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22 97 12 93 • KG LU 22 97 12 93 KI-generiert

Appeal Withdrawal Does Not Terminate Cross-Appeal on Spousal Support

Geschäftsnummer 22 97 12 93
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Luzern (CH-LU)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The appellant filed an appeal against a divorce decree seeking the annulment of his spousal support obligation, to which the respondent filed a cross-appeal seeking a different spousal support amount; when the appellant subsequently withdrew only his appeal concerning the spousal support provision, he argued this withdrawal also terminated the cross-appeal on that issue. The appellate court ruled that the cross-appeal did not lapse because, under the relevant procedural law, a cross-appeal is treated as a full appeal as long as the primary appeal is pending, meaning a partial withdrawal of the main appeal does not cause the cross-appeal regarding the same provision to automatically fail.

Legislator-Regeste

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§ 251 Abs. 3 ZPO; Appeal Withdrawal Does Not Terminate Cross-Appeal on Spousal Support: The appellate court ruled that the cross-appeal did not lapse because, under the relevant procedural law, a cross-appeal is treated as a full appeal as long as the primary appeal is pending, meaning a partial withdrawal of the main appeal does not cause the cross-appeal regarding the same provision to automatically fail.

Schlagwörter

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Scheidungsurteil Dauer des nachehelichen Unterhalts Rückzug des Rechtsbegehrens Widerstand gegen die Scheidung Beschwerdelegitimation internationale Scheidung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 251 Abs. 3 ZPO

The court cited this provision to rule that the cross-appeal does not lapse when the main appeal is only partially withdrawn.

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Volltext

Rechtsprechung Luzern

Instanz: · Obergericht

Abteilung: · II. Kammer

Rechtsgebiet: · Zivilprozessrecht

Entscheiddatum: · 18.03.1997

Fallnummer: · 22 97 12/93

LGVE: · 1997 I Nr. 40

Leitsatz: · § 251 Abs. 3 ZPO. Kein Dahinfallen der Anschlussappellation bei einem Teilrückzug der Appellation.

Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.

Entscheid: · Der Kläger reichte gegen das amtsgerichtliche Scheidungsurteil Appellation ein und beantragte unter anderem die Aufhebung seiner Unterhaltspflicht gegenüber der Beklagten (Ziff. 2 des amtsgerichtlichen Urteilsdispositivs). Die Beklagte erklärte daraufhin Anschlussappellation und beantragte eine abweichende Festsetzung der vorinstanzlich gesprochenen Frauenunterhaltsbeiträge. In der Folge zog der Kläger die Appellationserklärung gegen Dispositiv Ziff. 2 des amtsgerichtlichen Urteils zurück. Dabei vertrat er die Auffassung, dass damit auch die Anschlussappellation der Beklagten in diesem Punkt dahinfalle. Das Obergericht führte dazu aus: Hingegen ist die Frage nach dem allfälligen Eintritt der Teilrechtskraft von Dispositiv Ziff. 2 (Frauenunterhaltsbeitrag) des amtsgerichtlichen Urteils bzw. des Dahinfallens der Anschlussappellation infolge Teilrückzugs der Appellation zu verneinen. Gemäss § 251 Abs. 3 ZPO fällt die Anschlussappellation dahin, wenn die Appellation zurückgezogen oder darauf nicht eingetreten wird. Die Anschlussappellation ist indes als ordentliche Appellation zu behandeln, solange die Hauptappellation hängig ist (Studer/Rüegg/Eiholzer, Der Luzerner Zivilprozess, N 3 zu § 251 ZPO).