Provisional Tariff Rate Remains in Effect During Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court ruled that a request for a provisional tariff rate was inadmissible because the provisional rate set by the lower authority remained in effect during the appeal process. The initial provisional rate was established for the duration of the tariff-setting procedure and, according to administrative procedure law, such provisional measures remain valid until a final decision is made. Therefore, there was no current need for the court to issue a new provisional measure, as the existing one already served that purpose.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 56 VwVG, Art. 55 Abs. 1 VwVG; Provisional Tariff Rate Remains in Effect During Appeal: The initial provisional rate was established for the duration of the tariff-setting procedure and, according to administrative procedure law, such provisional measures remain valid until a final decision is made. Therefore, there was no current need for the court to issue a new provisional measure, as the existing one already served that purpose.
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KI-generiertThe court acknowledges the possibility of ordering provisional measures to preserve the existing state or protect endangered interests.
The court notes that the appeal generally has suspensive effect.
Volltext
Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal
Abteilung III
Postfach CH-9023 St. Gallen Telefon +41 (0)58 705 26 20 Fax +41 (0)58 705 29 80 www.bundesverwaltungsgericht.ch
Geschäfts-Nr. C-3454/2013 pem/fas
Zwischenverfügung vom 18. Juli 2013
In der Beschwerdesache
Parteien CSS Kranken-Versicherung AG, Tribschenstrasse 21, 6002 Luzern, und 44 weitere Beteiligte, alle vertreten durch tarifsuisse ag, 4500 Solothurn, diese vertreten durch lic. iur. Andreas Gafner, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerinnen,
gegen
A._______ AG, Beschwerdegegnerin,
Regierungsrat des Kantons Luzern, handelnd durch Gesundheitsund Sozialdepartement des Kantons Luzern, Postfach 3768, 6002 Luzern, Vorinstanz,
Gegenstand KVG, Tariffestsetzung stationäre Spitalbehandlung (RRB vom 14.5.2013), C-3454/2013
wird festgestellt und in Erwägung gezogen, dass der Regierungsrat des Kantons Luzern (Vorinstanz) am 17. Januar 2012 für die Dauer des Tariffestsetzungsverfahrens (betreffend tarifsuisse AG) eine provisorische Baserate für das A._______ von Fr. 10'350.- festsetzte,
dass die Vorinstanz mit Beschluss vom 14. Mai 2013 das erwähnte Tariffestsetzungsverfahren abgeschlossen und die Baserate für das A._______ (mit Wirkung ab 1. Januar 2012) auf Fr. 10'313.- festgesetzt hat,
dass die Beschwerdeführerinnen diesen Beschluss am 17. Juni 2013 angefochten und u.a. beantragt haben, für die Dauer des vorliegenden Verfahrens sei provisorisch – aus Praktikabilitätsgründen – weiterhin der von der Vorinstanz am 17. Januar 2012 provisorisch festgesetzte Tarif (Baserate von Fr. 10'350.-) festzusetzen,
dass der Beschwerde grundsätzlich aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]),
dass die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter
– nach Einreichung der Beschwerde – von Amtes wegen oder auf Begehren einer Partei vorsorgliche Massnahmen treffen kann, um den bestehenden Zustand zu erhalten oder bedrohte Interessen einstweilen zu schützen (Art. 56 VwVG),
dass die von der Vorinstanz provisorisch – für die Dauer des Tariffestsetzungsverfahren – festgesetzte Baserate als Zwischenentscheid über vorsorgliche Massnahmen zu qualifizieren ist (vgl. Urteil BVGer C-124/2012 vom 23. April 2012 E. 3.2),
dass vorsorgliche Massnahmen grundsätzlich bis zum Eintritt der Rechtskraft der Hauptverfügung Bestand haben und nicht bereits mit dem Erlass der Verfügung in der Hauptsache dahinfallen (vgl. STEFAN VOGEL, Vorsorgliche Massnahmen, in: Isabelle Häner/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Das erstinstanzliche Verwaltungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2008,
S. 98 m.w.H.; REGINA KIENER/BERNHARD RÜTSCHE/MATHIAS KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, Zürich/St. Gallen 2012, Rz. 471; ISABELLE HÄNER, Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZSR 1997 II, Ziff. 193),
C-3454/2013
dass der von der Vorinstanz festgesetzte – und von den Beschwerdeführerinnen beantragte – provisorische Tarif von Fr. 10'350.- demnach (sofern das angerufene Gericht keinen anderslautenden Entscheid trifft) während des Beschwerdeverfahrens weiterhin gilt, dass somit kein Interesse an den beantragten vorsorglichen Massnahmen bestehen kann, weshalb auf das Gesuch nicht einzutreten ist (vgl. zur Rechtsprechung betreffend untaugliche Ausstandsbegehren z.B. Urteil BGer 9C_509/2008 vom 29. Dezember 2008, E. 3.2, Urteil BGer 9C_93/2013 vom 13. Februar 2013).
Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1. Auf das Gesuch um Festsetzung eines provisorischen Tarifs wird nicht eingetreten.
2. Diese Verfügung geht an:
– die Beschwerdeführerinnen (Einschreiben)
– die Beschwerdegegnerin (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB_______; Einschreiben)
Der Instruktionsrichter:
Michael Peterli
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