Cost Apportionment After Federal Supreme Court Remand
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertFollowing a successful appeal to the Federal Supreme Court that annulled a prior building permit and remanded the matter for a new decision on costs and compensation, this administrative court was tasked with reapportioning the costs of the preceding cantonal court proceedings. The court determined that the total court costs of CHF 4'844.00 from the prior administrative proceeding should be shared equally between the municipality and the housing cooperative, and further ordered both parties, jointly and severally, to compensate the successful appellants for their necessary non-judicial legal expenses of CHF 10'455.25, also split equally, based on the outcome dictated by the Federal Supreme Court's judgment which established the appellants' success in the prior stage.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 107 Rz, Art. 67 Rz, Art. 68 Rz, Art. 78 Abs. 1 VRG, Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG, Art. 68 Abs. 5 BGG; Cost Apportionment After Federal Supreme Court Remand: The court determined that the total court costs of CHF 4'844.00 from the prior administrative proceeding should be shared equally between the municipality and the housing cooperative, and further ordered both parties, jointly and severally, to compensate the successful appellants for their necessary non-judicial legal expenses of CHF 10'455.25, also split equally, based on the outcome dictated by the Federal Supreme Court's judgment which established the appellants' success in the prior stage.
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KI-generiertUsed to allocate the administrative court proceedings costs (R 22 33) equally between the parties due to the outcome of the Federal Supreme Court case.
Used to rule that the opposing parties must compensate the successful appellants for necessary extrajudicial costs in the administrative court proceedings (R 22 33).
This provision, mentioned in the reasoning section concerning the Federal Supreme Court's power regarding costs, is implicitly related to the final cost allocation, but since it is not explicitly cited in the operative part (Dispositiv), it must be excluded based on the strict rule (Note: In this specific case, no other procedural or ground-based provisions from the dispositive were found, and the cost provisions from the VRG were sufficient).
Volltext
VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI
R 24 105
5. Kammer
Vorsitz Brun RichterIn Audétat und Zanolari Hasse Aktuarin Maurer
URTEIL vom 19. Dezember 2024
in der verwaltungsrechtlichen Streitsache
1. A._____ und B._____, C._____ und D._____,
2. E._____ und F._____,
3. G._____ und H._____,
4. I._____ und J._____, alle vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer, Beschwerdeführer
gegen
Gemeinde O._____, Beschwerdegegnerin 1
und Wohnbaugenossenschaft Q._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg, Beschwerdegegnerin 2
betreffend Baueinsprache (Kostenentscheid)
I. Sachverhalt:
Mit Urteil 1C_417/2023 vom 9. Oktober 2024 hiess das Bundesgericht die am 28. August 2023 erhobene Beschwerde von A._____ und B._____, C._____ und D._____, E._____ und F._____, G._____ und H._____ sowie I._____ und J._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 27. Juni 2023 (R 22 33) gut und hob dieses sowie die Baubewilligung der kommunalen Baukommission vom 7. März 2022 auf. Die Sache wurde zur Neuverlegung der Kostenund Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zurückgewiesen (Dispositivziffer 1). Die Gerichtskosten von CHF 4'000.00 wurden der Wohnbaugenossenschaft Q._____ (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin 2) auferlegt (Dispositivziffer 2). Die Beschwerdegegnerin 2 hatte zudem die Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt CHF 4'000.00 zu entschädigen (Dispositivziffer 3).
II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber kassatorisch, mithin den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; vgl.
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich et al. 2013, Rz. 1640; DORMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/-KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 Rz. 12 ff.). Dabei kann das Bundesgericht nach Art. 67 und Art. 68 Abs. 5
BGG auch die Kosten und/oder die Entschädigungen des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen. Es weist die Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit diese über die (Kosten-)Verteilung entscheidet oder entscheidet selbst (KÖLZ/HÄNER/ BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: NIGGLI/-UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/ KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz,
3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68 Rz. 24 f.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben des Bundesgerichts für die Vorinstanz verbindlich (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 m.H.a. BGE 135 III 334 E.2.1).
2. Nach Dispositivziffer 1 des Urteils 1C_417/2023 vom 9. Oktober 2024 hat das Verwaltungsgericht die Kostenund Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens (Hervorhebung durch das Gericht) neu zu verlegen. Damit können nur die Kosten im vorangegangenen verwaltungsgerichtlichen Verfahren R 22 33 und nicht, wie in Erwägung 3 festgehalten, diejenigen des Kantonsgerichts gemeint sein.
3. Die Beschwerdeführer im Verfahren R 22 33 sind betreffend Kostenund Entschädigungsfolgen so zu stellen, wie wenn sie mit ihrer Beschwerde vom 25. Mai 2022 vor Verwaltungsgericht durchgedrungen wären (vgl.
VGU R 22 116 vom 31. Januar 2023 E.3, R 22 111 vom 21. Dezember 2022 E.2).
3.1. Die Gerichtskosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens R 22 33 von CHF 4'844.00 (Staatsgebühr von CHF 4'000.00 und Kanzleiauslagen von CHF 844.00) gehen damit aufgrund des Ausgangs des bundesgerichtlichen Verfahrens 1C_417/2023 sowie der verwaltungsgerichtlichen Praxis gestützt auf Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG neu je zur Hälfte zu Lasten der Gemeinde O._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1)
und der Beschwerdegegnerin 2 (vgl. anstatt vieler: VGU R 22 116 vom
31. Januar 2023 E.4, R 22 60 vom 13. September 2022 E.2.1). Die Höhe der Gerichtskosten wurde im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren weder von den Parteien noch vom Bundesgericht beanstandet.
3.2. Darüber hinaus haben die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 die obsiegenden Beschwerdeführer für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren R 22 33 aussergerichtlich zu entschädigen (Art. 78 Abs. 1 VRG). Ausgangspunkt für den Ersatz der durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten bildet dabei die Honorarnote der Rechtsanwältin der Beschwerdeführer vom 25. Oktober 2022 in der Höhe von CHF 10'455.25 (bestehend aus: Arbeits-/Zeitaufwand 37.70 Stunden à CHF 250.00 [CHF 9'425.00], zzgl. Kleinspesenpauschale von 3 % [CHF 282.75] und Mehrwertsteuer von 7.7 % [CHF 747.50]). Gemäss Honorarvereinbarung vom 19. Mai 2022 wurde ein Stundenansatz von CHF 250.00 vereinbart. Der geltend gemachte Aufwand erscheint dem Gericht als angemessen und für die Prozessführung erforderlich. Somit haben die Beschwerdegegnerin 1 und die Beschwerdegegnerin 2 die Beschwerdeführer aussergerichtlich je zur Hälfte mit insgesamt CHF 10'455.25 zu entschädigen.
III. Demnach erkennt das Gericht:
1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens R 22 33 in der Höhe von CHF 4'844.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Gemeinde O._____ und der Wohnbaugenossenschaft Q._____.
2. Die Gemeinde O._____ und die Wohnbaugenossenschaft Q._____ haben A._____ und B._____, C._____ und D._____, E._____ und F._____, G._____ und H._____ sowie I._____ und J._____ für das Verfahren
R 22 33 aussergerichtlich je zur Hälfte mit insgesamt CHF 10'455.25 (inkl.
Spesen und MWST) zu entschädigen.
3. Für das vorliegende Verfahren R 24 105 werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen.
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