Lawyer Confidentiality Waiver Pre-Disclosure Requirement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe supervisory authority for lawyers dismissed an application seeking release from the professional duty of confidentiality after the relevant information had already been disclosed. The court reasoned that a waiver of the attorney-client privilege under the relevant statute is only permissible before the secret is revealed, as a subsequent authorization cannot retroactively legitimize or nullify a potential prior breach of confidentiality, and the authority's role is to empower disclosure only when a higher interest necessitates it and the client has not consented.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 18 AnwG; Lawyer Confidentiality Waiver Pre-Disclosure Requirement: The court reasoned that a waiver of the attorney-client privilege under the relevant statute is only permissible before the secret is revealed, as a subsequent authorization cannot retroactively legitimize or nullify a potential prior breach of confidentiality, and the authority's role is to empower disclosure only when a higher interest necessitates it and the client has not consented.
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KI-generiertThe application was not granted because the request concerned a disclosure that had already occurred, which is inconsistent with the authorization function described in § 18 AnwG.
Volltext
Rechtsprechung Luzern
Instanz: · Aufsichtsbehörden und Kommissionen Abteilung: · Aufsichtsbehörde über die Rechtsanwälte Rechtsgebiet: · Anwaltsrecht Entscheiddatum: · 21.09.2000 Fallnummer: · AR 00 23 LGVE: · 2000 I Nr. 48 Leitsatz: · § 18 AnwG. Keine Entbindung vom Anwaltsgeheimnis nach bereits erfolgter Preisgabe. Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.
Entscheid: · Die Entbindung von einem Geheimnis kann nur erfolgen, bevor es gelüftet wird, nicht als nachträgliche Genehmigung einer Preisgabe. Die Aufgabe der Aufsichtsbehörde über die Rechtsanwälte in Fragen der Geheimnisoffenbarung besteht darin, einen Anwalt, der nicht im Besitze der Einwilligung seines Klienten als Geheimnisherrn ist, zur Preisgabe seines Berufsgeheimnisses zu ermächtigen, sofern dies in einem höheren Interesse als geboten erscheint. Eine nachträgliche Ermächtigung könnte denn auch eine allenfalls bereits begangene Verletzung nicht ungeschehen machen bzw. nicht rechtfertigen oder genehmigen. Eine solche Ermächtigung kann schon begrifflich nur vor der Preisgabe in Frage kommen (vgl. dazu ZR 63 [1964] Nr. 110 S. 255f.). Da der Gesuchsteller für eine bereits vollzogene Aktenherausgabe durch die Aufsichtsbehörde von seiner Geheimhaltungspflicht entbunden werden will, ist auf sein Gesuch nicht einzutreten.
Aufsichtsbehörde über die Rechtsanwälte, 21. September 2000 (AR 00 23)