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ZK1 2011 2 • KG GR ZK1 2011 2 KI-generiert

Appeal Jurisdiction in Inheritance Dispute Under Conflicting Procedural Codes

Geschäftsnummer ZK1 2011 2
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Graubünden (CH-GR)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The appellant challenged a lower court's order that refused to conduct an on-site inspection in an inheritance division lawsuit, which was initiated under the old cantonal civil procedure code, even though the new federal code was in effect for the appeal. The court determined that procedural orders in cases governed by the old law must be challenged using the appeal mechanism provided by the old cantonal code, not the new federal code, meaning the Cantonal Court lacked subject-matter jurisdiction over the appeal against the procedural ruling, leading to the dismissal of the appeal, with costs assessed against the appellant.

Legislator-Regeste

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Art. 404 Abs. 1 ZPO, Art. 319 lit. b ZPO, Art. 405 ZPO, Art. 404 ZPO, Art. 237 ZPO, Art. 18 Abs. 3 GOG; Appeal Jurisdiction in Inheritance Dispute Under Conflicting Procedural Codes: The court determined that procedural orders in cases governed by the old law must be challenged using the appeal mechanism provided by the old cantonal code, not the new federal code, meaning the Cantonal Court lacked subject-matter jurisdiction over the appeal against the procedural ruling, leading to the dismissal of the appeal, with costs assessed against the appellant.

Schlagwörter

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Erbteilung Kompetenzkonflikt Verfahrenskosten Zivilrechtsstreitigkeit Beschwerdelegitimation Abtretung von Rechtsansprüchen der Masse

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 404 Abs. 1 ZPO
– dass dieses Verfahren somit auch nach Inkrafttreten der neuen Zivilprozessordnung/CH nach der grundsätzlich per Ende 2010 ausser Kraft getretenen Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden abläuft (Art. 404 Abs. 1 ZPO/CH),
Art. 319 lit. b ZPO
Januar 2011 Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b ZPO/CH einreichen liess mit dem Begehren, die entsprechende Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten sei aufzuheben und es sei die Durchführung eines Augenscheins anzuordnen,
Art. 405 ZPO
– dass gemäss Art. 405 ZPO/CH für die Rechtsmittel das Recht gilt, das bei der Eröffnung des Entscheides in Kraft ist,
Art. 404 ZPO
405 ZPO; Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, in Sutter-Somm/Hasenbühler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2010, N 10 zu Art. 404 ZPO;
Art. 237 ZPO
– dass gemäss Art. 237 ZPO/GR gegen prozessleitende Verfügungen lediglich die Beschwerde an die betreffende Kammer des urteilenden Gerichts bzw.
Art. 18 Abs. 3 GOG
The basis for issuing the decision in the competence of a single judge.
Art. 237 ZPO/GR
The lack of material jurisdiction for the Cantonal Court to hear the appeal, based on the applicable appeal route against procedural orders under the old cantonal law.
Art. 66 al. 1 LTF
Used to impose the costs of the appeal proceedings on the appellant (implicit reference through the cost order in point 2, although the specific article for cantonal costs might be elsewhere, Art. 66 LTF is the standard framework mentioned for appellate costs when applicable, and costs are explicitly ordered in the dispositive).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 237 ZPO/GR

The lack of material jurisdiction for the Cantonal Court to hear the appeal, based on the applicable appeal route against procedural orders under the old cantonal law.

Art. 18 Abs. 3 GOG

The basis for issuing the decision in the competence of a single judge.

Art. 66 al. 1 LTF

Used to impose the costs of the appeal proceedings on the appellant (implicit reference through the cost order in point 2, although the specific article for cantonal costs might be elsewhere, Art. 66 LTF is the standard framework mentioned for appellate costs when applicable, and costs are explicitly ordered in the dispositive).

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Volltext

Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni ___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 15. Februar 2011 Schriftlich mitgeteilt am: ZK1 11 2

Verfügung

I. Zivilkammer

Präsident Brunner

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X., Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs A. Nater, Via Maistra 5, 7500 St. Moritz, gegen die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Maloja vom 13. Januar 2011, mitgeteilt am gleichen Tag, in Sachen der Beschwerdeführerin gegen Y., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger, Via dal Bagn 3, 7500 St. Moritz, gegen die Beschwerdeführerin,

betreffend Durchführung eines Augenscheins, wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 24. Januar 2011, in die von der Vorinstanz zugestellten Verfahrensakten, in das Schreiben des Beschwerdegegners vom 7. Februar 2011 sowie nach Feststellung und in Erwägung,

– dass X. am 27. Juli 2010 aufgrund des am 13. Juli 2010 ausgestellten Leitscheins des Kreisamtes Oberengadin dem Bezirksgericht Maloja die Prozesseingabe in der gegen Y. gerichteten Erbteilungsklage einreichte,

– dass dieses Verfahren somit auch nach Inkrafttreten der neuen Zivilprozessordnung/CH nach der grundsätzlich per Ende 2010 ausser Kraft getretenen Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden abläuft (Art. 404 Abs. 1 ZPO/CH),

– dass der Bezirksgerichtspräsident Maloja in diesem Verfahren am 13. Januar 2011 die Beweisverfügung erliess und darin unter anderem die Durchführung eines Augenscheins ablehnte,

– dass X. dagegen am 24. Januar 2011 Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b ZPO/CH einreichen liess mit dem Begehren, die entsprechende Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten sei aufzuheben und es sei die Durchführung eines Augenscheins anzuordnen,

– dass sowohl die Gegenpartei als die Vorinstanz auf die Einreichung einer Vernehmlassung verzichteten,

– dass gemäss Art. 405 ZPO/CH für die Rechtsmittel das Recht gilt, das bei der Eröffnung des Entscheides in Kraft ist,

– dass die Eröffnung der angefochtenen Beweisverfügung zwar erst im Jahre 2011 erfolgte,

– dass unter dem Begriff „Entscheid“ in der genannten Gesetzesbestimmung indessen lediglich Endentscheide gemeint sind,

– dass Beweisverfügungen prozessleitende Verfügungen sind, die eng mit einem bestimmten Verfahrensrecht verbunden sind,

– dass für die Anfechtung von prozessleitenden Verfügungen in einem altrechtlichen Verfahren somit nur das entsprechende Rechtsmittel gemäss ZPO/GR in Frage kommt (vgl. dazu Andreas Frei/Daniel Willisegger, in

Seite 2 — 4 Spühler/Tenchio/Infanger, Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2010, N

12 zu Art. 404 und N 7/8 zu Art. 405 ZPO; Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, in Sutter-Somm/Hasenbühler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2010, N 10 zu Art. 404 ZPO;

Verfügung Kantonsgericht von Graubünden, I. Zivilkammer, vom 26. Januar 2011, ZK1 11 1),

– dass gemäss Art. 237 ZPO/GR gegen prozessleitende Verfügungen lediglich die Beschwerde an die betreffende Kammer des urteilenden Gerichts bzw. an den Bezirksgerichtsausschuss gegeben ist,

– dass die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts damit fehlt, so dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,

– dass bei diesem Ausgang die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdeführerin gehen,

– dass dem Beschwerdegegner keine aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen ist, da er auf eine Stellungnahme verzichtet hat,

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

Seite 3 — 4 verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- zuzüglich Schreibgebühr Fr. 84.-- gehen zu Lasten der Beschwerdeführerin.

3. Gegen vorliegende Entscheidung ist ein Rechtsmittel an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, gegeben.

Voraussetzungen und Verfahren sowie die Modalitäten der Einreichung des Rechtsmittels richten sich nach dem Bundesgesetz (BGG, SR 173.110).

4. Mitteilung an:

Seite 4 — 4