Deadline for Security for Costs Deposit and Appealability in Financial Disputes
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn cantonal proceedings, the deadline for submitting a security for costs deposit via the postal bulk order service is only deemed met if the due date specified on the data carrier is no later than the last day of the final grace period set by the court president, and the data carrier was handed over to the Swiss Post within that period; furthermore, the appealability of a judgment in a financial dispute is determined by the remaining value in dispute at the time the challenged judgment was rendered, after deducting any claims that were dropped or acknowledged during the proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 59 ZPO, Art. 32 OG, Art. 39 ZPO, Art. 218 ZPO, Art. 19 Ziff. 1 ZPO, Art. 218 Abs. 3 ZPO; Deadline for Security for Costs Deposit and Appealability in Financial Disputes: In cantonal proceedings, the deadline for submitting a security for costs deposit via the postal bulk order service is only deemed met if the due date specified on the data carrier is no later than the last day of the final grace period set by the court president, and the data carrier was handed over to the Swiss Post within that period; furthermore, the appealability of a judgment in a financial dispute is determined by the remaining value in dispute at the time the challenged judgment was rendered, after deducting any claims that were dropped or acknowledged during the proceedings.
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KI-generiertCited as the central article defining the appealable amount (Streitwert) in civil cases, which is crucial for determining the jurisdiction for the appeal.
Volltext
14 - Fristwahrung bei der Leistung von Kostenvorschüssen (Art. 59 ZPO). Bei der Benützung des Sammelauftragsdienstes der PTT gilt im kantonalen Verfahren - ebenso wie im bundesgerichtlichen Verfahren nach der neuen Rechtsprechung zu Art. 32 OG (vgl. BGE 118 lb 220) -die Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses (nur) als eingehalten, wenn als Fälligkeitsdatum auf dem Datenträger spätestens der letzte Tag der vom Gerichtspräsidenten festgesetzten Nachfrist (Art. 39 ZPO) bestimmt und der Datenträger innerhalb dieser Frist der schweizerischen Post übergeben wurde.
ZF 15/93 Urteil vom 17. Januar 1994
1 5 - Berufung; massgebender Streitwert (Art. 218 ZPO).
Massgebend ist der im Zeitpunkt der Ausfällung des angefochtenen Urteils noch vorhandene Streitwert unter Abrechnung der im Laufe des Verfahrens fallengelassenen oder anerkannten Begehren.
Erwägungen:
a) Nach Art. 218 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 ZPO unterliegen Urteile der Bezirksgerichte in vermögensrechtlichen Streitigkeiten im Betrage von über Fr. 8000.- der Berufung an das Kantonsgericht. Massgebend ist hierbei nach allgemeiner schweizerischen Lehre - welcher auch das Kantonsgericht folgt - der im Zeitpunkt der Ausfällung der angefochtenen Entscheidung noch vorhandene Streitwert, unter Abrechnung der im Laufe des Verfahrens fallengelassenen oder anerkannten Begehren (PKG 1973 Nr. 5; BGE 96 I 697 betreffend aZPO; Guldener M., Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., S. 112 FN 27; Sträuli/Messmer, Kommentar zur Zürcherischen Zivilprozessordnung, § 18, N 3; Vogel 0., Grundriss des Zivilprozessrechts, 3. Aufl., Bern 1992, 13 N 53 f.) . Steht einer Forderungsklage eine Widerklage gegenüber, ist für die Berufungsfähigkeit des Urteils der höhere der beiden Streitwerte massgebend (Art. 218 Abs. 3 ZPO).
b) Von der ursprünglichen Klage in der Höhe von Fr. 9250.- (Fr. 4100.- + Fr. 5150.-) hat der Beklagte während des erstinstanzlichen Verfahrens ausdrücklich einen Betrag über Fr. 4800.- und einen solchen über Fr. 350.- anerkannt (vgl. Prozessantwort vom 29. August 1992, S. 7) . Demnach war im Zeitpunkt der Ausfällung der erstinstanzlichen Entscheidung noch eine Summe von Fr. 4100.- strittig. Das Bezirksgericht hat in