Appeal allowed: Insufficient medical assessment in disability insurance case leads to retrial
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court found that its jurisdiction was properly established for an appeal against a decision concerning disability insurance benefits. Both parties agreed that the original decision was based on an insufficient factual basis, specifically lacking comprehensive medical assessments, including a multidisciplinary and psychiatric evaluation in Switzerland. Consequently, the court upheld the appeal, quashed the original decision, and remanded the case to the initial administrative body for further investigations and a new decision, awarding the appellant legal costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 31 VGG, Art. 33 VGG, Art. 32 VGG, Art. 33 Bst, Art. 69 Abs. 1 Bst, Art. 49 Bst; Appeal allowed: Insufficient medical assessment in disability insurance case leads to retrial: Both parties agreed that the original decision was based on an insufficient factual basis, specifically lacking comprehensive medical assessments, including a multidisciplinary and psychiatric evaluation in Switzerland. Consequently, the court upheld the appeal, quashed the original decision, and remanded the case to the initial administrative body for further investigations and a new decision, awarding the appellant legal costs.
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KI-generiertThis provision is used to grant the appeal and remand the case to the lower instance for a new decision.
This provision is cited as a ground for appeal due to incomplete determination of the relevant factual situation.
This provision is used to waive court costs due to the outcome of the proceedings.
This provision is used to award party compensation to the appellant.
This provision is used to determine the hourly rate for attorney's fees for the party compensation.
These provisions are used in conjunction with Art. 64 VwVG to determine the total amount of party compensation.
Volltext
Bundesverwaltungsgericht
Tribu na l a d m i n i s t r a t i f fé d é r a l
Tribu na l e a m m i n i s t r a t ivo fe d e r a l e
Tribu na l a d m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III C-7859/2008/mes {T 0/2}
Urteil vom 16. April 2009
Besetzung Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richterin Franziska Schneider, Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli.
Parteien B._______, vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde, Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz.
Gegenstand Invalidenversicherung, Verfügung vom
5. November 2008.
C-7859/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 1. Dezember 2008 die Verfügung der Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA), vom 5. November 2008 betreffend Leistungen der Invalidenversicherung (IV) beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,
dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,
dass die übrigen Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel erfüllt sind, dass die Vorinstanz am 2. April 2009 ihre Vernehmlassung vorgelegt hat und beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 29. März 2009 an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass der ärztliche Dienst (Dr. V._______) in seiner Stellungnahme festhält, aus medizinischer Sicht sei eine polydisziplinäre, insbesondere auch psychiatrische Begutachtung in der Schweiz angezeigt (act. 163),
dass die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Beschwerdeschrift die mangelnde Sachverhaltsabklärung durch die Vorinstanz rügte und insbesondere darauf hinwies, es sei keine umfassende Begutachtung durchgeführt worden,
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die angefochtene Verfügung vom 5. November 2008 auf einer mangelhaft ermittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,
C-7859/2008
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG) mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen Begutachtungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer eine von der Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass die Parteientschädigung mangels Kostennote gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) aufgrund der Akten zu bestimmen ist, dass das einer Partei zu entschädigende Anwaltshonorar sich nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters bestimmt, wobei ein anwaltlicher Stundenansatz von Fr. 200.- bis Fr. 400.- geltend gemacht werden kann (Art. 10 VGKE),
dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Akten ein Anwaltsaufwand von knapp 6 Std. angemessen und notwendig erscheint, der zu einem Stundenansatz von Fr. 200.- zu entschädigen ist, dass das zu entschädigende Anwaltshonorar (einschliesslich Auslagen) daher auf Fr. 1'200.- festzusetzen ist (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 9 und Art. 10 VGKE).
C-7859/2008
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung 5. November 2008 aufgehoben und die Sache mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, die erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen Begutachtungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen.
2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3. Dem Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'200.- zugesprochen, die von der Vorinstanz zu leisten ist.
4. Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage:
Doppel Vernehmlassung vom 2. April 2009 samt Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 29. März 2009 in Kopie [act. 30])
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Stefan Mesmer Ingrid Künzli
C-7859/2008
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
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