Payment of Fine Precludes Review of Traffic Violation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual was fined for entering a one-way street against traffic after exiting a hotel garage and subsequently paid the fine before filing a submission challenging the ticket, arguing it was unjustified due to missing signage. The court determined that since the fine was paid, it became legally final under the relevant statute, precluding the ordinary remedy sought, which was incorrectly labeled an appeal; therefore, the court dismissed the complaint for lack of jurisdiction to review a finalized penalty and imposed a minimal court fee.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 398 Abs. 1 StPO, Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO, Art. 11 Abs. 2 OBG, Art. 2 OBG, Art. 410 StPO, Art. 18 Abs. 3 GOG; Payment of Fine Precludes Review of Traffic Violation: The court determined that since the fine was paid, it became legally final under the relevant statute, precluding the ordinary remedy sought, which was incorrectly labeled an appeal; therefore, the court dismissed the complaint for lack of jurisdiction to review a finalized penalty and imposed a minimal court fee.
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KI-generiertThe court ruled that the fine became legally final upon payment, which excluded the possibility of appealing.
Cited as the general basis for filing a complaint with the Cantonal Court against police orders.
Cited to exclude the classification of the filing as an appeal, as an appeal is only admissible against judgments of first-instance courts.
Cited for the judge's decision in simplified procedure (single judge competence) regarding the inadmissibility of the complaint.
Cited to justify the discretionary reduction of the court fee when the matter is disposed of under Art. 18 para. 3 GOG.
Cited as the legal basis and procedural framework for filing a criminal law appeal with the Federal Supreme Court against this decision.
Cited regarding the required manner for submitting an appeal to the Federal Supreme Court.
Cited regarding the general requirements for an appeal to the Federal Supreme Court.
Cited regarding the procedure for an appeal to the Federal Supreme Court.
This order assigns the costs of the proceedings to the appellant X.
Volltext
Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni __________________________________________________________________________________________________
Ref.: Chur, 28. Februar 2013 Schriftlich mitgeteilt am: SK2 12 52 5. März 2013
Verfügung
II. Strafkammer
Vorsitz Pritzi Aktuarin ad hoc Sonder
In der strafrechtlichen Beschwerde
des X., Beschwerdeführer,
gegen
die Ordnungsbusse der Kantonspolizei Graubünden vom 12. Oktober 2012, in Sachen des Beschwerdeführers,
betreffend Verkehrsregelverletzung, hat der Vorsitzende der II. Strafkammer nach Kenntnisnahme der Beschwerde vom 19. Oktober 2012 (Datum Poststempel), sowie aufgrund der Feststellungen und Erwägungen,
– dass X. am 12. Oktober 2012 um 10.40 Uhr mit seinem Motorfahrzeug aus der Garage des _ Hotel A. fuhr und anschliessend gegen die Fahrtrichtung in eine Einbahnstrasse einbog,
– dass die Kantonspolizei Graubünden ihn dafür mit einer Ordnungsbusse von EUR 80.-- wegen Übertretung von Strassenverkehrsvorschriften gemäss Art. 1 Ordnungsbussenverordnung (OBV; SR 741.031) i.V.m. Ziff. 304.2 des Anhangs 1 zur OBV belegte,
– dass X. die Busse an Ort und Stelle sogleich bezahlte,
– dass X. am 19. Oktober (Datum Poststempel) eine Eingabe ans Kantonsgericht von Graubünden mit dem Betreff „Berufung“ einreichte und sinngemäss die Rückforderung der bezahlten EUR 80.-- forderte, da die Busse aufgrund der nicht vorhandenen Verkehrsschilder, welche auf eine Einbahnstrasse schliessen würden, ungerechtfertigt sei,
– dass auf einen weiteren Schriftenwechsel verzichtet wurde,
– dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens die Frage bildet, ob die II.
Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden überhaupt zuständig für die Beurteilung der Eingabe ist bzw. welchem Rechtsmittel die Eingabe von X.
zugeordnet werden kann,
– dass X. seine Eingabe als Berufung bezeichnet, was offensichtlich nicht in Betracht kommt, da nach Art. 398 Abs. 1 StPO die Berufung nur gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte zulässig ist und dies hier augenscheinlich nicht gegeben ist,
– dass gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Polizei gemäss Art.
393 Abs. 1 lit. a StPO grundsätzlich Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden kann (Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; BR 350.100])
– dass die II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden gemäss Art.
10 Abs. 2 der Kantonsgerichtsverordnung (KGV; BR 173.100) zur Behandlung von strafrechtlichen Beschwerden zuständig ist,
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– dass gemäss Art. 8 des Ordnungsbussengesetzes (OBG; SR 741.03) mit der Bezahlung die Busse rechtskräftig wird, unter Vorbehalt von Art. 11 Abs. 2 OBG,
– dass vorliegend weder Umstände erkennbar sind noch vom Beschwerdeführer vorgebracht werden, welche auf eine Missachtung von Art. 2 OBG hindeuten würde,
– dass die appellatorisch geltend gemachten Umstände der Ausfällung der Ordnungsbusse nicht zu hören sind und insbesondere auch keine Verletzung der genannten Bestimmung darstellen,
– dass somit die Ordnungsbusse rechtskräftig ist, was die Ergreifung eines ordentlichen Rechtsmittels ausschliesst und folglich auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
– dass im Übrigen offen gelassen werden kann, ob gegen rechtskräftig gewordene Bussen die Revision möglich ist (vgl. BGE 106 IV 206; Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, N 1587), da X. keinerlei Revisionsgründe im Sinne von Art. 410 StPO geltend macht und offensichtlich auch keine vorliegen,
– dass die vorliegende Beschwerde demnach offensichtlich unbegründet ist und infolgedessen der Vorsitzende der II. Strafkammer in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz entscheidet,
– dass gemäss Art. 8 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.201) für Entscheide im Beschwerdeverfahren eine Gerichtsgebühr von Fr. 1‘000.-- bis Fr. 5‘000.-- erhoben werden, indes bei Erledigung des Rechtsmittels im Verfahren nach Art. 18 Abs. 3 GOG die Gerichtsgebühr gestützt auf Art. 10 VGS nach Ermessen des Gerichts herabgesetzt werden kann,
– dass angesichts des Umstands, dass dem Gericht kein grosser Aufwand entstanden ist, eine Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- als angemessen erscheint,
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1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Kosten des Verfahrens von Fr. 200.-- gehen zu Lasten von X..
3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG;
SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.
4. Mitteilung an:
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