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SK.2023.11 • BStGer SK.2023.11 KI-generiert

Withdrawal of Judicial Review and Procedural Fee Order

Geschäftsnummer SK.2023.11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

An administrative penalty was imposed on an individual for repeatedly violating money laundering reporting obligations. The individual requested judicial review of the penalty. However, before a judgment was rendered, the individual withdrew their request for judicial review. The court, acknowledging the withdrawal and the applicable law, terminated the proceedings as a result of the withdrawal and ordered the individual to pay a procedural fee due to their role in causing the termination.

Legislator-Regeste

Amtlich

Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR); Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR); Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR); Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR); Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR)

Schlagwörter

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Verfahrenskosten Normenkontrolle Verfahrensvorschriften Zahlungsbefehl Zwangsgeld Geldwäscherei

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 78 Abs. 3 VStrR

Used to order the discontinuation of proceedings following the withdrawal of the request for judicial review.

Art. 78 Abs. 2 VStrR

Cited as the legal basis for the accused's right to withdraw their request for judicial review.

Art. 78 Abs. 4 VStrR

Determines that the party who withdraws the request for judicial review bears the costs of the proceedings.

Art. 30 StPO

Cited for the separation of proceedings.

Art. 82 VStrR

References the general rules for determining court costs and their allocation.

Art. 73 Abs. 1 lit. a und b StBOG

Basis for setting a lump-sum fee.

Art. 5 und Art. 7 lit. a BStKR

Cited in conjunction with StBOG for the determination of the lump-sum fee.

Art. 90 Abs. 1 VStrR

Cited for the notification of the decision to the enforcement authority after it becomes legally binding.

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Volltext

Bundesstrafgericht

Tribunal pénal fédéral

Tribunale penale federale

Tribunal penal federal

Gesc häftsnummer: SK.2023.11

Verfügung vom 8. Februar 2023 Strafkammer

Besetzung Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter Gerichtsschreiberin Elena Inhelder

Parteien 1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt des Bundes Alexander Medved, Leiter Rechtsdienst,

2. EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT, Generalsekretariat EFD, vertreten durch Christian Heierli, Leiter Strafrechtsdienst, gegen

A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Friedrich Frank,

Gegenstand Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR);

Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR)

Der Einzelrichter erwägt, dass

‒ das Eidgenössische Finanzdepartement (nachfolgend: EFD) gestützt auf die Anzeige der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA vom 8. Oktober 2018 am

30. November 2020 gegen A. und B. ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Verdachts auf Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 des Bundesgesetzes vom

10. Oktober 1997 über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung (Geldwäschereigesetz, GwG; SR 955.0) eröffnete (EFD pag. 20.1);

‒ das EFD mit Strafverfügung vom 14. November 2022 B. wegen Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 Abs. 1 GwG, mehrfach begangen vom

1. Dezember 2012 bis zum 5. August 2016 schuldig sprach und zu einer Busse von Fr. 150’000.-- sowie zur Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 10’880.-- verurteilte (Art. 70 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht [VStrR; SR 313.0]; EFD pag. 100.1 ff.);

‒ das EFD mit Strafverfügung vom 14. November 2022 A. wegen Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 Abs. 1 GwG, mehrfach begangen vom

24. März 2010 bis 5. August 2016 schuldig sprach und zu einer Busse von Fr. 40'000.-- sowie zur Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 10’890.-- verurteilte (Art. 70 VStrR; EFD pag. 101.1 ff.);

‒ B. mit Schreiben vom 22. November 2022 und A. mit Schreiben vom 29. November 2022 beim EFD die gerichtliche Beurteilung verlangten (Art. 72 VStrR; TPF pag.

6.100.5 f.; -7 f.);

‒ das EFD in Anwendung von Art. 50 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht vom 22. Juni 2007 (Finanzmarktaufsichtsgesetz, FIN- MAG; SR 956.1) die Akten mit Schreiben vom 8. Dezember 2022 an die Bundesanwaltschaft zuhanden des Bundesstrafgerichts überwies (TPF pag. 6.100.3 f.);

‒ die Bundesanwaltschaft am 14. Dezember 2022 die Akten des EFD zusammen mit dem Begehren um gerichtliche Beurteilung beim Bundesstrafgericht einreichte, wobei die Überweisung als Anklage gilt (Art. 50 Abs. 2 FINMAG i.V.m. Art. 73 Abs. 2 VStrR; TPF pag. 6.100.1 ff.);

‒ das Gericht prüft, ob ein rechtzeitig eingereichtes Begehren um gerichtliche Beurteilung vorliegt (Art. 75 Abs. 1 VStrR);

‒ das Begehren um gerichtliche Beurteilung vom 29. November 2022 formund fristgerecht erfolgte (Art. 72 Abs. 1 und 2 VStrR; EFD pag. 101.90; TPF pag. 6.100.7 f.);

SK.2023.11

‒ der Beschuldigte das Gesuch um gerichtliche Beurteilung zurückziehen kann, solange das Urteil erster Instanz noch nicht eröffnet ist (Art. 78 Abs. 2 i.V.m.

Abs. 1 VStrR);

‒ A. sein Begehren um gerichtliche Beurteilung mit Schreiben vom 2. Februar 2023 zurückzog;

‒ das gegen A. geführte Strafverfahren vom Verfahren SK.2022.54 abgetrennt und neu unter der Verfahrensnummer SK.2023.11 weitergeführt wird (Art. 30 StPO i.V.m. Art. 82 VStrR);

‒ die Strafverfügung des EFD gegen A. vom 14. November 2022 infolge Rückzugs einem rechtskräftigen Urteil gleichsteht (Art. 72 Abs. 3 VStrR) und das Verfahren SK.2023.11 infolgedessen eingestellt wird (Art. 78 Abs. 3 VStrR);

‒ sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach Art. 73 - 81 VStrR bestimmen (Art. 82 VStrR);

‒ die Kosten des gerichtlichen Verfahrens diejenige Partei zu tragen hat, welche den Rückzug erklärt und damit die Einstellung des gerichtlichen Verfahrens herbeigeführt hat (Art. 78 Abs. 4 VStrR; vgl. u.a. Verfügung der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2016.37 vom 1. Februar 2017);

‒ A. die Einstellung des Verfahrens durch den Rückzug seines Begehrens um gerichtliche Beurteilung beantragt und demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen hat;

‒ neben den in der (nun rechtskräftigen) Strafverfügung auferlegten Verfahrenskosten zusätzlich die Kosten für die nach dem Stellen des Begehrens um gerichtliche Beurteilung vorgenommenen Verfahrensschritte hinzukommen;

‒ der Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung frühzeitig erfolgte und das Gericht im Rahmen der Prozessvorbereitung noch keine wesentlichen Kosten und Auslagen hatte;

‒ in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organisation der Strafbehörden des Bundes (StBOG; SR 173.71) i.V.m. Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR;

SR 173.713.162) eine Pauschalgebühr von Fr. 500.-- festzusetzen ist.

SK.2023.11

Der Einzelrichter verfügt:

I.

1. Das gegen A. geführte Strafverfahren wird vom Verfahren SK.2022.54 abgetrennt und neu unter der Verfahrensnummer SK.2023.11 weitergeführt.

2. Das Strafverfahren SK.2023.11 wird infolge Rückzugs des Begehrens um gerichtliche Beurteilung eingestellt.

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird A. auferlegt.

II.

Diese Verfügung wird den Parteien des Verfahrens SK.2023.11 schriftlich eröffnet. Der Verteidigung des im Verfahren SK.2022.54 Beschuldigten B. wird eine Kopie des Entscheids zugestellt.

Im Namen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts

Der Einzelrichter Die Gerichtsschreiberin

SK.2023.11

Geht an − Bundesanwaltschaft, Herrn Alexander Medved, Leiter Rechtsdienst − Eidg. Finanzdepartement, Herrn Christian Heierli, Leiter Strafrechtsdienst EFD − Herrn Rechtsanwalt Friedrich Frank, Verteidiger von A. (Beschuldigter)

Kopie − Herrn Rechtsanwalt Andrea Taormina, Verteidiger von B. (Beschuldigter im Verfahren SK.2022.54)

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an − Eidgenössisches Finanzdepartement, Generalsekretariat EFD, als Vollzugsbehörde (vollständig; Art. 90 Abs. 1 VStrR)

Rechtsmittelbelehrung

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG).

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO).

Einhaltung der Fristen

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO).

Versand: 8. Februar 2023

SK.2023.11