Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
RR.2018.307 • BStGer RR.2018.307 KI-generiert

Federal Criminal Court Dismisses Appeal on International Legal Assistance to Belarus Due to Missed Deposit Deadline

Geschäftsnummer RR.2018.307
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Criminal Court dismissed an appeal concerning international mutual legal assistance in criminal matters to Belarus. The appellant was ordered to pay a security deposit for the appeal, but failed to do so by the deadline, even though the timely payment was defined as depositing the amount with the Swiss Post or crediting a Swiss bank account. Because the deposit was not paid, the court deemed it appropriate not to enter into the appeal and consequently imposed court costs on the appellant.

Legislator-Regeste

Amtlich

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Weissrussland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). ;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Weissrussland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). ;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Weissrussland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). ;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Weissrussland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG).

Schlagwörter

KI-generiert
Leistung des Kostenvorschusses Rechtshilfe Fristversäumnis Sicherheitsleistung schwerer Mangel des Verfahrens im Ausland Rückstellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG

This provision is cited as the basis for not entering a plea on the appeal due to non-payment of the advance on costs and for imposing costs on the appellant.

Art. 63 Abs. 4 VwVG

Cited in conjunction with Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG, it indicates that the appeal is not being considered due to the threat made upon failure to pay the advance.

Art. 63 Abs. 1 VwVG

Cited in conjunction with Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG, this provision establishes that the appellant is liable for costs in this outcome.

Art. 63 Abs. 5 VwVG

Cited in conjunction with Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG, this provision allows for the court fee to be set at Fr. 500.--.

Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG

This provision is mentioned in the legal remedies section, indicating the possibility to appeal to the Federal Court within ten days.

Art. 84 Abs. 1 BGG

This provision is mentioned in the legal remedies section, outlining the conditions under which an appeal is admissible in international mutual assistance in criminal matters.

Art. 84 Abs. 2 BGG

This provision is mentioned in the legal remedies section, defining what constitutes a particularly important case for admissibility of an appeal.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bunde s s t r a f ge r ic ht

Tr ibuna l pé na l fé dé r a l

Tr ibuna le pe na le fe de r a le

Tr ibuna l pe na l fe de r a l

G e s c h ä f t sn u m me r : R R. 2 0 1 8 .3 0 7

Entscheid vom 28. November 2018 Beschwerdekammer

Besetzung Bundesstrafrichter Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, Roy Garré und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Martin Eckner

Parteien A. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Schelbert, Beschwerdeführerin

gegen

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS URI, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Weissrussland

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass

– die Generalstaatsanwaltschaft Weissrusslands am 25. November 2016 die Schweiz um Edition von Unterlagen, Durchführung von Einvernahmen sowie polizeiliche Ermittlungen ersuchte (vgl. act. 1.2);

– die Staatsanwaltschaft des Kantons Uri dem Ersuchen mit Schlussverfügung vom 2. Oktober 2018 entsprach;

– die A. AG dagegen am 31. Oktober 2018 Beschwerde erhob (act. 1);

– die A. AG mit Schreiben vom 6. November 2018 eingeladen wurde, bis 19. November 2018 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu leisten und darauf hingewiesen wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 3);

– die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der schweizerischen Post übergeben oder einem Postoder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 21 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG [SR 173.71]);

– die Beschwerdeführerin bis dato den verlangten Kostenvorschuss nicht bezahlte;

– auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);

– die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig wird (vgl. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); die Gerichtsgebühr nach dem Reglement vom 31. August 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR;

SR 173.713.162) vorliegend auf Fr. 500.-- anzusetzen ist (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG).

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.

Bellinzona, 29. November 2018

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

- Rechtsanwalt Bruno Schelbert

- Staatsanwaltschaft des Kantons Uri

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).