Disability Insurance Appeal: Shifted Court Costs Based on Reformed Decision
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn an appeal concerning disability insurance before the cantonal insurance court, where the decision was reformed and the appellant partially succeeded by securing the continuation of their disability pension (at least in principle, though not for the full requested amount), the court reasoned that although the distribution of procedural costs is typically governed by cantonal law, in this specific scenario where the appellant achieved a fundamental victory through a reformed decision, the court costs should be entirely shifted to the insurance institution, analogous to awarding full party compensation.
Legislator-Regeste
AmtlichVerlegung der Gerichtskosten in einem invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei einem reformatorischen Entscheid und gleichzeitigem Obsiegen der beschwerdeführenden Person dem Grundsatz [...] | Regeste: siehe PVG-Dokument\x3Cbr\x3E | Praxis Verwaltungsgericht
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for imposing costs on the losing party in appeal proceedings, which was then varied by analogy in the dispositive.
Volltext
3/7 Sozialversicherung PVG 2020
7 Verlegung der Gerichtskosten in einem invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei einem reformatorischen Entscheid und gleichzeitigem Obsiegen der beschwerdeführenden Person dem Grundsatz nach infolge Weiterausrichtung einer Invalidenrente.
– Auch wenn sich die Verteilung der Gerichtskosten mangels gegenteiliger Regelungen im Bundesrecht und in Nachachtung von Art. 61 erster Satz ATSG nach dem massgebenden kantonalen (Verfahrens)Recht und somit nach Art. 72 ff. VRG richtet, sind die Gerichtskosten in Fällen, in denen die beschwerdeführende Person – wenn auch nicht in quantitativer Hinsicht (beantragte ganze Invalidenrente) – doch immerhin mit ihrem Antrag auf eine (unbefristete) Weiterausrichtung der Invalidenrente durchgedrungen ist und somit zumindest im Grundsatz obsiegt, analog einer ungekürzten Parteientschädigung, vollständig der IV-Stelle aufzuerlegen (E.9).
Ripartizione dei costi processuali in linea di principio in una procedura d’invalidità dinanzi al Tribunale assicurativo cantonale in caso di una decisione riformatoria e contemporaneamente di vincita della ricorrente in seguito al mantenimento di una rendita d’invalidità.
– Sebbene in mancanza di disposizioni contrarie nel diritto federale e in osservanza dell’art. 61 primo periodo LPGA la ripartizione dei costi processuali si conformi al
diritto (processuale) cantonale determinante e pertanto agli artt. 72 segg. LGA, nei casi in cui la ricorrente si sia imposta con la sua richiesta di mantenimento della rendita d’invalidità (a tempo indeterminato) – seppure non completamente sotto il profilo quantitativo (richiesta è stata una rendita intera) – e perciò prevalga perlomeno in linea di principio, i costi processuali vanno accollati in toto all’Ufficio AI analogamente alla giurisprudenza circa la fissazione delle ripetibili (integrali) (consid. 9).
Erwägungen:
9. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren
– in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig.
3/7 Sozialversicherung PVG 2020
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200. bis Fr. 1‘000. festgelegt. Das Gericht legt die Kosten für das vorliegende Verfahren auf Fr. 700.– fest. Die Rückweisung zu weiteren Abklärungen gälte praxisgemäss als vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei bezüglich der Verteilung der Gerichtskosten und der Zusprache einer Parteientschädigung (vgl. BGE 141 V 281 E.11.1, 137 V 210 E.7.1 und 132 V 215 E.6.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_621/2014 vom
31. März 2015 E.3.3). Vorliegend entscheidet das streitberufene Gericht angesichts der aktenkundigen Unterlagen direkt reformatorisch (vgl. dazu Art. 56 Abs. 3 VRG i.V.m. Art. 61 erster Satz ATSG): Es bestimmt ein möglichst konkret ermitteltes Valideneinkommen selbst und verzichtet auf eine Rückweisung. Zudem ist betreffend die Parteientschädigung zu beachten, dass die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren zumindest dem Grundsatz nach obsiegt, weil sie – wenn auch nicht in quantitativer Hinsicht – mit ihrem Antrag auf eine (unbefristete) Weiterausrichtung der Invalidenrente durchgedrungen ist, wobei das ziffernmässig bestimmte Begehren bzw. die „Überklagung“ (ganze Invalidenrente) keine massgeblichen Auswirkungen auf den Prozessaufwand hatte. Somit besteht ein Anspruch auf eine ungekürzte Parteientschädigung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_288/2015 vom 7. Januar 2016 E.4.2, 9C_178/2011 vom 20. Mai 2011 E.3.3.1 m.H.a. 8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E.4.1 und 9C_580/2010 vom 16. November 2010 E.4.1). Diese Rechtsprechung des Bundesgerichts betrifft die Parteientschädigung gemäss Art. 61 lit. g ATSG. Für die Verteilung der Gerichtskosten im Betrag von Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– im Sinne von Art. 69 Abs. 1bis letzter Satz IVG besteht hingegen keine entsprechende Rechtsprechung des Bundesgerichts. Die Verteilung dieser Gerichtskosten erfolgt mangels gegenteiliger Regelungen im Bundesrecht und in Nachachtung von Art. 61 erster Satz ATSG nach dem massgebenden kantonalen (Verfahrens)Recht und somit nach Art. 72 ff. VRG (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_254/2018 vom 6. Dezember 2018 E.2.1, 8C_304/2018 vom 6. Juli 2018 E.4.2 und 8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E.4.2; VGU S 16 77 vom
18. Dezember 2018 E.11.1). Gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG hat in einem Rechtsmittelverfahren in der Regel die unterliegende Partei die Kosten zu tragen. Nach Ansicht des streitberufenen Gerichts rechtfertigt sich namentlich in der vorliegenden Konstellation, wo ein reformatorischer Entscheid gefällt wird und die Beschwerdeführerin die Weiterausrichtung einer (unbefristeten, halben) Invalidenrente erreichen konnte, eine Verlegung der Gerichtskosten ana-
3/7 Sozialversicherung PVG 2020
log zur rechtsprechungsgemässen Festsetzung der (ungekürzten) Parteientschädigung. Somit sind die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 700.– vollumfänglich der Beschwerdegegnerin zu überbinden. S 19 72 Urteil vom 9. Juni 2020
Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde in öffentlichrechtlichen Angelegenheiten wurde mit Urteil vom 14. April 2021 abgewiesen (8C_746/2020).