Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
SK.2021.32 • BStGer SK.2021.32 KI-generiert

Confiscated Asset Distribution Following Human Trafficking Conviction

Geschäftsnummer SK.2021.32
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

Following a prior conviction for human trafficking, the court was asked to distribute confiscated assets and a recovered restitution payment among the victims. The court determined it had jurisdiction as it had issued the original ruling and that the funds were available for distribution after a restitution claim had been successfully enforced. The court then calculated the total claims of the victims, the total available funds, and applied a proportional distribution rate to allocate the recovered money amongst the eleven victims, also ordering a legal fee reimbursement.

Legislator-Regeste

Amtlich

Verteilung der Verwertungserlöse (nachträglich richterlicher Entscheid [Art. 363 Abs. 1 StPO]);;Verteilung der Verwertungserlöse (nachträglich richterlicher Entscheid [Art. 363 Abs. 1 StPO]);;Verteilung der Verwertungserlöse (nachträglich richterlicher Entscheid [Art. 363 Abs. 1 StPO]);;Verteilung der Verwertungserlöse (nachträglich richterlicher Entscheid [Art. 363 Abs. 1 StPO])

Schlagwörter

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Menschenhandel Freigabe beschlagnahmter Vermögenswerte Vermögen Hehlerei prozessleitende Verfügungen Überstellung verurteilter Personen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 363 Abs. 1 StPO

Basis for the court's jurisdiction to make a subsequent judicial decision regarding the distribution of confiscated funds.

Art. 73 Abs. 1 lit. a–c StGB

Cited as the basis for awarding fines, confiscated assets, and compensation claims to the victims.

Art. 73 Abs. 2 StGB

Referred to in relation to the assignment of claims to the state by the victims.

Art. 364 Abs. 1 StPO

Regulates the initiation of proceedings for subsequent judicial decisions.

Art. 364 Abs. 3 und 4 StPO

Deals with the court's examination of conditions for subsequent judicial decisions and providing opportunities for parties to comment.

Art. 365 Abs. 1 und Abs. 2 StPO

Governs the procedure for the court's written and reasoned decision in such matters.

Dispositiv-Ziff. I.4, I.5, VI.1 und VI.3 des Urteils des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011

Cited in the dispositive to identify the specific fines, compensation claims, and confiscated assets to be distributed.

Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO

Cited in the appeal information, indicating grounds for appeal against the court's decision.

Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 396 Abs. 1 StPO

Cited in relation to the appeal against the decision on compensation for the legal representative.

Art. 393 Abs. 2 StPO

Cited as grounds for appeal concerning legal violations, factual findings, and inappropriateness.

Art. 91 Abs. 2 StPO

Cited regarding the timely submission of appeals.

Art. 66 Abs. 1 LTF

This provision is not cited in the provided text. It would typically relate to court costs.

Art. 64 LTF

This provision is not cited in the provided text. It would typically relate to legal aid.

Art. 108 al. 1 let. a LTF

This provision is not cited in the provided text. It would typically relate to simplified procedure for inadmissibility.

Art. 90 LTF

This provision is not cited in the provided text. It would typically define a final decision.

Art. 363 Abs. 1 StPO

This provision is used as the primary legal basis for the court's jurisdiction in distributing the proceeds from asset confiscation and enforced compensation claims.

Art. 73 Abs. 1 lit. a–c StGB

This provision is cited as the foundation for granting the victims claims to fines, confiscated assets, and compensation.

Art. 364 Abs. 1 StPO

This provision is cited as the procedural basis for initiating the proceedings for a subsequent judicial decision.

Dispositiv-Ziff. I.4, I.5, VI.1 und VI.3 des Urteils des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011

These specific dispositive points from a previous judgment are cited to identify the exact amounts and types of assets being distributed.

Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO

These provisions are cited in the section detailing the right to appeal, indicating the legal framework for challenging the court's decision.

Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 396 Abs. 1 StPO

These provisions are cited in relation to the right to appeal the decision on compensation for the appointed legal representative.

Art. 393 Abs. 2 StPO

This provision is cited as a basis for appeal, outlining the grounds on which the court's decision can be challenged.

Art. 91 Abs. 2 StPO

This provision is cited to explain the rules for timely submission of appeals.

9.

This refers to the dispositive order stating that no court costs are to be levied.

10.

This refers to the dispositive order regarding the compensation of the legal representative.

2.

This dispositive order states that no court costs will be charged.

3.

This dispositive order addresses the compensation of the legal representative.

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Volltext

Bundesstrafgericht

Tribunal pénal fédéral

Tribunale penale federale

Tribunal penal federal

Gesc häftsnummer: SK.2021.32

Beschluss vom 22. Oktober 2021 Strafkammer

Besetzung Bundesstrafrichter Sylvia Frei, Vorsitz Stephan Blättler und Alberto Fabbri, Gerichtsschreiber David Heeb

Parteien BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt des Bundes Vincens Nold, Gesuchstellerin

Gegenstand Verteilung der Verwertungserlöse

Die Strafkammer erwägt:

1.

1.1 Mit Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011 wurden A., B. und weitere Personen wegen mehrfachen Menschenhandels etc. zu Freiheitsstrafen und Bussen verurteilt. Überdies wurde über die Schadenersatzund Genugtuungsforderungen der Privatklägerinnen und über die weiteren Nebenfolgen (Dispositiv-Ziff. VII.; TPF pag. 1.100.003, -014) befunden.

1.2 Die gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde der Privatklägerinnen hiess das Bundesgericht mit Urteil 6B_628/2012 vom 18. Juli 2013 teilweise gut, hob einzelne Punkte von Dispositiv-Ziff. VII. des Urteils betreffend die zivilrechtlichen Folgen auf und wies die Sache insoweit zur Neubeurteilung bzw. zur Vervollständigung der Motivation an die Strafkammer zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.

1.3 Mit Urteil der Strafkammer SK.2013.29 vom 12. November 2013 wurde über die zivilrechtlichen Folgen neu entschieden. In Dispositiv-Ziff. VII.7 des Urteils wurde festgehalten, dass über die Verwendung von Bussen, eingezogenen Vermögenswerten sowie vollstreckten Ersatzforderungen zu Gunsten der Privatklägerinnen nach Vollstreckung der Ersatzforderung entschieden wird (TPF pag.

1.100.015, -023). Das Urteil ist in Rechtskraft erwachsen.

2.

2.1 Die Bundesanwaltschaft ersuchte das Bundesstrafgericht mit Eingabe vom

18. Juli 2021 um nachträglichen richterlichen Entscheid gemäss Art. 363 Abs. 1 StPO betreffend die Verwendung der eingezogenen Gelder, unter Angabe des Verwertungserlöses aus der vollstreckten Ersatzforderung sowie der übrigen zu verteilenden Vermögenswerte (TPF pag. 1.100.001 f.).

2.2 Mit Schreiben vom 17. August 2021 gab die Strafkammer der Vertreterin der Privatklägerinnen Gelegenheit, sich zum Gesuch der Bundesanwaltschaft sowie zum vorgesehenen nachträglichen richterlichen Entscheid bis zum 31. August 2021 zu äussern. Die Rechtsbeiständin liess sich innert Frist vernehmen (TPF pag. 1.551.015, -020).

3.

3.1 Gemäss Art. 363 Abs. 1 StPO trifft das Gericht, welches das erstinstanzliche Urteil gefällt hat, auch die einer gerichtlichen Behörde übertragenen selbstständigen nachträglichen Entscheide, sofern Bund oder Kantone nichts anderes be-

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stimmen. Dazu gehört ein Entscheid über die nachträgliche Zuweisung von Vermögenswerten an den Geschädigten nach Art. 73 StGB (HEER, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 365 StPO N. 12). Im Bundesstrafverfahren besteht keine abweichende Regelung (Art. 76 StBOG).

3.2 Die zuständige Behörde leitet das Verfahren auf Erlass eines nachträglichen richterlichen Entscheids von Amtes wegen ein, sofern das Bundesrecht nichts anderes bestimmt. Sie reicht dem Gericht die entsprechenden Akten sowie ihren Antrag ein (Art. 364 Abs. 1 StPO).

Die Strafkammer des Bundesstrafgerichts hat mit Urteil SK.2013.29 vom 12. November 2013 den Privatklägerinnen gestützt auf Art. 73 Abs. 1 lit. a–c StGB auf deren Verlangen die Busse, eingezogenen Vermögenswerte sowie die Ersatzforderung zugesprochen. Die Geschädigten haben den entsprechenden Teil ihrer Forderungen an den Staat abgetreten (vgl. Art. 73 Abs. 2 StGB; TPF pag.

1.100.025; 1.551.019). Gemäss Dispositiv-Ziff. VII.7 des Urteils SK.2013.29 setzt die Verteilung des Verwertungserlöses zugunsten der Privatklägerinnen die Vollstreckung der Ersatzforderung voraus. Vorliegend hat die Bundesanwaltschaft die Ersatzforderung vollstreckt (TPF pag. 1.100.001). Sie ist somit zur Einreichung des Gesuches berechtigt.

3.3 Die Zuständigkeit der Strafkammer ist gegeben, da sie den erstinstanzlichen Entscheid gefällt und das Gesuch die Verwendung der eingezogenen Gelder zum

Gegenstand hat.

3.4 Das Gericht prüft, ob die Voraussetzungen für den nachträglichen richterlichen Entscheid erfüllt sind, und ergänzt wenn nötig die Akten oder lässt weitere Erhebungen durch die Polizei durchführen. Es gibt den betroffenen Personen und Behörden Gelegenheit, sich zum vorgesehenen Entscheid zu äussern und Anträge zu stellen (Art. 364 Abs. 3 und 4 StPO). Das Gericht entscheidet in Verfahren wie dem vorliegenden grundsätzlich gestützt auf die Akten. Es erlässt seinen Entscheid schriftlich und begründet ihn kurz (Art. 365 Abs. 1 und Abs. 2 StPO).

Die Vertreterin der Privatklägerinnen erhielt Gelegenheit zur Stellungnahme zum Gesuch um Verwendung der eingezogenen Gelder (vgl. E. 2.2). Im Übrigen bilden die bisherigen Akten (Verfahren SK.2010.28 und SK.2013.29) Grundlage für den vorliegenden Entscheid.

4.

4.1 Mit Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2013.29 vom 12. November 2013 wurde

A. verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägerinnen folgende Genugtuungen zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. VII.1; TPF pag. 1.100.021):

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C. Fr. 5'500.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

D. Fr. 6'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

E. Fr. 10'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

F. Fr. 4'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

G. Fr. 7'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

H. Fr. 10'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

I. Fr. 5'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

J. Fr. 10'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

K. Fr. 16'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

Sodann wurde A. zusammen mit B. verpflichtet, den folgenden Privatklägerinnen untenstehende Genugtuungssummen zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. VII.2; TPF pag. 1.100.021):

L. Fr. 14'000.-- zzgl. 5% Zins seit 1. Feb. 2004

M. Fr. 6'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

N. Fr. 13'000.-- zzgl. 5% Zins seit 1. August 2004

4.2 A. wurde weiter mit Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2013.29 vom 12. November 2013 verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägerinnen folgenden Schadenersatz zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. VII.3; TPF pag. 1.100.021 f. [entspricht Dispositiv-Ziff. VII.4 des Urteils des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011; TPF pag. 1.100.011]):

E. Fr. 11'377.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

G. Fr. 10’300.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

H. Fr. 8’635.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

I. Fr. 349.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

K. Fr. 19’775.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

Schliesslich wurde A. in solidarischer Verbindung mit B. verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägerinnen folgenden Schadenersatz zu bezahlen (Dispositiv- Ziff. VII.4; TPF pag. 1.100.022 [entspricht Dispositiv-Ziff. VII.5 des Urteils des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011; TPF pag. 1.100.012]):

J. Fr. 12'829.-- zzgl. 5% Zins seit 1. Februar 2004

L. Fr. 33’794.-- zzgl. 5% Zins seit 1. Februar 2004

M. Fr. 8’506.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006

N. Fr. 21’883.-- zzgl. 5% Zins seit 1. August 2004

5.

5.1 Unter Berücksichtigung der Ansprüche aus Genugtuung und Schadenersatz zuzüglich Zins von 5% ergeben sich folgende Gesamtansprüche der Privatklägerinnen:

G. Fr. 17'300.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 13'354.20) = Total Fr. 30'654.20

E. Fr. 21’377.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 16'501.30) = Total Fr. 37'878.30

M. Fr. 14'506.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 11'197.45) = Total Fr. 25'703.45

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H. Fr. 18'636.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 14'384.70) = Total Fr. 33'020.70

L. Fr. 47'794.-- zzgl. 5% Zins seit 1. Februar 2004 (Fr. 42'038.80) = Total Fr. 89'832.80

C. Fr. 5'500.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 4'245.55) = Total Fr. 9'745.55

F. Fr. 4'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 3'087.65) = Total Fr. 7'087.65

I. Fr. 5'349.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 4'129.--) = Total Fr. 9'478.--

K. Fr. 35'775.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 27'615.35) = Total Fr. 63'390.35

D. Fr. 6'000.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 4'631.50) = Total Fr. 10'631.50

J. Fr. 22'829.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 17'622.10) = Total Fr. 40'451.10

N. Fr. 34'883.-- zzgl. 5% Zins seit 1. August 2004 (Fr. 29'813.--) = Total Fr. 64'696.--

6.

6.1 Bei A. wurden für die Ersatzforderung, die auf Fr. 600'000.-- festgesetzt worden war, Fr. 102'486.74 sichergestellt, beschlagnahmte Gelder von Fr. 25'735.10 eingezogen sowie ein Bussgeld von Fr. 10'000.-- sichergestellt (TPF pag.

1.100.001; vgl. Dispositiv-Ziff. I.4 [Busse], I.5 [Ersatzforderung] und VI.1 [beschlagnahmte Gelder] des Urteils des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom

1. Dezember 2011). Das zu verteilende Kapital betreffend A. beträgt insgesamt Fr. 138'221.84.

6.2 Der Beschuldigte A. wurde gegenüber sämtlichen Privatklägerinnen zu Leistungen verpflichtet. Die Gesamtforderung der Privatklägerinnen (inkl. 5% Zins) beträgt Fr. 422'569.60. Die verwertbaren Vermögenswerte betragen Fr. 138'221.84 (vgl. E. 6.1), womit die aufzuteilende Quote 32,71% beträgt. Für die nachfolgenden Privatklägerinnen ergeben sich somit folgende Ansprüche aus dem Verwertungserlös:

G. Fr. 10'026.95

E. Fr. 12'389.95

M. Fr. 8'407.55

H. Fr. 10'801.05

L. Fr. 29'384.15

C. Fr. 3'187.75

F. Fr. 2'318.35

I. Fr. 3'100.25

K. Fr. 20'734.85

D. Fr. 3'477.55

J. Fr. 13'231.50

N. Fr. 21'161.95

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7.

7.1 Für nachfolgende Privatklägerinnen wurde B. solidarisch mit A. zu Leistungen verpflichtet, aufgezinst zu folgenden Beträgen:

J. Fr. 12'829.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 9'902.95) = Total Fr. 22'731.95

L. Fr. 47'794.-- zzgl. 5% Zins seit 1. Februar 2004 (Fr. 42'038.80) = Total Fr. 89'832.80

M. Fr. 14'506.-- zzgl. 5% Zins seit 28. März 2006 (Fr. 11'197.45) = Total Fr. 25'703.45

N. Fr. 34'883.-- zzgl. 5% Zins seit 1. August 2004 (Fr. 29'813.--) = Total Fr. 64'696.--

7.2 Das Total der Forderungen der Privatklägerinnen beträgt Fr. 202'964.20. Bei B.

konnten beschlagnahmte Gelder von Fr. 2'350.-- eingezogen werden (TPF pag.

1.100.001; vgl. Dispositiv-Ziff. VI.3 des Urteils des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011). Die zu verteilende Quote beträgt somit 1,157%. Folglich entfallen zusätzlich zu den in Erwägung 6.2 errechneten Beträgen noch folgende Beträge auf die nachstehenden Privatklägerinnen:

J. Fr. 263.20

L. Fr. 1'040.10

M. Fr. 297.60

N. Fr. 749.10

8. Im Ergebnis ist der Erlös von A. und B. im Betrag von insgesamt Fr. 140'571.84 wie folgt auf die Privatklägerinnen zu verteilen:

G. Fr. 10'026.95

E. Fr. 12'389.95

M. Fr. 8'705.15

H. Fr. 10’801.05

L. Fr. 30’424.25

C. Fr. 3’187.75

F. Fr. 2'318.35

I. Fr. 3’100.25

K. Fr. 20’734.85

D. Fr. 3’477.55

J. Fr. 13'494.70

N. Fr. 21'911.05

9. Für diesen Entscheid sind keine Kosten zu erheben.

10. Rechtsanwältin Regina Marti ist für die unentgeltliche Rechtsvertretung der Privatklägerinnen durch die Eigenossenschaft mit Fr. 2'768.45 (inkl. MWST) zu entschädigen.

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Die Strafkammer beschliesst:

1. Das Bussgeld sowie der Verwertungserlös aus der vollstreckten Ersatzforderung sowie den eingezogenen Vermögenswerten gemäss den Dispositiv-Ziffern I.4, I.5, VI.1 und VI.3 des Urteils des Bundesstrafgerichts SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011 werden an die nachstehenden Privatklägerinnen wie folgt verteilt:

G. Fr. 10'026.95

E. Fr. 12'389.95

M. Fr. 8'705.15

H. Fr. 10’801.05

L. Fr. 30’424.25

C. Fr. 3’187.75

F. Fr. 2'318.35

I. Fr. 3’100.25

K. Fr. 20’734.85

D. Fr. 3’477.55

J. Fr. 13'494.70

N. Fr. 21'911.05

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Rechtsanwältin Regina Marti wird als unentgeltliche Rechtsvertreterin durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 2'768.45 (inkl. MWST) entschädigt.

4. Dieser Entscheid wird der Bundesanwaltschaft sowie Rechtsanwältin Regina Marti schriftlich eröffnet.

Im Namen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts

Die Vorsitzende Der Gerichtsschreiber

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Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an  Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig)

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG).

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art.

396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG).

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO).

Einhaltung der Fristen

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO).

Versand: 22. Oktober 2021

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