Appeal Against Procedural Cost Advance Dismissed for Lack of Jurisdiction; Legal Representative Sanctioned
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual filed an appeal with the Cantonal Court against an administrative court order imposing a procedural cost advance in a matter concerning mandatory health insurance premium claims, arguing the Cantonal Court was the wrong venue. The court dismissed the appeal because it functions as the appellate instance for civil matters and procedural rulings in administrative court appeals must be challenged directly before the administrative court itself, lacking jurisdiction to hear the matter. Consequently, the appeal was transferred to the competent administrative court, and the costs of this futile proceeding were personally imposed upon the appellant's legal representative under procedural rules governing improper appeals, as the jurisdictional error was deemed obvious and avoidable.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Gesetz, Art. 108 ZPO, Art. 42 VRG, Art. 42 Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100, Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000, Art. 66 BGG; Appeal Against Procedural Cost Advance Dismissed for Lack of Jurisdiction; Legal Representative Sanctioned: The court dismissed the appeal because it functions as the appellate instance for civil matters and procedural rulings in administrative court appeals must be challenged directly before the administrative court itself, lacking jurisdiction to hear the matter. Consequently, the appeal was transferred to the competent administrative court, and the costs of this futile proceeding were personally imposed upon the appellant's legal representative under procedural rules governing improper appeals, as the jurisdictional error was deemed obvious and avoidable.
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KI-generiertUsed to impose the costs of the appeal proceedings personally on the appellant's lawyer.
Cited in the reasoning to justify the lack of jurisdiction, but the ultimate decision (Order 1) relies on inadmissibility due to lack of jurisdiction, which is the main ground for non-entry into the merits.
Cited in the reasoning to establish that the Cantonal Court is the appellate instance in civil matters, which underpins the jurisdictional finding.
Cited in the reasoning to determine the amount of the court fee.
Cited in the reasoning to determine the amount of the court fee.
Cited in the reasoning as the basis for the decision being rendered by a single judge.
Although BGG is mentioned in Order 4 regarding appeal options, Order 3 specifies the allocation of costs to the lawyer, which is covered by Art. 108 ZPO, making the BGG reference procedural for appeal rights, not the core ruling or cost allocation in this decision.
Volltext
Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni
Entscheid vom 22. Januar 2020
(Mit Urteil 4A_110/2020 ist das Bundesgericht auf die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)
Referenz ZK2 19 87
Instanz II. Zivilkammer
Besetzung Hubert, Vorsitzender
Parteien X._____ Beschwerdeführerin
gegen
Y._____ Beschwerdegegnerin
Gegenstand Gerichtskostenvorschuss
Anfechtungsobj. Verfügung Verwaltungsgericht vom 29.11.2019 (Proz. Nr. S-2019- 137)
Mitteilung 24. Januar 2020
1/4 In Erwägung,
– dass X._____ am 21. November 2019 (Poststempel 25. November 2019) beim Verwaltungsgericht Graubünden eine Beschwerde gegen vier Einspracheentscheide der Y._____ vom 28. Oktober 2019 und gegen die diesen zugrundeliegenden Verfügungen einreichte,
– dass die Instruktionsrichterin am Verwaltungsgericht der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 29. November 2019 einen Gerichtskostenvorschuss von CHF 500.00 auferlegte,
– dass X._____ am 10. Dezember 2019 (Poststempel 12. Dezember 2019), vertreten durch Rechtsanwalt A._____ gegen diese Kostenvorschussverfügung Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden einreichte,
– dass es in dem vor Verwaltungsgericht anhängig gemachten Beschwerdeverfahren um Prämienforderungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung geht und es sich somit um eine rein öffentlichrechtliche Angelegenheit handelt,
– dass das Kantonsgericht Rechtsmittelinstanz in Zivilsachen ist (Art. 7 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]) und für die Beurteilung von prozessleitenden Verfügungen im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht zuständig ist,
– dass prozessleitende Verfügungen der Instruktionsrichterin am Verwaltungsgericht vielmehr direkt beim Verwaltungsgericht anzufechten sind (Art. 42 Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]),
– dass demzufolge auf die Beschwerde mangels Zuständigkeit nicht einzutreten ist,
– dass die Sache zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht überwiesen wird,
– dass einem Rechtsvertreter, der ein Rechtsmittel erhebt, das in guten Treuen nicht mehr als erfolgsversprechend bezeichnet werden kann oder dessen Rechtsschrift unter schweren Mängeln leidet, gestützt auf Art. 108 ZPO die Verfahrenskosten persönlich auferlegt werden können (vgl. etwa David Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Komm. ZPO, 3. Auflage, Zürich
2/4 2016, Art. 108 N 7; Martin H. Sterchi, Berner Kommentar zur ZPO, Bern 2012, Art. 108 N 1 ff.),
– dass ein forensisch tätiger Rechtsanwalt die Zuständigkeitsregelungen für Rechtsmittelverfahren kennen muss,
– dass dies vorliegend umso mehr gilt, als sich die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts aus einer einfachen Lektüre des Gesetzestextes von Art.
42 VRG ergibt, dessen Wortlaut keinen Interpretationsspielraum offen lässt,
– dass daran nichts ändert, dass es sich vorliegend um einen ausländischen Rechtsvertreter handelt, zumal sich dieser selbstredend mit den einheimischen Gesetzen vertraut zu machen hat, wenn er in der Schweiz prozessiert,
– dass die Kosten des vorliegenden Verfahrens somit durch einen krassen Verfahrensfehler des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin verursacht wurden,
– dass demzufolge die Kosten des Beschwerdeverfahrens gestützt auf Art. 108 ZPO dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin persönlich aufzuerlegen sind,
– dass die Gebührenhöhe in Anwendung von Art. 10 und 13 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf CHF
400.00 festgesetzt werden,
– dass hingegen von der Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen ist, zumal keine Beschwerdeantwort eingeholt wurde und der Beschwerdegegnerin somit durch vorliegendes Verfahren kein nennenswerter Aufwand entstanden ist,
– dass der vorliegende Entscheid gestützt auf Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,
3/4 wird erkannt:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Beschwerde wird zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden überwiesen.
3. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens von CHF 400.00 gehen zu Lasten von Rechtsanwalt A._____ persönlich.
4. Gegen vorliegende Entscheidung ist ein Rechtsmittel an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, gegeben.
Voraussetzungen und Verfahren sowie die Modalitäten der Einreichung des Rechtsmittels richten sich nach dem BGG.
5. Mitteilung an:
4/4