Witness fined for unexcused absence
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA witness was properly summoned to testify and failed to appear without an excuse, admitting to simply forgetting the appointment. The court found that a summoned individual has a mandatory duty to appear as required by law, and failure to do so without justification constitutes tardiness. Consequently, the court imposed a fine of CHF 200 for the unexcused absence and CHF 100 for court fees, as these costs were caused by the witness's non-compliance.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 205 Abs. 4 StPO, Art. 205 Abs. 1 StPO, Art. 205 StPO, Art. 205 Abs. 4 i.V.m, Art. 64 Abs. 1 StPO, Art. 73 StBOG; Witness fined for unexcused absence: The court found that a summoned individual has a mandatory duty to appear as required by law, and failure to do so without justification constitutes tardiness. Consequently, the court imposed a fine of CHF 200 for the unexcused absence and CHF 100 for court fees, as these costs were caused by the witness's non-compliance.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for the obligation of the summoned person to appear.
Cited as the legal basis for imposing an order penalty for unexcused absence and for the measure itself.
Cited in conjunction with Art. 205 Abs. 4 StPO as the basis for the authority to impose an order penalty.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' regarding the possibility to appeal the order penalty.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' regarding the possibility to appeal the order penalty.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' outlining the grounds for appeal.
Cited as the basis for the fee framework applicable to decisions by the single judge.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' regarding the possibility to appeal the order penalty.
Cited as the basis for the fee framework applicable to decisions by the single judge.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' regarding the timely submission of appeals.
Volltext
Bundesstrafgericht
Tribunal pénal fédéral
Tribunale penale federale
Tribunal penal federal
Gesc häftsnummer: SN.2021.12 (Hauptgesc häftsnummer: SK.2021.5 )
Verfügung vom 12. Mai 2021 Strafkammer
Besetzung Bundesstrafrichter Alberto Fabbri, Einzelrichter Gerichtsschreiberin Elena Inhelder
Parteien A., c/o B. SA,
Gegenstand Säumnis; Disziplinarmassnahme
Der Einzelrichter erwägt, dass:
A. mit Gerichtsurkunde vom 13. April 2021 auf den 12. Mai 2021, 10:30 Uhr, zur Einvernahme als Zeuge anlässlich der Hauptverhandlung im Verfahren SK.2021.5 ordnungsgemäss vorgeladen und auf die möglichen Folgen des unentschuldigten Nichterscheinens gemäss Art. 205 Abs. 4 StPO (Ordnungsbusse, polizeiliche Vorführung) hingewiesen wurde (pag. TPF 2.361.001); die Vorladung an die als Zustelladresse angegebene Adresse des Arbeitgebers versendet und am 14. April 2021 in Empfang genommen wurde;
A. dieser Vorladung keine Folge geleistet hat und unentschuldigt nicht zur Einvernahme als Zeuge am 12. Mai 2021, 10:30 Uhr, erschienen ist; Kontaktversuche seitens des Bundesstrafgerichts am 12. Mai 2021 erfolglos geblieben sind (pag. TPF 2.361.005 ff.); A. dem Gericht mit E-Mail vom 14. Mai 2021 mitteilte, er habe den Termin «schlicht und ergreifend vergessen» (pag. TPF 2.361.008);
die von einer Strafbehörde vorgeladene Person der Vorladung Folge zu leisten hat (Art. 205 Abs. 1 StPO) und das Gesetz damit bei Verfahrenshandlungen von Strafbehörden eine formale, unbedingte persönliche Erscheinungspflicht der vorgeladenen Person zur festgesetzten Zeit am festgesetzten Ort statuiert (JONAS WEBER, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 205 StPO N 1); die Verfahrensleitung gemäss Art. 205 Abs. 4 i.V.m. Art. 64 Abs. 1 StPO die Person, die einer Vorladung des Gerichts unentschuldigt nicht Folge leistet, mit Ordnungsbusse bis Fr. 1'000.-- bestrafen kann; A. ohne Angabe und Beleg eines Verhinderungsgrundes nicht zur Einvernahme als Zeuge erschien und damit eine verfahrensleitende Anordnung missachtete, womit er im Sinne von Art. 205 Abs. 4 StPO säumig ist; unter Berücksichtigung des pflichtgemässen richterlichen Ermessens, der Schwere der Missachtung und des Verhältnismässigkeitsgebots eine Ordnungsbusse von Fr. 200.-- angemessen erscheint; für Entscheide der Verfahrensleitung der Gebührenrahmen des Einzelgerichts anwendbar ist; dieser beträgt Fr. 200.-- bis Fr. 5’000.-- (Art. 73 StBOG und Art. 7 lit. a BStKR); aufgrund des Aufwandes der Gebührenrahmen unterschritten werden kann und die Gebühr vorliegend auf Fr. 100.-- festzusetzen ist; die Verfahrenskosten A. aufzuerlegen sind, da er diese durch sein Säumnis verursacht hat.
SN.2021.12
verfügt der Einzelrichter:
1. Der Zeuge A. wird wegen unentschuldigten Fernbleibens mit einer Ordnungsbusse von Fr. 200.-- bestraft.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 100.-- wird A. auferlegt.
3. Dieser Entscheid wird schriftlich eröffnet.
Im Namen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts
Der Einzelrichter Die Gerichtsschreiberin
Zustellung an Herrn A., c/o B. SA
Nach Eintritt der Rechtskraft an: Finanzdienst des Bundesstrafgerichts zum Vollzug
Rechtsmittelbelehrung
Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Ordnungsbussen der Strafkammer können innert 10 Tagen schriftlich und begründet mit Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts angefochten werden (Art. 64 Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO).
Einhaltung der Fristen Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO).
Versand 20. Mai 2021
SN.2021.12