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TPF 2006 257 • BStGer TPF 2006 257 KI-generiert

Retroactive Surveillance for Drug Trafficking Investigation

Geschäftsnummer TPF 2006 257
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court approved a retroactive telephone surveillance request to identify callers who sent text messages to a foreign mobile number used by a suspect in a drug trafficking investigation. The surveillance was deemed necessary because the suspect was believed to be using the foreign number to receive communications, and the incoming messages were routed through a Swiss mobile service provider. The court reasoned that such surveillance is permissible under Article 4, Paragraph 2 of the Swiss Federal Act on the Surveillance of Postal and Telecommunications Traffic (BÜPF) when there is reason to believe a suspect is using an unknown or unassigned number for communications.

Legislator-Regeste

Amtlich

Telefonüberwachung; besondere Formen der Überwachung.;;Surveillance téléphonique; formes de surveillance particulières.;;Sorveglianza telefonica; forme speciali di sorveglianza.;;Telefonüberwachung; besondere Formen der Überwachung.

Schlagwörter

KI-generiert
Betäubungsmittelhandel Überwachungsmaterial Rückwirkung Postdienst Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis Schutz gegen unerlaubte Handelspraktiken

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 4 Abs. 2 BÜPF

Cited as the legal basis for approving the retroactive monitoring of a telecommunication connection to identify calling numbers and their subscribers that sent short messages (SMS) to the monitored connection.

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Volltext

TPF 2006 257

Akten und Schriftstücken (Art. 63 Abs. 2 lit. c IRSG). Die entsprechende Editionsverfügung ist daher direkt an die Anbieterin der Fernmeldedienstleistung zu richten. Die fragliche Anordnung kann nach dem Gesagten nicht genehmigt werden. Die anordnende Behörde hat sämtliche entsprechenden Dokumente und Datenträger sofort aus den Strafbzw. Rechtshilfeverfahrensakten auszusondern und zu vernichten, und durch die Massnahme gewonnene Erkenntnisse dürfen weder für die Ermittlung noch zu Beweiszwecken verwendet werden (Art. 7 Abs. 4 BÜPF).

TPF 2006 257

69. Auszug aus dem Entscheid des Präsidenten der Beschwerdekammer im Rechtshilfeverfahren gegen A. vom 5. Juli 2006 (TK.2006.105)

Telefonüberwachung; besondere Formen der Überwachung. Art. 4 Abs. 2 BÜPF Die Überwachung eines Fernmeldeanschlusses zur Feststellung der Rufnummern (inkl. Anschlussinhaber), von welchen über die Kurzmitteilungszentrale eines Fernmeldedienstanbieters Kurznachrichten (SMS) an den zu überwachenden Anschluss gesandt wurden, stützt sich auf Art. 4 Abs. 2 BÜPF.

Surveillance téléphonique; formes de surveillance particulières. Art. 4 al. 2 LSCPT La surveillance d’un raccordement de télécommunication en vue d’identifier les numéros d’appel (y.c. le détenteur du raccordement) par lesquels des messages (SMS) sont envoyés au raccordement à surveiller par l’intermédiaire de la centrale de messagerie d’un fournisseur de télécommunication se fonde sur l’art. 4 al. 2 LSCPT.

Sorveglianza telefonica; forme speciali di sorveglianza. Art. 4 cpv. 2 LSCPT La sorveglianza di un collegamento di telecomunicazione allo scopo di accertare i numeri di chiamata (compreso il titolare del collegamento) dai quali, mediante la centrale dei messaggi brevi di un offerente di servizi di telecomunicazione,

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sono stati inviati messaggi brevi (sms) al collegamento da sorvegliare si fonda sull’art. 4 cpv. 2 LSCPT.

Zusammenfassung des Sachverhalts:

Im Rahmen eines Rechtshilfeverfahrens gegen A. wegen des Verdachts der qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ersuchte die Bundesanwaltschaft um Genehmigung einer rückwirkenden Überwachung zur Feststellung der Rufnummern (unter Angabe des jeweiligen Anschlussinhabers), von welchen über die Rufnummer 07X XXX XX XX der Kurzmitteilungszentrale des Mobilfunkanbieters B. an bestimmten Daten Kurznachrichten an die zu überwachende, von A. benutzte ausländische Mobilrufnummer gesandt wurden.

Der Präsident der Beschwerdekammer genehmigte die rückwirkende Überwachung.

Aus den Erwägungen:

(…) Die Überwachung eines Anschlusses, der keiner bekannten Person zugeordnet werden kann, kann angeordnet werden, wenn auf Grund bestimmter Tatsachen angenommen werden muss, dass die verdächtigte Person diesen Anschlusses benutzt oder benutzen lässt, um Mitteilungen entgegenzunehmen oder weiterzuleiten (Art. 4 Abs. 2 BÜPF). Gemäss Angabe im Genehmigungsersuchen bzw. der um Rechtshilfe ersuchenden Behörde ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte über die zu überwachende deutsche Rufnummer am 19./20. April 2006 mehrere für ihn bestimmte Kurzmitteilungen (SMS) entgegen nahm, welche an diese Rufnummer von unbekannten Anschlüssen von der Schweiz aus über die Kurzmitteilungszentrale B. der Fernmeldedienstanbieterin C. weitergeleitet wurden. (…)