen Richter missachtet, weil der Präsident der I. Kammer des Obergerichts nicht mitgewirkt habe und zudem ein Ersatzrichter beigezogen worden sei. Damit vermag der Kläger nicht durchzudringen. Die von ihm in diesem Zusammenhang angerufene Geschäftsordnung des Obergerichts (SRL Nr. 266) regelt intern Aufgabenteilung und Geschäftsgang. Es ist Sache des Gerichts selbst sicherzustellen, dass seine Arbeit beförderlich und gleichzeitig unter Wahrung aller Parteirechte erledigt wird. Dass wegen der grossen Geschäftslast vermehrt Ersatzrichter eingesetzt werden, wird heute fast von allen Gerichten praktiziert. § 34 der Geschäftsordnung regelt in keiner Weise abschliessend den Beizug von Ersatzrichtern. Dasselbe gilt auch für den "Ausstand" eines ordentlichen Mitglieds des Obergerichts, der beispielsweise aus organisatorischen Gründen oder wegen Befangenheit erfolgen kann. Die Parteien haben keinen Anspruch auf Begründung, weshalb nicht die ordentliche Besetzung urteilt oder warum ein Ersatzrichter mitwirkt. Wesentlich ist, dass keine Ausstandsvorschriften verletzt werden und sich der Spruchkörper aus Personen zusammensetzt, die für diese richterliche Funktion gewählt wurden (vgl. im übrigen dazu BGE 105 Ia 178 und 107 Ib 165). Im vorliegenden Fall ist daher die Berufung auf § 259 Ziff. 1 ZPO unbegründet.