Timeliness of Tax Objection and Partnership Representation in Debt Enforcement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn the first matter, an objection concerning a municipal tax assessment was deemed timely because the complainant submitted it to the cantonal tax commission, which was obligated to forward it to the correct municipal tax administration, thereby satisfying the statutory filing period for the municipal disposition. In the second matter, a legal transaction concluded by one partner of a simple partnership, despite the explicit objection of another partner communicated to the creditor, does not constitute a title for debt enforcement proceedings against the objecting partner, as the prior notification of the veto destroyed the creditor's good faith regarding the acting partner's authority to represent the partnership.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 3 Abs. 2 VVG, Art. 12 Abs. 2 VVG, Art. 82 SchKG, Art. 543 Abs. 2 OR, Art. 535 Abs. 3 OR, Art. 535 Abs. 2 OR; Timeliness of Tax Objection and Partnership Representation in Debt Enforcement: In the second matter, a legal transaction concluded by one partner of a simple partnership, despite the explicit objection of another partner communicated to the creditor, does not constitute a title for debt enforcement proceedings against the objecting partner, as the prior notification of the veto destroyed the creditor's good faith regarding the acting partner's authority to represent the partnership.
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KI-generiertThis provision, along with others, forms the basis for the ruling that a legal act concluded by one partner against the objection of the other does not constitute a title for granting execution against the objecting partner.
This provision is cited in the main ground for the verdict concerning the manager's authority and the effect of an objection in a simple partnership.
This provision is cited in the main ground for the verdict concerning the title for granting execution in the context of a simple partnership.
Volltext
gegen diejenige betreffend die Stadtsteuern - Einsprache erheben wollte. Die kantonale Kreissteuerkommission wäre verpflichtet gewesen, die Einsprache betreffend die städtische Veranlagungsverfügung unter Benachrichtigung des Absenders an die Steuerverwaltung der Stadt Chur weiterzuleiten ( Art. 3 Abs. 2 VVG). T. hat demnach mit seiner Eingabe an die (unzuständige) kantonale Kreissteuerkommission die dreissigtägige Einsprachefrist betreffend die städtische Veranlagungsverfügung eingehalten (Art. 2 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 2 VVG), so dass diese Verfügung noch nicht rechtskräftig ist. Das Rechtsöffnungsgesuch der Stadt Chur ist mithin in Gutheissung der Beschwerde abzuweisen. RB 48/94 Urteil vom 14. März 1995
Das von einem Gesellschafter einer einfachen Gesell-
24 - schaft entgegen dem - dem Gläubiger mitgeteilten - Widerspruch des andern Gesellschafters abgeschlossene Rechtsgeschäft stellt keinen Rechtsöffnungstitel in der Betreibung gegen den widersprechenden Gesellschafter dar (Art. 82 SchKG; Art. 535, Art. 543 Abs. 2 OR).
Aus den Erwägungen:
Art. 535 Abs. 1 und 2 OR statuieren den Grundsatz der Einzelgeschäftsführung, d.h. jeder Gesellschafter kann ohne Mitwirkung der übrigen handeln. Diese Befugnis gilt jedoch unter zwei Vorbehalten: Einmal ist für aussergewöhnliche Geschäfte die Einwilligung sämtlicher Gesellschafter notwendig (Art. 535 Abs. 3 OR); zum anderen steht jedem geschäftsführenden Gesellschafter - nach der gesetzlichen Ordnung also allen Gesellschaftern - das Recht zu, durch Widerspruch eine Handlung zu verhindern, bevor sie beendet ist (Art.
535 Abs. 2 OR). Durch ein derartiges Veto wird dem entsprechenden Geschäftsführer die Vertretungsbefugnis entzogen (von Steiger, Gesellschaftsrecht, SPR VIII/I, Basel 1976, S. 403 f.). Hat ein Dritter von einem solchen Veto Kenntnis, so wird sein guter Glaube mit Hinsicht auf die Vertretungsmacht zerstört (Siegwart, Zürcher Kommentar, Bd. V/4, Zürich 1938, Art. 535 N. 11; von Steiger, a.a.O., 436). Vorliegend hat B. dem L. am
23. November 1992 die Geschäftsführungsbefugnis (durch ein Veto im Sinne von Art. 535 Abs. 2 OR) entzogen und dies gleichentags der Bank mitgeteilt. Durch die letzterwähnte Mitteilung hat B. den guten Glauben der Bank in die Vertretungsmacht von L. zerstört. Mit anderen Worten durfte und - entscheidend - konnte L. beziehungsweise seine ihm nachfolgenden Erben ab erwähntem Datum die einfache Gesellschaft nicht mehr ohne Zustimmung von B. gegenüber der Bank vertreten. RB 11/95 Urteil vom 19. April 1995