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C-4154/2011 • BVGer C-4154/2011 KI-generiert

Hospitals Lack Standing to Challenge Stroke Treatment Allocations

Geschäftsnummer C-4154/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesverwaltungsgericht (BVGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court ruled that hospitals assigned to perform highly specialized stroke treatments do not have party status in legal proceedings challenging the allocation of such services. The court reasoned that, based on prior jurisprudence, a hospital lacks a protected interest in another hospital being removed from or having its service mandate reduced. Therefore, these assigned hospitals are not legitimately authorized to contest decisions favoring other providers, leading to the dismissal of their requests to participate as opposing parties.

Legislator-Regeste

Amtlich

Zulassung als Leistungserbringer | Entscheid vom 20. Mai 2011 zur Planung der hochspezialisierten Medizin im Bereich der hochspezialisierten Behandlung von Hirnschlägen

Schlagwörter

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Kostenverlegung fehlende Legitimation Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Spitalhaftung Leitverfahren Dienstleistung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 39 Abs. 1 Bst
April 2012 ein Spital kein schutzwürdiges Interesse daran hat, dass ein anderes Spital von der Spitalliste im Sinn von Art. 39 Abs. 1 Bst.
Art. 91 Rz
4; HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz, Handkommentar, Art. 91 Rz 4),
Art. 7 Abs. 1 VGKE
Cited alongside Art. 64 VwVG as the legal basis for the court's ability to award costs and compensation to a prevailing party.
Art. 33 Bst
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst.
Art. 53 KVG
i VGG in Verbindung mit Art. 53 KVG getroffen hat, gemäss Art.
Art. 83 Bst
53 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst.
Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG
This provision is cited to explain the legal basis for why hospitals do not have a legitimate interest in appealing decisions concerning other service providers.
Art. 91 BGG
Cited as the basis for issuing a partial decision, as the passive legitimation of the listed hospitals is being denied and their proceedings are terminated.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG

This provision is cited to explain the legal basis for why hospitals do not have a legitimate interest in appealing decisions concerning other service providers.

Art. 91 BGG

Cited as the basis for issuing a partial decision, as the passive legitimation of the listed hospitals is being denied and their proceedings are terminated.

Art. 6 VGKE

This provision is cited as the reason for not imposing procedural costs on the listed hospitals who participated in the proceedings.

Art. 64 Abs. 1 VwVG

Cited as the legal basis for the court's ability to award costs and compensation to a prevailing party.

Art. 7 Abs. 1 VGKE

Cited alongside Art. 64 VwVG as the legal basis for the court's ability to award costs and compensation to a prevailing party.

Art. 83 Bst. r BGG

Cited as the reason why appeals to the Federal Tribunal are inadmissible in matters of health insurance concerning decisions made by the Federal Administrative Court based on specific KVG provisions.

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Volltext

Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal

Abteilung III C-4154/2011

Te i l e n t s c h e i d v o m 2 1 . M a i 2 0 1 2

Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Michael Peterli, Gerichtsschreiber Tobias Merz.

Parteien Klinik A._______ AG, vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt, und lic. iur. Thomas Rieser, Rechtsanwalt, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich, Beschwerdeführerin,

gegen

Beschlussorgan der interkantonalen Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin (HSM Beschlussorgan), Speichergasse 6, Postfach 684, 3000 Bern 7, vertreten durch lic. iur. Michael Bührer, Rechtsanwalt, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen, Vorinstanz.

Gegenstand Entscheid vom 20. Mai 2011 zur Planung der hochspezialisierten Medizin im Bereich der hochspezialisierten Behandlung von Hirnschlägen.

C-4154/2011

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das Beschlussorgan der Interkantonalen Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin (HSM Beschlussorgan) am 20. Mai 2011 den Entscheid zur Planung der hochspezialisierten Medizin (HSM) im Bereich der hochspezialisierten Behandlung von Hirnschlägen (HSM- Listenentscheid) getroffen hat,

dass der Entscheid am 21. Juni 2011 im Bundesblatt publiziert worden ist (BBl 2011 4692),

dass die Beschwerdeführerin den HSM-Listenentscheid mit Beschwerde vom 21. Juli 2011 angefochten und beantragt hat, 1. es sei festzustellen, dass der Entscheid des HSM-Beschlussorgans nichtig sei, eventualiter sei der Entscheid aufzuheben, 2. subeventualiter sei der Entscheid aufzuheben und die Beschwerdeführerin auf die Liste für hochspezialisierte Medizin im Bereich von Hirnschlägen aufzunehmen, 3. subsubeventualiter sei der Entscheid aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 4. alles unter Kostenund Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz bzw. der Gerichtskasse, dass die Instruktionsrichterin die Vorinstanz mit Verfügung vom 14. September 2011 um Einreichung einer Vernehmlassung ersucht hat und den Spitälern, welchen im Planungsentscheid die komplexen Behandlungen von Hirnschlägen zugewiesen sind (im Folgenden: Listenspitäler), je ein Doppel der Beschwerdeschrift zugestellt hat, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 14. Oktober 2011 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenund Entschädigungsfolgen beantragt hat,

dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 1. November 2011 den beauftragten Spitälern die Möglichkeit eröffnet hat, eine Stellungnahme einzureichen,

dass das Inselspital Bern und das Universitätsspital Basel mit gemeinsamer Stellungnahme vom 5. Dezember 2011 beantragen liessen, der Antrag 1 der Beschwerdeführerin sei unter Kostenfolge zu deren Lasten abzuweisen, und dass der Rechtsvertreter mit Eingabe vom

22. Dezember 2011 eine Kostennote eingereicht hat, dass das Universitätsspital Zürich mit Stellungnahme vom

5. Dezember 2011 beantragt hat, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit

C-4154/2011

darauf einzutreten sei, unter Kostenund Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin,

dass der Ente Ospedaliero Cantonale, Ospedale Regionale di Lugano, in seiner Stellungnahme vom 5. Dezember 2011 darauf hingewiesen hat, das Spital in Lugano erfülle die Kriterien eines CSC, unterstelle sich jedoch dem Urteil des Gerichts, ohne eigene Anträge zu stellen, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Fachbehörde mit Eingabe vom 13. Februar 2012 Stellung genommen und die Schlussfolgerung gezogen hat, die Beschwerde sei abzuweisen, dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 5. März 2012 das Instruktionsverfahren bis zum Erlass eines Grundsatzentscheids im Verfahren C-5301/2010 betreffend die Parteistellung der Spitäler im Beschwerdeverfahren gegen Entscheide des HSM-Beschlussorgans sistiert hat, dass das Bundesverwaltungsgericht die Grundsatzfrage im Urteil C- 5301/2010 vom 2. April 2012 entschieden hat, dass die Sistierung des vorliegenden Verfahrens daher aufzuheben und dieses fortzusetzen ist,

dass gemäss Urteil C-5301/2010 vom 2. April 2012 ein Spital kein schutzwürdiges Interesse daran hat, dass ein anderes Spital von der Spitalliste im Sinn von Art. 39 Abs. 1 Bst. e des Bundesgesetzes vom

18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) gestrichen oder dessen Leistungsauftrag reduziert wird, und es deshalb nicht legitimiert ist, eine einen anderen Leistungserbringer betreffende begünstigende Verfügung anzufechten (Urteil des BVGer vom 2. April 2012 E.

4.2 und 4.3),

dass demzufolge einem Listenspital nicht allein aufgrund der Tatsache, dass ein nicht zugelassenes Spital beschwerdeweise die Nichtigkeit des Listenentscheids bzw. die Aufnahme auf die Liste beantragt, Parteirechte als Beschwerdegegnerin zustehen,

dass den Listenspitälern daher auch im vorliegenden Fall keine Parteistellung zukommt und auf ihre Anträge, soweit solche gestellt wurden, nicht einzutreten ist,

dass es sich vorliegend um einen Teilentscheid im Sinn von Art. 91 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) handelt,

C-4154/2011

da die Passivlegitimation der Listenspitäler verneint und für diese hiermit das Verfahren beendet wird (vgl. auch BGE 133 V 477 E. 4; HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz, Handkommentar, Art. 91 Rz 4),

dass von der Auferlegung von Verfahrenskosten für den vorliegenden Teilentscheid an die Listenspitäler, die von der Möglichkeit zur Stellungnahme Gebrauch gemacht haben, abzusehen ist (Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann (Art. 64 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021] und Art. 7 Abs. 1 VGKE), dass angesichts der Ausführungen zur Parteistellung und bei diesem Ausgang des Teilentscheids keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind,

dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) unzulässig und der vorliegende Entscheid endgültig ist.

C-4154/2011

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Sistierung des Instruktionsverfahrens wird aufgehoben.

2. Es wird festgestellt, dass den nachfolgend aufgelisteten Spitälern, welchen mit Entscheid vom 20. Mai 2011 die hochspezialisierte Behandlung von Hirnschlägen zugewiesen wurde, im vorliegenden Verfahren keine Parteistellung als Beschwerdegegnerinnen zukommt: Hôpitaux universitaires de Genève, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Inselspital- Stiftung Bern, Universitätsspital Basel, Universitätsspital Zürich, Kantonsspital St. Gallen, Kantonsspital Aarau AG, Ente Ospedaliero Cantonale / Ospedale Regionale di Lugano.

3. Auf die Anträge des Inselspitals Bern, des Universitätsspitals Basel und des Universitätsspitals Zürich wird nicht eingetreten.

4. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

6. Dieser Teilentscheid geht an:

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)

– Hôpitaux universitaires de Genève (Gerichtsurkunde)

– Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (Gerichtsurkunde)

– Inselspital-Stiftung Bern, vertreten durch RA PD Dr. Marc Schott, Zürich (Gerichtsurkunde)

– Universitätsspital Basel, vertreten durch RA PD Dr. Marc Schott, Zürich (Gerichtsurkunde)

– Universitätsspital Zürich (Gerichtsurkunde)

– Kantonsspital St. Gallen (Gerichtsurkunde)

– Kantonsspital Aarau AG (Gerichtsurkunde)

– Ente Ospedaliero Cantonale, Ospedale Regionale di Lugano, vertreten durch RA Philippo Gianoni, Bellinzona (Gerichtsurkunde)

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

– Bundesamt für Gesundheit BAG (Einschreiben)

C-4154/2011

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Franziska Schneider Tobias Merz

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