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U 2020 94 • VG GR U 2020 94 KI-generiert

Federal Office of Justice v. Canton of Grisons (Administrative Cost Reallocation)

Geschäftsnummer U 2020 94
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Graubünden (CH-GR)
Entscheiddatum
Kostenauflage geteilt

Legislator-Zusammenfassung

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Following a successful appeal by the Federal Office of Justice to the Federal Supreme Court regarding a prior cantonal administrative court ruling on foreign real estate acquisition, the administrative court was mandated to reallocate costs for its own proceedings consistent with the Supreme Court's decision, which had favored the Federal Office of Justice. Consequently, the court determined that the original costs, previously fully borne by the Federal Office of Justice, must now be split equally between the opposing party and the Canton of Grisons (the Land Registry and Commercial Register office), while no party compensation would be awarded, as required by the binding instructions from the higher court.

Legislator-Regeste

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Art. 107 Rz, Art. 68 Abs. 5 BGG, Art. 67 Rz, Art. 68 Rz, Art. 78 Abs. 2 VRG, Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG; Federal Office of Justice v. Canton of Grisons (Administrative Cost Reallocation): Consequently, the court determined that the original costs, previously fully borne by the Federal Office of Justice, must now be split equally between the opposing party and the Canton of Grisons (the Land Registry and Commercial Register office), while no party compensation would be awarded, as required by the binding instructions from the higher court.

Schlagwörter

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Verwaltungskosten Neuzuteilung ausländischer Entscheid Immobilienvermögen E-Justice Rechtspflege

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG

Used to split the court costs for the administrative court proceedings equally between the parties.

Art. 78 Abs. 2 VRG

Used as the basis for the order not to grant a party compensation (Parteientschädigung).

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Volltext

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 20 94

1. Kammer

Vorsitz Audétat Richter Racioppi, von Salis Aktuar ad hoc Fässler

URTEIL vom 29. September 2020

in der Streitsache

Bundesamt für Justiz BJ, Beschwerdeführer gegen

Grundbuchinspektorat und Handelsregister Graubünden, Beschwerdegegner und

A._____, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Riet A. Ganzoni, Beschwerdegegnerin

betreffend Grundstückerwerb durch Personen im Ausland (Kostenentscheid)

Mit Urteil 2C_947/2018 vom 10. August 2020 hiess das Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des Bundesamtes für Justiz gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 18 1 vom 28. August 2018 in Sachen Grundstückserwerb durch Personen im Ausland gut und hob das betreffende Verwaltungsgerichtsurteil auf. Das Bundesgericht wies das Grundbuchinspektorat und das Handelsregister des Kantons Graubünden in Dispositivziffer 1 an, die Bewilligung zum Erwerb des Grundstücks Nr. _____ in der Gemeinde X._____ im Sinne der Erwägungen zu verweigern. Für das bundesgerichtliche Verfahren hatte der Kanton Graubünden den Beschwerdeführer mit Fr. 3'000.-- zu entschädigen (vgl. Dispositivziffer 2). Es wies die Angelegenheit zur Neuregelung des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zurück (vgl. Dispositivziffer 3).

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber kassatorisch, also den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]); vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1640; m.w.H. DORMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/ WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 Rz. 12 ff.). Dabei kann das Bundesgericht nach Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG auch die Kosten und/oder die Entschädigungen des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen.

Es weist die Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit

diese über die Kostenverteilung entscheidet oder entscheidet selbst (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: NIGGLI/UEBERSAX/WI- PRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68 Rz. 24 f.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben, insbesondere die entscheidwesentlichen

Erwägungen, des Bundesgerichts für die Vorinstanz verbindlich (KÖLZ/HÄ- NER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCH-

TIGER/KNEUBÜHLER, a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214

E.5.3.3 m.H.a. 135 III 334 E.2.1).

2. Somit sind laut der verbindlichen Anordnung des Bundesgerichts entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten und die aussergerichtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren U 18 1 von dem Verwaltungsgericht in Anwendung von Art. 73 und Art. 78 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) neu zu verlegen.

3. Im Urteil U 18 1 hat das Verwaltungsgericht die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 2'485.-- (Staatsgebühr: Fr. 2'000.-- sowie Kanzleiauslagen:

Fr. 485.--) dem Bundesamt für Justiz zur Bezahlung auferlegt. Weiter wurde das Bundesamt für Justiz verpflichtet, A._____ aussergerichtlich mit Fr. 3'392.55 zu entschädigen.

4. Da der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde vor Bundesgericht durchgedrungen ist, ist er im Verfahren U 18 1 vor dem Verwaltungsgericht so zu stellen, als hätte er obsiegt. Deshalb gehen die Gerichtskosten neu in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG im Umfang von Fr. 2'485.-- je hälftig zu Lasten von A._____ und des Kantons Graubünden (Grundbuchinspektorat und Handelsregister). Eine Parteientschädigung wird nicht gesprochen (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens vor Verwaltungsgericht von total Fr. 2'485.-- gehen je hälftig zu Lasten von A._____ und des Kantons Graubünden (Grundbuchinspektorat und Handelsregister). Die jeweiligen Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

2. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]