Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
OG 1993 25 • KG LU OG 1993 25 KI-generiert

Corporate Legal Aid Refusal Upheld

Geschäftsnummer OG 1993 25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Luzern (CH-LU)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The appellate court upheld the lower court's rejection of a request for legal aid made by a corporation, confirming the established practice in the canton, shared by many others, that legal aid is not granted to legal entities, including stock corporations. The court reasoned that this practice is consistent with constitutional prohibitions against arbitrariness, as jurisprudence and existing federal procedures similarly restrict the right to legal aid under the relevant procedural law to natural persons only, a stance also reflected in the draft for the new code of civil procedure.

Legislator-Regeste

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Art. 4 BV; Corporate Legal Aid Refusal Upheld: Leitsatz: · §§ 305 ff. ZPO. Keine unentgeltliche Rechtspflege (UR) für juristische Personen (Bestätigung der Praxis).

Schlagwörter

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Willkürverbot unentgeltliche Rechtspflege juristische Person Verfahrensrechte Naturrecht Zivilprozessordnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BGE 88 II 387
Vor dem Willkürverbot hält diese Praxis stand (BGE 88 II 387; Düggelin Walter, Das Zivilprozessuale Armenrecht im Kanton Luzern, Zürich 1986, S.
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Volltext

Rechtsprechung Luzern

Instanz: · Obergericht

Abteilung: · Justizkommission

Rechtsgebiet: · Zivilprozessrecht

Entscheiddatum: · 29.10.1993

Fallnummer: · OG 1993 25

LGVE: · 1993 I Nr. 25

Leitsatz: · §§ 305 ff. ZPO. Keine unentgeltliche Rechtspflege (UR) für juristische Personen (Bestätigung der Praxis).

Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.

Entscheid: · Mit Entscheid vom 30. September 1993 wies der Amtsgerichtspräsident das URGesuch der X. AG ab. Auf deren Rekurs hin führte das Obergericht aus: Der Kanton Luzern verweigert wie viele andere Kantone den Aktiengesellschaften, ja den juristischen Personen schlechthin, die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Vor dem Willkürverbot hält diese Praxis stand (BGE 88 II 387; Düggelin Walter, Das Zivilprozessuale Armenrecht im Kanton Luzern, Zürich 1986, S. 34). Auch nach Häfliger (Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich, Bern 1985, S. 163) kann eine juristische Person die unentgeltliche Rechtspflege grundsätzlich nicht unter Berufung auf Art. 4 BV verlangen. Ebenso besteht im Verfahren vor dem Bundesgericht kein Anspruch der juristischen Person auf unentgeltliche Rechtspflege (Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel, Zürich 1992, S. 39 N 36 unter Hinweis auf BGE 88 II 387ff.). Schliesslich sieht auch der Entwurf zur neuen Zivilprozessordnung in § 129 vor, dass die unentgeltliche Rechtspflege nur an "natürliche Personen" erteilt werden kann. Dem Rekurs der X. AG kann somit offensichtlich kein Erfolg beschieden sein.