Indirect Detriment Insufficient for Criminal Appeal Standing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA party whose detriment resulting from a decision is only indirect, arising from the superimposition of additional factors such as contractual or non-contractual liability, lacks the standing to file a criminal appeal under the relevant procedural statute. The court reasoned that the statute grants standing to an aggrieved party with a protectable interest in overturning the decision, which primarily includes the direct holder of the legal interest violated or endangered by the offense forming the basis of the criminal prosecution; a purely indirect impairment does not establish the necessary status of an "aggrieved party."
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 176a StPO, Art. 139 StPO, Art. 139 Abs. 1 StPO; Indirect Detriment Insufficient for Criminal Appeal Standing: The court reasoned that the statute grants standing to an aggrieved party with a protectable interest in overturning the decision, which primarily includes the direct holder of the legal interest violated or endangered by the offense forming the basis of the criminal prosecution; a purely indirect impairment does not establish the necessary status of an "aggrieved party."
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
49 - StPO).
Legitimation zur strafrechtlichen Beschwerde (Art. 139
Der bloss mittelbar Geschädigte, dessen Beein-
trächtigung erst durch das Hinzutreten weiterer Eigen-
schaften wie der vertraglichen oder ausservertraglichen
Haftung für den Schaden eintritt, ist nicht beschwerdele-
gitimiert.
Aus den Erwägungen:
Gemäss Art. 176a StPO kann unter anderem gegen
Einstellungsver- fügungen des Kreispräsidenten bei der
Beschwerdekammer des Kantonsge- richtes Beschwerde nach Art. 138
und Art. 139 StPO geführt werden. Die letztere Bestimmung erklärt zur
Beschwerdeführung berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung geltend
machen kann. Schutzwürdig sind vor allem Inter- essen des Geschädigten,
den das Gesetz ausdrücklich als befugt erklärt, Ab- lehnungs- und
Einstellungsverfügungen anzufechten. Geschädigter im Sinne dieser
Bestimmung ist nach einhelliger Lehre und Rechtssprechung der Trä- ger
des Rechtsguts, dessen Verletzung oder Gefährdung Gegenstand der
Strafverfolgung bildet (P Brunner, Die Stellung des Geschädigten im zür-
cherischen Offizial- und subsidiären Privatstrafklageverfahren, Diss.
Zürich 1976, S. 23 ff.; PKG 1987, Nr. 48, S. 147; PKG 1978, Nr. 52, S.
149). Eine le-
diglich mittelbare Beeinträchtigung, die erst durch Hinzutreten weiterer
Ei- genschaften (beispielsweise aufgrund einer vertraglichen oder
ausservertrag- lichen Haftung) eintritt, begründet keine
Geschädigteneigenschaften im Sinne von Art. 139 Abs. 1 StPO (R.
Hauser, Kurzlehrbuch des schweizeri- schen Strafprozessrechts, Zürich
1984, S. 83; PKG 1980, Nr. 42, S. 126). In An- lehnung an die im
Verwaltungsrecht entwickelte Praxis hat die Beschwerde- kammer in dem
in PKG 1975 Nr. 60 veröffentlichten Entscheid festgehalten, durch einen
Entscheid sei berührt, wer zu dessen Gegenstand in einer be- sonders
nahen Beziehung stehe, also vor allem jener, der am Verfahren, das zum
angefochtenen Entscheid geführt habe, beteiligt gewesen sei.
BK 8/95 Entscheid vom 21. März 1995