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SK.2021.23 • BStGer SK.2021.23 KI-generiert

Commercial Theft, Postal and Weapons Violations Conviction and Sentencing

Geschäftsnummer SK.2021.23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court found the defendant guilty of commercial theft, multiple violations of postal and telecommunications secrecy, and multiple violations of the weapons act. The court sentenced the defendant to 24 months imprisonment, suspended for two years, and credited four days of pre-trial detention. Various seized items were confiscated for destruction or forfeiture, some were to be publicly advertised for claims, and others were to be retained by the court. The defendant was also ordered to pay restitution to several private claimants and to reimburse the state for defense costs once financially able.

Legislator-Regeste

Amtlich

Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB), mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG);;Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB), mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG);;Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB), mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG);;Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB), mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG)

Schlagwörter

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gewerbsmässiger Diebstahl Strafzumessung beschlagnahmte Vermögenswerte Eidgenossenschaft Waffengesetz Straftaten gegen das Vermögen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB

Cited as the basis for the guilty verdict on commercial theft.

Art. 321ter Abs. 1 StGB

Cited as the basis for the guilty verdict on multiple violations of postal and telecommunication secrecy.

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG

Cited as the basis for the guilty verdict on multiple violations of the Weapons Act.

Art. 267 Abs. 3 StPO

Cited for the use of confiscated items to cover procedural costs.

Art. 70 Abs. 1 StGB

Cited for the confiscation of confiscated assets in favor of the Confederation.

Art. 69 StGB

Cited for the confiscation of confiscated items for destruction.

Art. 267 Abs. 6 StPO

Cited for the public announcement of claims regarding confiscated items.

Art. 69 Abs. 1 StGB

Cited for confiscated items being kept with the case files.

Art. 267 Abs. 3 StPO

Cited for the use of confiscated items to cover procedural costs.

Art. 66 Abs. 1 LTF

Cited for imposing procedural costs on the defendant.

Art. 64 LTF

Cited for granting legal aid to the defendant.

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Volltext

Bundesstrafgericht

Tribunal pénal fédéral

Tribunale penale federale

Tribunal penal federal

Gesc häftsnummer: SK.2021.23

Urteil vom 4. August 2021 Strafkammer

Besetzung Bundesstrafrichter Martin Stupf, Einzelrichter Gerichtsschreiber Rafael Schoch

Parteien BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt des Bundes Nils Eckmann

und

als Privatklägerschaft:

1. B. GENOSSENSCHAFT

2. C. AG

3. D. SA, vertreten durch Rechtsanwalt Cem Arikan

4. E. SE, vertreten durch Rechtsanwalt Cem Arikan

5. F. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Cem Arikan

6. G., vertreten durch Rechtsanwalt Cem Arikan

7. H. GENOSSENSCHAFT

8. I. AG

9. J. AG

10. K. AG

11. L. SARL

12. M. AG

13. N.

14. O. AG

15. P. SA

16. Q. AG

17. R. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Guido Lazzarini

gegen

A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Philippe Häner

Gegenstand Gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Verletzung des Postund Fernmeldegeheimnisses, mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz

(abgekürztes Verfahren)

SK.2021.23

Der Einzelrichter erkennt:

1. A. wird schuldig gesprochen  des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB;

 der mehrfachen Verletzung des Postund Fernmeldegeheimnisses gemäss Art. 321ter Abs. 1 StGB;

 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG.

2. A. wird mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten bestraft. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben.

Die ausgestandene Polizeiund Untersuchungshaft von insgesamt 4 Tagen wird auf die Strafe angerechnet.

3. Die nachgenannten beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte werden nach Eintritt der Rechtskraft:

3.1 zur Deckung der Verfahrenskosten gemäss nachstehender Ziffer 6 verwendet (Art. 267 Abs. 3 StPO):

Asservat Bargeld

1026 8 Noten à Fr. 200.–

7 Noten à Fr. 100.– total Fr. 2'300.–

3.2 zu Gunsten der Eidgenossenschaft eingezogen (Art. 70 Abs. 1 StGB):

Asservat Bargeld

1027 83 Noten à EUR 50.– total EUR 4'150.–

3.3 zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB):

Asservat Gegenstand

1011 1 Schlagstock, BB Baton 1012 1 Schlagring, silbrig 1013 1 Schlagring mit Messer, schwarz 1014 1 Schlagstock, kurz 1015 1 Springmesser, schwarz "KY DY"

3001 1 Teleskopschlagstock, silberfarben

3.4 zur Anmeldung von Ansprüchen öffentlich ausgeschrieben (Art. 267 Abs. 6 StPO):

Asservat Gegenstand

1028.19 1 Plastiksack mit 238 Kugeln (antrazit-perlmut) je mit Loch 1030.3.27 1 Ring, Weissgold, mit blauem, ovalem Stein 1030.4.2.6 1 Ring, Weissgold mit 11 Steinen (Brillanten), Durchmesser 17 mm 1030.4.3.1 1 Ring, Weissgold mit einem gelblichen Stein und zwei orangen Steinen, Durchmesser

17 mm

SK.2021.23

Asservat Gegenstand

1030.4.3.2 1 Ring, Weissgold mit 17 Steinen, Durchmesser 16 mm 1030.4.3.3 1 Teil eines Schmuckstückes, Kugel mit diversen Steinen 1030.5.3.8 1 Teil eines Schmuckstückes, Silber 925 1030.7 1 Saphir (blaue Farbvarietät von natürlichem Korund), 13.152 ct, hitzebehandelt, in weisser Plastikbox 1030.9 1 Saphir (blaue Farbvarietät von natürlichem Korund), 12.805 ct, ohne Anzeichen von Hitzebehandlung, mit Zettel beschriftet: …

Erhebt innert 5 Jahren seit der Ausschreibung niemand Anspruch, so fallen diese Gegenstände und Vermögenswerte zur Verwertung oder Vernichtung an den Bund.

3.5 eingezogen und bei den Akten belassen (Art. 69 Abs. 1 StGB):

Asservat Gegenstand 1030 1 Papiertüte … 1030.1 1 Kartonschachtel mit Verpackungsmaterial 1030.2 1 Begleitschreiben an die S. GmbH 1030.3 1 Minigrip mit Zettel "Gold ca 102 g" und Serviette 1030.4 1 Minigrip mit Zettel "Gold mit Brillanten 111g" und zwei Minigrips 1030.5 1 Minigrip mit Zettel "Silber 167 g" und 1 Minigrip, beschriftet: … 1032 1 Postsendungsverpackung 1035.2 1 Kartonschachtel, adressiert an T. GmbH 4003.1 10 Minigrips 4003.7 2 Lieferscheine von AA. SA

4. A. wird verpflichtet, den folgenden Personen nachstehenden Betrag zu bezahlen:

4.1. B. Genossenschaft Fr. 1'049.–

4.2. F. AG Fr. 3'772.55 Fr. 3'936.65 Fr. 5'824.95 Fr. 10'931.90 Fr. 22'913.50 (total) Fr. 47'379.55

4.3. D. SA Fr. 110.–

4.4. E. SE Fr. 4'055.80

4.5. G. Fr. 3'936.65

4.6. H. Genossenschaft Fr. 9'423.60 Fr. 11'000.– (total) Fr. 20'423.60

4.7. I. AG Fr. 8'232.30 Fr. 39'851.– (total) Fr. 48'083.30

4.8. J. AG Fr. 11'505.15

4.9. K. AG Fr. 150.– Fr. 150.– (total) Fr. 300.–

SK.2021.23

4.10. L. SARL (umgerechnet) Fr. 1'688.30

4.11. O. AG Fr. 19'142.50

4.12. Q. AG Fr. 3'093.45 Fr. 297.60 Fr. 15'057.20 Fr. 2'845.30 Fr. 1'255.60 Fr. 18'000.– Fr. 7'152.– Fr. 3'791.70 (total) Fr. 51'492.85

5. Es wird festgestellt, dass A. die Zivilklagen der C. AG vom 30. Oktober 2020 betreffend BB. SA und N. dem Grundsatz nach anerkannt hat.

6. Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 9'565.35 (inkl. Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.–) werden A. auferlegt.

7. Rechtsanwalt Philippe Häner wird unter Anrechnung der ausgerichteten Akontozahlung für die amtliche Verteidigung von A. durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 13'747.15 (inkl. MWST) entschädigt.

A. wird verpflichtet, der Eidgenossenschaft die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

Dieses Urteil wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Einzelrichter mündlich begründet. Den anwesenden Parteien wird das Urteilsdispositiv ausgehändigt; der nicht anwesenden Privatklägerschaft wird es schriftlich zugestellt.

Im Namen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber

SK.2021.23

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an:  Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig)  Bundesamt für Polizei (vollständig; gestützt auf Art. 68 StBOG i.V.m. Art. 3 Ziff. 13 der Verordnung über die Mitteilung kantonaler Strafentscheide vom

10. November 2004)

Rechtsmittelbelehrung

Das Gericht verzichtet auf eine schriftliche Begründung, wenn es das Urteil mündlich begründet und nicht eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren, eine Verwahrung nach Artikel 64 StGB, eine Behandlung nach Artikel 59 Absatz 3 StGB oder, bei gleichzeitig zu widerrufenden bedingten Sanktionen, einen Freiheitsentzug von mehr als zwei Jahren ausspricht (Art. 82 Abs. 1 StPO). Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach der Zustellung des Dispositivs verlangt oder eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 StPO).

Berufung an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts

Gegen Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts, die das Verfahren ganz oder teilweise abschliessen, kann innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mündlich oder schriftlich Berufung angemeldet werden (Art. 399 Abs. 1 i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO; Art. 38a StBOG).

Mit der Berufung gegen ein Urteil im abgekürzten Verfahren kann eine Partei nur geltend machen, sie habe der Anklageschrift nicht zugestimmt oder das Urteil entspreche der Anklageschrift nicht (Art. 362 Abs. 5 StPO).

Beschränkt sich die Berufung auf den Zivilpunkt, so wird das Urteil der Strafkammer nur so weit überprüft, als es das am Gerichtsstand anwendbare Zivilprozessrecht vorsehen würde (Art. 398 Abs. 5 StPO).

Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Urteils der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Sie hat darin anzugeben, ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils sie verlangt und welche Beweisanträge sie stellt. Werden nur Teile des Urteils angefochten, ist verbindlich anzugeben, auf welche sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO).

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG).

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG).

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO).

SK.2021.23

Einhaltung der Fristen

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO).

Versand: 5. August 2021

SK.2021.23