Swiss Mutual Assistance in Criminal Matters - Appeal Dismissed for Lack of Grounds and Deposit
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA criminal investigation in Germany for fraud led to a request for international legal assistance from Switzerland for the seizure of evidence. The Swiss prosecutor issued a final decision, which the accused appealed without providing grounds and without paying the required deposit. The court dismissed the appeal, holding that failure to provide grounds and pay the deposit, after being duly warned, meant the appeal could not proceed and thus imposed court costs on the appellant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 IRSG, Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG, Art. 21 Abs. 3 VwVG, Art. 63 Abs. 4 VwVG, Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 63 Abs. 5 VwVG; Swiss Mutual Assistance in Criminal Matters - Appeal Dismissed for Lack of Grounds and Deposit: The Swiss prosecutor issued a final decision, which the accused appealed without providing grounds and without paying the required deposit. The court dismissed the appeal, holding that failure to provide grounds and pay the deposit, after being duly warned, meant the appeal could not proceed and thus imposed court costs on the appellant.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for not entering into the appeal due to the failure to pay the cost deposit and provide a reasoned appeal, and for imposing costs on the appellant.
Cited, along with Art. 52 Abs. 3 VwVG, for the procedural consequence of not entering into the appeal due to non-compliance with procedural requirements.
Cited as the basis for imposing costs on the appellant.
Cited for the application of the cost and fee regulations of the Federal Criminal Court.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' (Information on appeals) to indicate the possibility of filing a further appeal to the Federal Court.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' to specify the conditions under which an appeal to the Federal Court is admissible in matters of international mutual assistance in criminal matters.
Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' to define what constitutes a 'particularly significant case' for the admissibility of a further appeal.
Volltext
Bundesstrafgericht
Tribunal pénal fédéral
Tribunale penale federale
Tribunal penal federal
Gesc häftsnummer: RR.2013.362
Entscheid vom 9. Januar 2014 Beschwerdekammer
Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Miro Dangubic
Parteien A.,
Beschwerdeführerin
gegen
STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ST.
GALLEN,
Beschwerdegegnerin
Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- die Staatsanwaltschaft München I gegen A. ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges führt (act. 2);
- die Staatsanwaltschaft München I in diesem Zusammenhang mit Rechtshilfeersuchen vom 9. Juli 2013 an die Schweiz gelangte (act. 2);
- die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (nachfolgend "StA SG") im Rahmen der Bearbeitung des obgenannten Rechtshilfeersuchens am
28. November 2013 eine Schlussverfügung erliess ("Schlussverfügung bzgl. Tresorfach");
- A. dagegen mit Eingabe vom 8. Dezember 2013 Beschwerde erhebt (act.
1);
- die Beschwerdeschrift vom 8. Dezember 2013 keine Begründung enthält (act. 1);
- die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 11. Dezember 2013 eingeladen wurde, bis zum 23. Dezember 2013 einen Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- zu leisten und zugleich aufgefordert wurde, eine Beschwerdebegründung nachzureichen (act. 4);
- die Beschwerdeführerin darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 4);
- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post übergeben oder einem Postoder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG);
- die Beschwerdeführerin bis dato weder den verlangten Kostenvorschuss bezahlt, noch eine Begründung nachgereicht hat;
- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 52 Abs. 3 und Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);
- die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Berechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in
Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) und die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist.
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
Bellinzona, 9. Januar 2014
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Zustellung an
- A.
- Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe
Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt
insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).