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PVG 2010 31 • VG GR PVG 2010 31 KI-generiert

Recoverable Out-of-Court Compensation for Non-Profit Legal Aid Hourly Rate

Geschäftsnummer PVG 2010 31
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Graubünden (CH-GR)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The administrative court addressed the recoverable out-of-court compensation for a party represented by a lawyer affiliated with an aid organization, where the organization submitted an invoice calculated at a reduced hourly rate of CHF 160 instead of the full lawyer's tariff of CHF 200. The court upheld the lower rate, reasoning that this practice aligns with established administrative court policy and federal jurisprudence, which holds that lawyers working within non-profit organizations are not entitled to the full professional tariff because their working conditions allow for structural cost savings compared to independent lawyers, and thus the hourly rate for such organizations before this court is currently set at CHF 160, staying within the federal standard range of CHF 130 to CHF 180 per hour for non-profit representation.

Legislator-Regeste

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Art. 61 lit. g ATSG; Recoverable Out-of-Court Compensation for Non-Profit Legal Aid Hourly Rate: The court upheld the lower rate, reasoning that this practice aligns with established administrative court policy and federal jurisprudence, which holds that lawyers working within non-profit organizations are not entitled to the full professional tariff because their working conditions allow for structural cost savings compared to independent lawyers, and thus the hourly rate for such organizations before this court is currently set at CHF 160, staying within the federal standard range of CHF 130 to CHF 180 per hour for non-profit representation.

Schlagwörter

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Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege gesetzliche Vertretung Verwaltungskosten voller Ersatz Soll-Arbeitszeit Parteientschädigung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 61 lit. g ATSG

This provision was cited by the court in justifying the decision regarding the out-of-court compensation awarded.

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Volltext

12 /31 Verfahren PVG 2010

31 Ausseramtliche Entschädigung. Stundenansatz für Hilfsorganisationen oder Rechtsschutzversicherungen.

– Vor dem Verwaltungsgericht beträgt der aktuelle Stundenansatz für Hilfsorganisationen oder Rechtsschutzversicherungen Fr.160.–.

Ripetibili. Indennità oraria per le organizzazioni di autoaiuto o le assicurazioni di protezione giuridica.

– Davanti al Tribunale amministrativo le organizzazioni di autoaiuto e le assicurazioni di protezione giuridica hanno

diritto attualmente ad un’indennità oraria di fr. 160.–.

Erwägungen:

Die Vorinstanz hat den durch den Invaliden-Verband, Procap Schweiz, Rechtsanwältin C., vertretenen Beschwerdeführer nach Art. 61 lit. g ATSG zudem aussergerichtlich noch zu entschädigen, wobei auf die dazu eingereichte Honorarnote vom 22.02.2010 (reduziert auf einen Aufwandstundenansatz von Fr. 160.– anstatt Fr. 200.–) abgestellt werden kann, was eine Parteientschädigung von insgesamt noch Fr. 1694.90 inklusive Mehrwertsteuer (Aufwand 8,72 Std. x Fr. 160.– = Fr. 1395.20 plus Auslagen Fr. 180.– [= Fr. 1575.20] und 7,6% MWST [auf Fr. 1575.20 = Fr. 119.70]; zusammen Fr. 1694.90) ergibt. Die gemäss Honorarnote der Procap-Anwältin ausgewiesenen Kosten ( Fr. 2070.20) werden damit der Vorinstanz nicht in vollem Umfang zur Entschädigung auferlegt. Dies entspricht der Praxis des Verwaltungsgerichts, wonach Anwälten, die innerhalb einer Hilfsorganisation tätig sind, nicht der volle Anwaltstarif entschädigt wird, weil ihre Arbeitssituation von derjenigen der selbständigen Anwälte abweicht und ihnen strukturbedingte Einsparungen möglich sind (VGU S 09 127 E. 3a, S 07 118). Auch das Bundesgericht hat festgehalten, dass von Bundesrechts wegen keine generelle entschädigungsrechtliche Gleichstellung zwischen einer gemeinnützigen Organisation und freiberuflich tätigen Anwälten verlangt sei. So habe die gemeinnützige Organisation keine Gewinnabsicht und sie müsse die Selbstkosten möglichst gering halten. Ferner müssten die Anwälte solcher Organisationen nicht das volle unternehmerische Risiko tragen. Zur Höhe der Entschädigung führte das Bundesgericht aus, dass der bundesrechtliche Entschädigungsrahmen bei einer gemeinnützigen Organisation zwischen Fr. 130.– und Fr. 180.– pro Stunde anzusetzen sei. Dies schliesse eine Ge-

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winnerzielung der Organisation weitgehend aus und sichere die Kostendeckung. In diesem Rahmen sei die Festsetzung des Honorars Sache des Kantons (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_415/2009 vom 12.08.2009, E. 5.4; Bundesgerichtsurteil 9C_688/2009 vom 19.11.2009, E. 5). S 09 152 Urteil vom 11. März 2010