Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
TPF 2007 38 • BStGer TPF 2007 38 KI-generiert

Proportionality and Exclusion of Assistant Lawyer

Geschäftsnummer TPF 2007 38
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a judge prohibited an assistant lawyer from attending a hearing, citing concerns about the number of participants. The court found that while the principle of proportionality requires restricting the number of assistants, the judge's outright exclusion of the assistant lawyer, without considering less restrictive measures like having the assistant remain passive, violated this principle. Therefore, the complaint was deemed well-founded.

Legislator-Regeste

Amtlich

Beschwerdelegitimation. Kognition. Prozessvertretung; Interessenkonflikt.;;Qualité pour recourir. Pouvoir de cognition. Représentation en justice; conflit d'intérêts.;;Legittimazione a ricorrere. Potere cognitivo. Rappresentanza processuale; conflitto d'interessi.;;Beschwerdelegitimation. Kognition. Prozessvertretung; Interessenkonflikt.

Schlagwörter

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Verhältnismässigkeit Ausschluss eines Zeugen Vertretungsverbot für Rechtsanwälte unentgeltliche Rechtsverbeiständung Restriktive Maßnahmen Parteianhörung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 214 BStP

Applied to limit the scope of review to legal violations and abuse of discretion, as the appeal was not against a coercive measure.

Art. 35 BStP

Cited in relation to the right to choose one's own defense counsel, indirectly guaranteed by this article.

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Volltext

TPF 2007 38

partant, la célérité. Encore faudra-t-il, dans le respect du principe d’égalité des armes, permettre également au MPC de participer à un nombre équivalent de représentants s’il le souhaite. Pour le reste, il appartiendra à l’autorité de fixer les règles qui permettent d’assurer le déroulement régulier de l’audience: le collaborateur ou l’assistant jouera un rôle de second plan, se bornant à prendre des notes, rechercher des pièces dans le dossier, soumettre des questions au défenseur ou au procureur, mais sans intervenir directement. Enfin, il conviendra de tenir compte des contingences pratiques et, en particulier, restreindre le nombre d’assistants.

3.4 En l’espèce, force est de constater qu’un seul avocat a été constitué par

A. pour l’assistance de ses intérêts dans la procédure pénale dirigée contre lui à Genève, à savoir Me B. On n’est donc pas dans le cas de figure de l’art. 35 al. 2 PPF. Me C. s’est présentée dans le cabinet du juge d’instruction le 22 janvier 2007 en vue de fournir une aide technique à la défense à Me B., son employeur. Cette assistance semblait pouvoir se justifier en l’occurrence dans la mesure où l’affaire est complexe et le dossier volumineux. Dans ces circonstances, le principe de proportionnalité aurait exigé qu’une mesure moins restrictive soit proposée, comme par exemple l’admission de Me C. subordonnée à la condition que celle-ci demeure passive (ce n’est d’ailleurs pas autre chose que proposait Me B. lorsqu’il a été invité par le JIF à se prononcer sur la requête du MPC). En ordonnant que Me C. quitte la salle sans envisager de mesure alternative, le JIF a violé le principe de proportionnalité. La plainte est donc bien fondée.

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10. Auszug aus dem Entscheid der I. Beschwerdekammer in Sachen A. gegen Bundesanwaltschaft vom 12. April 2007 (BB.2006.131)

Beschwerdelegitimation. Kognition. Prozessvertretung; Interessenkonflikt. Art. 35, 214 BStP, Art. 27, 29 BV, Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK, Art. 12 lit. c BGFA Der Beschuldigte ist bei Nichtzulassung des von ihm gewählten Verteidigers zur Beschwerde legitimiert; Berichtigung der Parteibezeichnung (E. 1.3).

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Richtet sich die Beschwerde nicht gegen eine Zwangsmassnahme, beschränkt sich die Kognition der Beschwerdekammer auf Rechtsverletzungen und Ermessensüberschreitungen oder -missbrauch (E. 2). Bei einem möglichen Interessenkonflikt kann der Verteidiger von der Vertretung ausgeschlossen werden, unabhängig von der Zustimmung des Betroffenen zur Doppelvertretung (E. 3).

Qualité pour recourir. Pouvoir de cognition. Représentation en justice; conflit d’intérêts. Art. 35, 214 PPF, art. 27, 29 Cst., art. 6 ch. 3 let. c CEDH, art. 12 let. c LLCA L’inculpé est légitimé à recourir contre le refus d’admettre le défenseur de son choix. Correction de la désignation des parties (consid. 1.3). Lorsque le recours n’est pas dirigé contre une mesure de contrainte, le pouvoir de cognition de la Cour des plaintes est limité aux violations du droit et à l’excès ou l’abus du pouvoir d’appréciation (consid. 2). Si un conflit d’intérêts est envisageable, il peut être interdit au défenseur d’exercer sa défense, même si l’intéressé a donné son accord au double mandat (consid. 3).

Legittimazione a ricorrere. Potere cognitivo. Rappresentanza processuale; conflitto d’interessi. Art. 35, 214 PP, art. 27, 29 Cost., art. 6 n. 3 lett. c CEDU, art. 12 lett. c LLCA L’imputato è legittimato a ricorrere se il patrocinatore di fiducia non viene ammesso; rettifica della designazione della parte (consid. 1.3). Se il ricorso non è diretto contro una misura coercitiva, il potere cognitivo della Corte dei reclami penali si limita a violazioni del diritto e eccessi o abusi del potere d’apprezzamento (consid. 2). Se vi è la possibilità che esista un conflitto d’interessi, il patrocinatore può essere escluso dalla rappresentanza indifferentemente dal consenso dato dall’interessato alla duplice rappresentanza (consid. 3).

Zusammenfassung des Sachverhalts:

Mit Verfügung vom 11. Dezember 2006 liess die Bundesanwaltschaft im Ermittlungsverfahren gegen A. und Mitbeteiligte Rechtsanwalt M. nicht mehr als Rechtsvertreter von A. sowie weiteren natürlichen und juristischen

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Personen zu. Gleichzeitig bestellte sie A. infolge Inhaftierung einen amtlichen Verteidiger, nachdem A. trotz Aufforderung keinen anderen Verteidiger gewählt hatte. Mit Beschwerde vom 13. Dezember 2006 wurde die Aufhebung der Verfügung betreffend Nichtzulassung des Verteidigers beantragt. Die Beschwerdekammer bezeichnete M. als beschwerdeführende Partei, worauf M. beantragte, die Parteibezeichnung sei den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen und A. als Beschwerdeführer zu bezeichnen.

Die I. Beschwerdekammer berichtigte die Parteibezeichnung und wies die Beschwerde ab, soweit auf sie einzutreten war.

Aus den Erwägungen:

1.3 Hinsichtlich der Beschwerdelegitimation ist festzuhalten, dass der Beschuldigte einzig eine Verletzung des Rechts auf freie Wahl des Verteidigers, welches (mittelbar) durch Art. 35 BStP sowie direkt durch Art. 29 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK garantiert ist, rügen kann, während der Strafverteidiger nur berechtigt ist, eine Verletzung der in Art. 27 BV gewährleisteten Wirtschaftsfreiheit zu rügen, insofern als die angefochtene Verfügung sein Recht einschränkt, seinen Beruf als Anwalt frei auszuüben (vgl. Pra 87 [1998] Nr. 98 E. 1d [Entscheid des Bundesgerichts 1P.587/1997 vom

5. Februar 1998]; TPF BK_B 163/04 vom 7. Februar 2005 E. 2; TPF BK_B 109/04 und 110/04 vom 18. August 2004 E. 2). Mit der Beschwerde wird letzteres in keiner Weise geltend gemacht; vielmehr wird vorgebracht, dass der Beschuldigte Anspruch auf eine wirksame Verteidigung und ein faires Verfahren im Sinne von Verfassung und Konvention (EMRK) habe. Mit Schreiben an seinen Verteidiger vom 14. Dezember 2006 bringt der Beschuldigte zudem zum Ausdruck, dass er mit der Anfechtung der Verfügung einverstanden sei und nur von Ersterem vertreten sein wolle. Wird somit (einzig) im Namen des Beschuldigten Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung geführt, ist die Parteibezeichnung antragsgemäss entsprechend zu berichtigen. Die Legitimation ist dabei dem Gesagten zufolge zu bejahen, da der Beschwerdeführer mit der Nichtzulassung des von ihm gewählten Verteidigers beschwert ist.

2. Die Kognition der I. Beschwerdekammer ist im Rahmen der Beschwerde gemäss Art. 105bis Abs. 2 i.V.m. Art. 214 ff. BStP auf Rechtsverletzungen beschränkt, es sei denn, die Beschwerde richte sich gegen eine Zwangsmassnahme. Steht ein Ermessensentscheid zur Diskussion, so prüft die

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I. Beschwerdekammer demnach einzig, ob der entscheidenden Behörde ein qualifizierter Ermessensfehler wie Ermessensüberschreitung oder –missbrauch vorzuwerfen ist (TPF BB.2006.33 vom 4. Oktober 2006, BB.2005.27 vom 5. Juli 2005 und BB.2005.4 vom 27. April 2005, je E. 2). Die vorliegende Beschwerde richtet sich nicht gegen eine Zwangsmassnahme. Die Kognition der I. Beschwerdekammer ist somit auf Rechtsverletzungen und Ermessensüberschreitungen oder -missbrauch beschränkt.

3. Die Bestimmung des Art. 12 BGFA regelt die Berufspflichten der Anwälte abschliessend. Zur Auslegung dieser Bestimmung kann deshalb nur noch beschränkt auf kantonale Regeln abgestellt werden, nämlich ausschliesslich insoweit, als diese eine landesweit in nahezu allen Kantonen geltende Auffassung zum Ausdruck bringen. Die im eidgenössischen Anwaltsgesetz geregelten Berufspflichten beziehen sich nicht nur auf die Beziehung des Anwalts zum eigenen Klienten, sondern auf die gesamte Berufstätigkeit des Rechtsanwalts (BGE 131 I 223, 228 E. 3.4). Gemäss dem vorliegend interessierenden Art. 12 lit. c BGFA meiden die Anwälte jeden Konflikt zwischen den Interessen ihrer Klientschaft und den Personen, mit denen sie geschäftlich oder privat in Beziehung stehen. Ein verbotener Interessenkonflikt liegt vor, wenn der Anwalt die Wahrung der Interessen eines Klienten übernommen hat, und dabei Entscheidungen zu treffen hat, mit denen er sich potentiell in Konflikt zu eigenen oder anderen ihm zur Wahrung übertragenen Interessen begibt. Untersagt ist nicht nur die Vertretung der Interessen eines Klienten, die denjenigen eines anderen Mandanten direkt entgegenstehen. Der Anwalt darf auch keinen Dritten vertreten, dessen Interessen diejenigen des Klienten in irgendeiner Weise beeinträchtigen könnten (FELLMANN, in: FELLMANN/ZINDEL [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, Zürich 2005, N. 84 zu Art. 12 BGFA). In zeitlicher Hinsicht gilt der Grundsatz, dass der Anwalt nach Beendigung eines Auftragsverhältnisses gegen einen ehemaligen Klienten ein Mandat nur annehmen kann, wenn dieses mit dem seinerzeitigen Auftrag in keinem Zusammenhang steht (STUDER, Neue Entwicklungen im Anwaltsrecht, in: SJZ 100 [2004] S. 229, 235). Je enger der Zusammenhang des neuen Mandats mit dem abgeschlossenen Auftrag ist, desto eher muss der Anwalt mit der Möglichkeit der Verwertung von Kenntnissen aus dem abgeschlossenen Mandat rechnen (FELLMANN, a.a.O., N. 109 zu Art. 12 BGFA). Im Strafprozess ist es grundsätzlich ausgeschlossen, dass ein Anwalt im gleichen Verfahren zwei oder gar mehrere Angeschuldigte vertritt, da eine Doppelvertretung bei objektiver Betrachtung stets die Möglichkeit eines Interessenkonflikts in sich birgt. Das Bestehen eines Interessenkonflikts ist in abstrakter Weise zu

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evaluieren. In dieser Hinsicht genügt die theoretische Möglichkeit, dass sich ein Interessenkonflikt im Verlauf des Verfahrens verwirklicht. Die allfällige Zustimmung des Klienten zur Doppelvertretung ändert daran nichts (TPF BK_B 163/04 vom 7. Februar 2005 E. 5, TPF BK_B 109/04 und 110/04 vom 18. August 2004 E. 3.1 je m.w.H.; Pra 87 [1998] Nr. 98 E. 3.c).

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11. Extrait de l'arrêt de la Ire Cour des plaintes dans la cause A. SA, B.,

C. SA contre Ministère public de la Confédération du 15 mai 2007 (BB.2007.14)

Partie civile. Art. 34, 106 al. 1bis, 211 PPF, art. 8 al. 1 let. c LAVI Pour pouvoir intervenir dans le cadre de la procédure de plainte, le lésé doit se constituer partie civile avant que la suspension ne soit ordonnée.

Zivilpartei. Art. 34, 106 Abs. 1bis, 211 BStP, Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG Um im Rahmen des Beschwerdeverfahrens intervenieren zu können, muss sich der Geschädigte als Zivilpartei konstituieren, bevor die Einstellung angeordnet wird.

Parte civile. Art. 34, 106 cpv. 1bis, 211 PP, art. 8 cpv. 1 lett. c LAV Per poter intervenire nel quadro della procedura di reclamo, la parte lesa deve costituirsi parte civile prima che sia ordinata la sospensione.

Résumé des faits:

Le 31 octobre 2006, le Ministère public de la Confédération (MPC) a ordonné la suspension d'une enquête qui avait été ouverte suite au dépôt d'une plainte pénale pour "abus de confiance, gestion déloyale, escroquerie, faux dans les titres, blanchiment, participation à une organisation criminelle,