Municipality's Subrogated Child Support Claim Requires Civil Action
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertWhere a municipality provided for a child's support following a protective custody measure ordered by the guardianship authority, which is an obligation primarily resting with the parents, the municipality acquires the child's support claim through legal subrogation, as stipulated by law. Because this support claim is inherently civil in nature and governed exclusively by private law, the court reasoned that the municipality cannot assert its subrogated claim against the parents through an administrative decree but must instead pursue its recovery exclusively via the ordinary civil procedure before a civil court.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 276 Abs.1 ZGB, Art. 289 Abs. 2 ZGB, Art. 166 OR, Art. 307 ff. ZGB; Municipality's Subrogated Child Support Claim Requires Civil Action: Because this support claim is inherently civil in nature and governed exclusively by private law, the court reasoned that the municipality cannot assert its subrogated claim against the parents through an administrative decree but must instead pursue its recovery exclusively via the ordinary civil procedure before a civil court.
Schlagwörter
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KI-generiertCited as the basis for the transfer of the child support claim to the public body when it provides maintenance instead of the parents.
Cited to establish that the out-of-home placement is subject to the parental duty of maintenance.
Cited to characterize the measure of out-of-home placement as a child protection measure.
Volltext
Öffentliche Sozialhilfe 8 Assistenza sociale pubblica
13 Unterhaltsanspruch des Kindes. Rückforderung von durch das Gemeinwesen geleisteten Beiträgen.
– Ist eine Gemeinde anstelle der Eltern für den Kindesunterhalt aufgekommen, kann sie den auf sie übergegangenen Unterhaltsanspruch nur auf dem Zivilweg, nicht aber mittels Verfügung geltend machen.
Diritto al mantenimento del figlio. Restituzione delle prestazioni versate dall’ente pubblico.
– Se un comune si è assunto i costi del mantenimento del figlio al posto dei genitori può far valere il proprio diritto di rivalsa unicamente tramite la via del foro civile, non però mediante decisione.
Erwägungen:
2. Bei der von der Vormundschaftsbehörde verfügten Fremdplatzierung der Tochter der Rekurrenten handelt es sich um eine Kindesschutzmassnahme im Sinne der Art. 307 ff. ZGB . Als solche ist sie nach Art. 276 Abs.1 ZGB ausdrücklich Gegenstand der elterlichen Unterhaltspflicht. Gemäss Art. 289 Abs. 2 ZGB geht der Unterhaltsanspruch mit allen Rechten und Pflichten auf das Gemeinwesen über, wenn dieses anstelle der Eltern für den Unterhalt aufkommt. Der Übergang des Unterhaltsanspruches auf das Gemeinwesen erfolgt also durch gesetzliche Subrogation im Sinne von Art. 166 OR. Das ändert aber nichts daran, dass der Unterhaltsanspruch zivilrechtlicher Natur ist und ausschliesslich vom Bundesprivatrecht geregelt wird; für kantonales öffentliches Recht bleibt insoweit kein Raum ( BGE 76 II 113; 106 II 290 ), weshalb dieser Bereich auch der Anwendbarkeit des kantonalen Unterstützungsgesetzes entzogen ist. Vielmehr tritt das Gemeinwesen, das für den Unterhalt aufkommt, in die Rechtsstellung des Kindes ein ( BGE 123 III 161). Das hat zur Folge, dass eine Gemeinde den auf sie übergegangenen Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern nicht mittels Verfügung geltend machen kann. Sie hat vielmehr den ordentlichen Zivilweg zu beschreiten und kann ihren Anspruch somit nur auf dem Wege der Klage vor dem Zivilrichter
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durchsetzen. Die Gemeinde hat nach dem Gesagten in einem Bereich verfügt, in welchem sie gar nicht zuständig ist. Die angefochtene Verfügung ist somit in Gutheissung des Rekurses aufzuheben. U 05 8 Urteil vom 14. Juni 2005