Plaintiff v. State on Partial Rejection of Free Legal Aid Application
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a private plaintiff in criminal proceedings against her husband for threats, assault, and simple bodily harm, who had her request for free legal aid partially rejected by the lower authority, specifically regarding legal representation, prompting a recourse. The higher court ruled that it has jurisdiction to decide on appeals against the lower authority's decisions regarding the partial or complete denial of free legal aid, citing the relevant criminal procedure code provision, and further establishing that since the specific grounds for jurisdiction do not assign such appeals to other internal bodies, the applicable statute assigns such matters to the Second Chamber of the higher court.
Legislator-Regeste
Amtlich§ 285k lit. a StPO; § 5 lit. d GOOG. Die II. Kammer des Obergerichts ist zuständig für die Beurteilung von Rekursen gegen Entscheide des Amtsstatthalters über die teilweise oder gänzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege. | Strafprozessrecht
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KI-generiertEstablishes the Court of Appeal (Obergericht) as the competent authority to rule on appeals against decisions regarding the partial or total refusal of free legal aid.
Designates the Second Chamber (II. Kammer) as competent for appeal proceedings in criminal matters not falling under the jurisdiction of the Criminal and Indictment Commission.
Volltext
Rechtsprechung Luzern
Instanz: · Obergericht
Abteilung: · II. Kammer
Rechtsgebiet: · Strafprozessrecht
Entscheiddatum: · 14.08.2001
Fallnummer: · 21 01 141
LGVE: · 2001 I Nr. 65
Leitsatz: · § 285k lit. a StPO; § 5 lit. d GOOG. Die II. Kammer des Obergerichts ist zuständig für die Beurteilung von Rekursen gegen Entscheide des Amtsstatthalters über die teilweise oder gänzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.
Entscheid: · Im Strafverfahren gegen ihren Ehemann wegen Drohung, Tätlichkeit und einfacher Körperverletzung ersuchte die Privatklägerin um unentgeltliche Rechtspflege. Der Amtsstatthalter hiess das Gesuch hinsichtlich der amtlichen Verfahrenskosten gut, wies es aber bezüglich der anwaltlichen Verbeiständung ab. Die Privatklägerin erhob gegen diesen Entscheid Rekurs. In ihrem Entscheid hielt die II. Kammer bezüglich der sachlichen Zuständigkeit Folgendes fest:
Gegen Entscheide des Amtsstatthalters über die teilweise oder gänzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege ist der Rekurs an das Obergericht gegeben (§ 285k lit. a StPO). Gemäss § 6 lit. a der obergerichtlichen Geschäftsordnung (GOOG, SRL Nr. 266) ist die Justizkommission bloss Rekursinstanz gemäss § 134 Abs. 3 und § 138 Abs. 4 ZPO. Die Kriminal- und Anklagekommission hat zwar generell die Aufsicht über die Untersuchungs-führung in Strafsachen, ist aber konkret nur zuständig für die Entscheide, welche ihr nach der Strafprozessordnung zugewiesen sind (§ 8 GOOG). In § 285k StPO wird die Kriminal- und Anklagekommission nicht als Rekursinstanz genannt. Damit kommt § 5 lit. d GOOG zur Anwendung, welcher die II. Kammer für die Rechtsmittelverfahren in Strafsachen als zuständig erklärt, soweit sie nicht in die Zuständigkeit der Kriminal- und Anklagekommission fallen. Auf den Rekurs ist somit einzutreten.
II. Kammer, 14. August 2001 (21 01 141)