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ZK1 2014 118 • KG GR ZK1 2014 118 KI-generiert

Divorce Legal Aid Denial Upheld on Appeal Withdrawal

Geschäftsnummer ZK1 2014 118
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Graubünden (CH-GR)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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An applicant sought free legal aid in divorce proceedings after a prior denial, claiming no improvement in their financial situation; however, the lower court dismissed the application because the applicant failed to provide mandated information regarding their son's employment or education, thus violating the duty to cooperate, despite the applicant later arguing they incorrectly believed the inquiry was unnecessary after receiving a tax authority response and that the court should have warned of the potential rejection. Ultimately, the appellate court dismissed the appeal as withdrawn by the applicant, consequently imposing reduced court costs on the applicant.

Legislator-Regeste

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Art. 119 Abs. 2 ZPO, Art. 9 Abs. 2 GOG, Art. 11 Abs. 2 KGV, Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 12 VGZ, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG; Divorce Legal Aid Denial Upheld on Appeal Withdrawal: Ultimately, the appellate court dismissed the appeal as withdrawn by the applicant, consequently imposing reduced court costs on the applicant.

Schlagwörter

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Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege Scheidungsverfahren Beschäftigungsbeihilfen Rechtshilfe in Zivilsachen Rücknahme der Nichtigerklärung Beistandspflicht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 105 Abs. 1 ZPO

Cited in conjunction with other provisions for setting the reduced court costs.

Art. 106 Abs. 1 ZPO

Cited in conjunction with other provisions for setting the reduced court costs.

Art. 9 Abs. 2 GOG

Applied to allow the court to dispose of the appeal proceedings as settled by withdrawal.

Art. 11 Abs. 2 KGV

Cited as the basis for the single judge to dispose of the proceedings.

Art. 12 VGZ

Cited in conjunction with procedural rules for the amount of court costs.

Art. 72 BGG

Cited to indicate the possibility of appeal to the Federal Supreme Court.

Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG

Cited to indicate the conditions for appeal to the Federal Supreme Court regarding the value in dispute.

Art. 113 ff. BGG

Cited to indicate the possibility of filing a subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court.

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Volltext

Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 29. Oktober 2014 Schriftlich mitgeteilt am: ZK1 14 118 30. Oktober 2014

Verfügung

I. Zivilkammer

Vorsitz Schnyder Aktuar Hitz

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 26. September 2014, mitgeteilt am 26. September 2014, in Sachen der Beschwerdeführerin, betreffend unentgeltliche Rechtspflege, wird aufgrund der Feststellungen und Erwägungen,

– dass X._____ am 8. September 2014 im Verfahren betreffend Scheidungsklage ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bei der Vorinstanz rechtshängig machen liess,

– dass X._____ in ihrem Gesuch ausführen liess, die finanzielle Situation habe sich seit dem letzten Entscheid vom 28. Februar 2014 im Verfahren betreffend Eheschutz nicht zu ihren Gunsten verändert,

– dass der Rechtsvertreter von X._____ am 10. September 2014 gerichtlich aufgefordert wurde, bis zum 22. September 2014 darüber Auskunft zu geben, welcher Arbeit oder Ausbildung der Sohn A._____ nachgehe und die dazu entsprechenden Urkunden einzureichen,

– dass X._____ dazu innert Frist sich nicht vernehmen liess,

– dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur mit gleichentags mitgeteiltem

Entscheid vom 26. September 2014 ausführte, dass sich die gesuchstellende X._____ innert Frist nicht habe vernehmen lassen, womit sie gegen die Obliegenheit der Mitwirkung nach Art. 119 Abs. 2 ZPO (SR 272) verstossen habe,

– dass die Bedürftigkeit nicht genügend geprüft werden könne und demnach verneinet werde,

– dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege somit abzuweisen sei,

– dass X._____ gegen diesen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 26. September 2014 am 6. Oktober 2014 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden mit der Begründung erheben liess, dass sie, nachdem die Stellungnahme der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden beim Bezirksgericht eingegangen und ihr zur Kenntnisnahme zugestellt worden sei, sie davon ausgegangen sei, die Anfrage im Zusammenhang mit ihrem Sohn A._____ habe sich erübrigt,

– dass aus diesem Grund das Schreiben vom 10. September 2014 unbeantwortet geblieben sei,

– dass die Vorinstanz X._____ zumindest darauf hätte aufmerksam machen müssen, dass, wenn sie die Angaben über ihren Sohn verweigere, das Gesuch allenfalls abgelehnt werde,

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– dass es nicht angehe, das Gesuch einfach abzuweisen, obwohl die Bedürftigkeit klar erstellt sei,

– dass der angefochtene Entscheid aufzuheben und das Gesuch gutzuheissen sei,

– dass das Bezirksgericht Plessur mit Eingabe vom 15. Oktober 2014 auf eine Vernehmlassung verzichtete,

– dass der Rechtsvertreter von X._____ die Beschwerde betreffend unentgeltliche Rechtspflege mit Eingabe vom 27. Oktober 2014 zurückzog,

– dass das Beschwerdeverfahren als durch Rückzug erledigt abgeschrieben werden kann,

– dass das Verfahren in Anwendung von Art. 9 Abs. 2 GOG (BR 173.000) und Art. 11 Abs. 2 KGV (BR 173.100) einzelrichterlich erledigt werden kann,

– dass infolge Rückzugs der Beschwerde und Erledigung im Verfahren gemäss Art. 9 Abs. 2 GOG die reduzierten Gerichtskosten gestützt auf Art. 105 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 12 VGZ (BR 320.210) auf Fr. 300.00 festgesetzt und X._____ auferlegt werden,

Seite 3 — 4 erkannt:

1. Das Beschwerdeverfahren wird als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 gehen zu Lasten von X._____.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.– betreffende Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

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