Foreign Entity Real Estate Acquisition Permit Dispute Cost Allocation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertFollowing a federal supreme court ruling that determined the acquisition of planned condominium units in a municipality by a foreign entity for personnel housing was subject to permit requirements under the Federal Act on the Acquisition of Real Estate by Persons Abroad, the cantonal administrative court was tasked with reallocating the costs and compensation for its prior proceedings, as mandated by the federal court. The administrative court reasoned that since the federal office (the appealing party) had prevailed before the federal supreme court, the cantonal court costs of CHF 2,295.00 from the previous proceedings must now be split equally between the company involved and the cantonal land registry and commercial register authority, and no party compensation would be awarded in the prior cantonal proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 107 Rz, Art. 68 Abs. 5 BGG, Art. 67 Rz, Art. 68 Rz, Art. 78 Abs. 2 VRG, Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG; Foreign Entity Real Estate Acquisition Permit Dispute Cost Allocation: The administrative court reasoned that since the federal office (the appealing party) had prevailed before the federal supreme court, the cantonal court costs of CHF 2,295.00 from the previous proceedings must now be split equally between the company involved and the cantonal land registry and commercial register authority, and no party compensation would be awarded in the prior cantonal proceedings.
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KI-generiertCited as the basis for apportioning the court costs of the cantonal administrative court proceedings (in light of the Federal Supreme Court's ruling).
Cited as the basis for denying any party compensation (Parteientschädigung) in the cantonal administrative court proceedings.
Volltext
VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI
U 21 32
1. Kammer
Vorsitz Audétat RichterIn Racioppi und von Salis Aktuar ad hoc Brunner
URTEIL
vom 29. April 2021
in der verwaltungsrechtlichen Streitsache
Bundesamt für Justiz BJ, Beschwerdeführer
gegen
Grundbuchinspektorat und Handelsregister Graubünden,
Beschwerdegegner
und
A._____ AG, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andri Mengiardi,
Beschwerdegegnerin
betreffend Bewilligungspflicht
I. Sachverhalt:
Mit Urteil 2C_589/2020 vom 22. März 2021 hiess das Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des Bundesamtes für Justiz gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 18 58 vom 3. Juni 2020 in Sachen Grundstückserwerb durch Personen im Ausland gut und hob das betreffende Verwaltungsgerichtsurteil auf (vgl. Dispositivziffer 1). In Dispositivziffer 2 stellte das Bundesgericht fest, dass der Erwerb der auf dem Stammgrundstück Nr. B._____ in der Gemeinde C._____ geplanten Stockwerkeinheiten, welche als Personalwohnungen genutzt werden sollen, durch eine Person im Ausland der Bewilligungspflicht gemäss dem Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG; SR 211.412.41) untersteht.
Für das bundesgerichtliche Verfahren hatte die A._____ AG den Beschwerdeführer mit CHF 3'000.00 zu entschädigen (vgl. Dispositivziffer 3).
Zudem wies das Bundesgericht die Angelegenheit zur Neuverlegung der Kosten und Entschädigung des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zurück (vgl. Dispositivziffer 4).
II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber kassatorisch, also den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]) (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1640; DORMANN, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsge-
setz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 Rz. 12 ff. m.w.H.). Dabei kann das Bundesgericht nach Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG auch die Kosten und/oder die Entschädigungen des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen.
Es weist die Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit diese über die Kostenverteilung entscheidet oder entscheidet selbst (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: Niggli/Ueber-sax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68 Rz. 24 f.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben, insbesondere die entscheidwesentlichen
Erwägungen, des Bundesgerichts für die Vorinstanz verbindlich (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 und 135 III 334 E.2.1).
2. Somit sind laut der verbindlichen Anordnung des Bundesgerichts entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten und die aussergerichtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren U 18 58 vom Verwaltungsgericht in Anwendung von Art. 73 und Art. 78 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) neu zu verlegen.
3. Im Urteil U 18 58 hat das Verwaltungsgericht die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 2'295.00 (Staatsgebühr: CHF 2'000.00 sowie Kanzleiauslagen: CHF 295.00) dem Bundesamt für Justiz zur Bezahlung auferlegt.
Weiter wurde das Bundesamt für Justiz verpflichtet, die A._____ AG aussergerichtlich mit CHF 3'296.00 zu entschädigen.
4. Da der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde vor Bundesgericht durchgedrungen ist, ist er im Verfahren U 18 58 vor dem Verwaltungsgericht so zu stellen, als hätte er obsiegt. Deshalb gehen die Gerichtskosten neu in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG im Umfang von CHF 2'295.00 je hälftig zu Lasten der A._____ AG und des Kantons
Graubünden (Grundbuchinspektorat und Handelsregister). Eine Parteientschädigung wird nicht gesprochen (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).
III. Demnach erkennt das Gericht:
1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden von total CHF 2'295.00 gehen je hälftig zu Lasten der A._____ AG und des Kantons Graubünden (Grundbuchinspektorat und Handelsregister). Die jeweiligen Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.
2. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.
3. [Rechtsmittelbelehrung]
4. [Mitteilungen]