Withdrawal of Appeal Renders Penal Order Moot
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual was convicted by a penal order for circulating counterfeit money and appealed the decision. However, the individual later withdrew their appeal. The court ruled that the withdrawal of the appeal renders the proceedings moot, upholding the original penal order as a final judgment. Consequently, the individual was ordered to bear the costs of the proceedings, including a minimal administrative fee.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 242 i.V.m, Art. 250 StGB, Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO, Art. 356 Abs. 1 StPO, Art. 356 Abs. 2 StPO, Art. 353 Abs. 1 StPO; Withdrawal of Appeal Renders Penal Order Moot: However, the individual later withdrew their appeal. The court ruled that the withdrawal of the appeal renders the proceedings moot, upholding the original penal order as a final judgment. Consequently, the individual was ordered to bear the costs of the proceedings, including a minimal administrative fee.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court used this article to transfer the penal order to the court for main proceedings after the objection was filed, which ultimately led to the procedure being discontinued due to the withdrawal of the objection.
This article states that an objection can be withdrawn until the end of the party statements, and the court references it to justify that the penal order becomes a judgment upon withdrawal of the objection.
These articles are cited to determine the costs of the court proceedings and set a minimal flat fee of Fr. 200.--.
Volltext
Bundesstrafgericht
Tribunal pénal fédéral
Tribunale penale federale
Tribunal penal federal
Gesc häft snummer: SK.2020.30
Verfügung vom 13. August 2020 Strafkammer
Besetzung Bundesstrafrichter Martin Stupf, Einzelrichter Gerichtsschreiber David Heeb
Parteien BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwältin des Bundes Simone Meyer-Burger gegen
A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwältin Stephanie Selig,
Gegenstand Rückzug der Einsprache; Abschreibung des Verfahrens
Der Einzelrichter erwägt, dass:
– die Bundesanwaltschaft mit Strafbefehl vom 2. Juli 2020 A. wegen in Umlaufsetzens falschen Geldes (Art. 242 i.V.m. Art. 250 StGB) zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à Fr. 130.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren, zu einer Busse von Fr.
700.-- und zur Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 700.-- verurteilte (BA pag. 3.0.7 f.);
– A. mit Schreiben vom 13. Juli 2020 gegen den Strafbefehl Einsprache erhob (BA pag.
3.0.10, -12);
– die Bundesanwaltschaft am Strafbefehl festhielt (Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und am
30. Juli 2020 dem hiesigen Gericht den Strafbefehl als Anklageschrift zwecks Durchführung eines Hauptverfahrens überwies (Art. 356 Abs. 1 StPO);
– das Gericht vorfrageweise über die Gültigkeit des Strafbefehls und der Einsprache entscheidet (Art. 356 Abs. 2 StPO);
– der Strafbefehl vom 2. Juli 2020 die in Art. 353 Abs. 1 StPO aufgelisteten Kriterien beinhaltet und gemäss Art. 353 Abs. 3 StPO formgerecht eröffnet wurde;
– die Einsprache vom 13. Juli 2020 formund fristgerecht erfolgte (Art. 354 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 StPO);
– die Einsprache bis zum Schluss der Parteivorträge zurückgezogen werden kann (Art. 356 Abs. 3 StPO) und diesfalls der Strafbefehl zum Urteil wird und in Rechtskraft erwächst (RIKLIN, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 356 StPO N. 4);
– A. mit Schreiben vom 7. August 2020 die Einsprache innert vorgenanntem Zeitraum zurückzog (TPF pag. 2.521.001);
– der Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 2. Juli 2020 somit zum Urteil wird und in Rechtskraft erwächst;
– das Verfahren SK.2020.30 infolgedessen als gegenstandslos abzuschreiben ist;
– sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach den Art. 422 - 428 StPO bestimmen;
SK.2020.30
– zur Regelung der Kostenfolge bei der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens grundsätzlich auf das allgemeine Kriterium abzustellen ist, wonach die entstandenen Verfahrenskosten von jener Partei zu tragen sind, die das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_237/2009 vom 28. September 2009 E. 3.3);
– A. durch den Rückzug der Einsprache die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens SK.2020.30 verursacht hat;
– wenn der Einspracherückzug nach Überweisung der Akten an das erstinstanzliche Gericht erfolgt (Art. 356 Abs. 1 StPO), die Rückzug erklärende Person die Kosten zu tragen hat (statt vieler: Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2016.49 vom 20. Januar 2017; DAPHINOFF, Das Strafbefehlsverfahren in der Schweizerischen Strafprozessordnung, Diss. 2012, S. 626; GILLÉRON/KILLIAS, Commentaire Romand, Code de procédure pénale suisse, 2011, Art. 356 StPO N. 14);
– A. demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen hat;
– neben den im (nun rechtskräftigen) Strafbefehl auferlegten Kosten für das Strafbefehlsverfahren zusätzlich die Kosten für die nach der Einspracheerhebung vorgenommenen Verfahrensschritte hinzukommen (DAPHINOFF, a.a.O., S. 626);
– in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organisation der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (StBOG; SR 173.71) i.V.m.
Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31.
August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) eine minimale Pauschalgebühr von Fr. 200.-- festzusetzen ist.
SK.2020.30
Der Einzelrichter erkennt:
1. Das Verfahren SK.2020.30 wird infolge Rückzugs der Einsprache als gegenstandslos abgeschrieben.
2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden A. auferlegt.
3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet.
Im Namen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts
Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber
Geht an: − Bundesanwaltschaft, Frau Simone Meyer-Burger, Staatsanwältin des Bundes − Frau Rechtsanwältin Stephanie Selig
Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an − Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig)
Rechtsmittelbelehrung Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG).
Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO).
Versand: 13.08.2020
SK.2020.30