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RR.2013.362 • BStGer RR.2013.362 KI-generiert

Swiss Mutual Assistance in Criminal Matters - Appeal Dismissed for Lack of Grounds and Deposit

Geschäftsnummer RR.2013.362
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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A criminal investigation in Germany for fraud led to a request for international legal assistance from Switzerland for the seizure of evidence. The Swiss prosecutor issued a final decision, which the accused appealed without providing grounds and without paying the required deposit. The court dismissed the appeal, holding that failure to provide grounds and pay the deposit, after being duly warned, meant the appeal could not proceed and thus imposed court costs on the appellant.

Legislator-Regeste

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Art. 74 IRSG, Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG, Art. 21 Abs. 3 VwVG, Art. 63 Abs. 4 VwVG, Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 63 Abs. 5 VwVG; Swiss Mutual Assistance in Criminal Matters - Appeal Dismissed for Lack of Grounds and Deposit: The Swiss prosecutor issued a final decision, which the accused appealed without providing grounds and without paying the required deposit. The court dismissed the appeal, holding that failure to provide grounds and pay the deposit, after being duly warned, meant the appeal could not proceed and thus imposed court costs on the appellant.

Schlagwörter

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Rechtshilfe internationale Betrugsermittlung Beweislosigkeit Betrug Zivilklage Justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG

Cited as the basis for not entering into the appeal due to the failure to pay the cost deposit and provide a reasoned appeal, and for imposing costs on the appellant.

Art. 63 Abs. 4 VwVG

Cited, along with Art. 52 Abs. 3 VwVG, for the procedural consequence of not entering into the appeal due to non-compliance with procedural requirements.

Art. 63 Abs. 1 VwVG

Cited as the basis for imposing costs on the appellant.

Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG

Cited for the application of the cost and fee regulations of the Federal Criminal Court.

Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG

Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' (Information on appeals) to indicate the possibility of filing a further appeal to the Federal Court.

Art. 84 Abs. 1 BGG

Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' to specify the conditions under which an appeal to the Federal Court is admissible in matters of international mutual assistance in criminal matters.

Art. 84 Abs. 2 BGG

Cited in the 'Rechtsmittelbelehrung' to define what constitutes a 'particularly significant case' for the admissibility of a further appeal.

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Volltext

Bundesstrafgericht

Tribunal pénal fédéral

Tribunale penale federale

Tribunal penal federal

Gesc häftsnummer: RR.2013.362

Entscheid vom 9. Januar 2014 Beschwerdekammer

Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Miro Dangubic

Parteien A.,

Beschwerdeführerin

gegen

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ST.

GALLEN,

Beschwerdegegnerin

Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:

- die Staatsanwaltschaft München I gegen A. ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges führt (act. 2);

- die Staatsanwaltschaft München I in diesem Zusammenhang mit Rechtshilfeersuchen vom 9. Juli 2013 an die Schweiz gelangte (act. 2);

- die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (nachfolgend "StA SG") im Rahmen der Bearbeitung des obgenannten Rechtshilfeersuchens am

28. November 2013 eine Schlussverfügung erliess ("Schlussverfügung bzgl. Tresorfach");

- A. dagegen mit Eingabe vom 8. Dezember 2013 Beschwerde erhebt (act.

1);

- die Beschwerdeschrift vom 8. Dezember 2013 keine Begründung enthält (act. 1);

- die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 11. Dezember 2013 eingeladen wurde, bis zum 23. Dezember 2013 einen Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- zu leisten und zugleich aufgefordert wurde, eine Beschwerdebegründung nachzureichen (act. 4);

- die Beschwerdeführerin darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 4);

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post übergeben oder einem Postoder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG);

- die Beschwerdeführerin bis dato weder den verlangten Kostenvorschuss bezahlt, noch eine Begründung nachgereicht hat;

- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 52 Abs. 3 und Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);

- die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Berechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in

Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) und die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist.

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.

Bellinzona, 9. Januar 2014

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

- A.

- Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt

insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).