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ZK1 2022 139 • KG GR ZK1 2022 139 KI-generiert

Timeliness of Appeal Submission in Will Opening Case

Geschäftsnummer ZK1 2022 139
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Graubünden (CH-GR)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The cantonal court dismissed an appeal against a lower court's decision to open a will because the appeal was filed outside the ten-day statutory deadline. The court reasoned that since the appellant submitted the appeal to the German postal service on the final day of the deadline, which subsequently delivered it to the Swiss court several days late, the submission did not qualify as timely under the relevant procedural rules, which require submission to the Swiss Post or the court itself by the deadline's end for non-domestic mailings.

Legislator-Regeste

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Art. 314 Abs. 1 ZPO, Art. 248 lit. e ZPO, Art. 143 Abs. 1 ZPO, Art. 143 ZPO, Art. 18 Abs. 3 GOG, Art. 9 i.V.m; Timeliness of Appeal Submission in Will Opening Case: The court reasoned that since the appellant submitted the appeal to the German postal service on the final day of the deadline, which subsequently delivered it to the Swiss court several days late, the submission did not qualify as timely under the relevant procedural rules, which require submission to the Swiss Post or the court itself by the deadline's end for non-domestic mailings.

Schlagwörter

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gesetzliche Verfahrensfrist Postdienst Verspätungsausschluss Beschwerdelegitimation Klagefrist verspätetes Asylgesuch Eröffnung Verfügung von Todes wegen | Berufung ZGB Erbrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 18 Abs. 3 GOG

Applied because the outcome (non-entry into appeal) was obvious, assigning the decision to the single judge.

Art. 9 i.V.m. Art. 13 VGZ

Basis for imposing court costs on the appellant (A._____).

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Volltext

Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 05. September 2022

Referenz ZK1 22 139

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Bergamin, Vorsitzender

Parteien A._____ Berufungskläger

In Sachen

Nachlass der B._____

Gegenstand Eröffnung einer letztwilligen Verfügung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Landquart, Einzelrichter, vom 15.08.2022, mitgeteilt am 18.08.2022 (Proz. Nr. 135-2016-419)

Mitteilung 05. September 2022 In Erwägung,

– dass in der Erbschaft der B._____ der Einzelrichter am Regionalgericht Landquart mit Entscheid vom 15. August 2022 eine letztwillige Verfügung eröffnet hat,

– dass gegen diesen Entscheid A._____ mit Eingabe vom 19. August 2022 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden eingereicht hat,

– dass nach Art. 314 Abs. 1 ZPO gegen einen im summarischen Verfahren) ergangenen Entscheid wie der vorliegende (vgl. Art. 248 lit. e ZPO) die Frist zur Einreichung der Berufung zehn Tage beträgt,

– dass das Regionalgericht in der Rechtsmittelbelehrung ihres Entscheids vom

15. August 2022 auf diese zehntägige Frist hingewiesen hat (act. B.1, Dispositiv-Ziff. 4a),

– dass der Entscheid des Regionalgerichts A._____ am 19. August 2022 zuging (act. A.1, S. 1),

– dass die zehntägige Berufungsfrist somit am 29. August 2022 endete,

– dass nach Art. 143 Abs. 1 ZPO Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden müssen,

– dass die Übergabe der Eingabe an eine ausländische Post nicht fristwahrend wirkt, diesfalls vielmehr der Zeitpunkt massgeblich ist, in dem die Eingabe vom Gericht oder zwecks Weiterbeförderung von der Schweizerischen Post in Empfang genommen wird (BGer 4A_399/2014 v. 11.2.2015 E. 2.2; Urs H.

Hoffmann-Nowotny/Katrin Brunner, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl., Basel 2021, N 7 zu Art. 143 ZPO),

– dass A._____ die Sendung am 29. August 2022 der Deutschen Post übergab, welche die Sendung am 31. August 2022 der Schweizerischen Post weiterleitete, welche ihrerseits die Sendung am 1. September 2022 dem Kantonsgericht zustellte,

– dass die Berufungsfrist somit nicht eingehalten wurde, was zur Folge hat, dass auf die Berufung nicht eingetreten werden kann,

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– dass dieses Ergebnis offensichtlich ist, weshalb der vorliegende Nichteintretensentscheid in die einzelrichterliche Kompetenz des Vorsitzenden fällt (Art. 18 Abs. 3 GOG),

– dass bei diesem Ergebnis die Gerichtskosten von CHF 100.00 (Art. 9 i.V.m.

Art. 13 VGZ) A._____ aufzuerlegen sind,

3/4 wird erkannt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von CHF 100.00 gehen zulasten von A._____.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

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