Unsuccessful Appeal for Compensation Due to Lack of Reasoning
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA request for compensation following the dismissal of an investigation into potential violations of the Gambling Act was not admitted because the appeal was not properly reasoned. The court found that the appellant failed to provide even a brief justification for their requests in the appeal submission, which is a minimum requirement under the applicable administrative penal law. Consequently, the court decided not to proceed with the case and ordered the appellant to pay the court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 4 VStrR, Art. 57 Abs. 1 SBG, Art. 28 Abs. 3 VStrR, Art. 390 Abs. 2 StPO, Art. 82 VStrR, Art. 66 Abs. 1 BGG; Unsuccessful Appeal for Compensation Due to Lack of Reasoning: The court found that the appellant failed to provide even a brief justification for their requests in the appeal submission, which is a minimum requirement under the applicable administrative penal law. Consequently, the court decided not to proceed with the case and ordered the appellant to pay the court costs.
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KI-generiertThe provision was used to determine that the appeal did not meet the minimum requirements for a justification.
This provision governs appeals against decisions on compensation requests and was applied in conjunction with Article 28(3) VStrR to assess the admissibility of the appeal.
This provision was applied analogously to impose court costs on the appellant due to the outcome of the proceedings.
This provision, in conjunction with other regulations, was used to set the court fee.
Volltext
Bundesstrafgericht
Tribunal pénal fédéral
Tribunale penale federale
Tribunal penal federal
Gesc häftsnummer: BV.2018.21
Beschluss vom 7. August 2018 Beschwerdekammer
Besetzung Bundesstrafrichter Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, Cornelia Cova und Stephan Blättler, Gerichtsschreiber Stephan Ebneter
Parteien A., vertreten durch Rechtsanwalt Martin Schwaller, Beschwerdeführer
gegen
EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION, Beschwerdegegnerin
Gegenstand Entschädigung bei Einstellung (Art. 100 Abs. 4 VStrR)
Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend "ESBK") das Verfahren gegen A. wegen Verdachts der Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) am 11. Dezember 2017 einstellte (vgl.
act. 1.2 S. 2);
- A. am 18. Dezember 2017 bei der ESBK ein Entschädigungsbegehren einreichen liess (vgl. act. 1.2 S. 2 ff.);
- die ESBK am 26. Juni 2018 über das Begehren entschied (act. 1.2);
- A., vertreten durch Rechtsanwalt Martin Schwaller, dagegen mit Beschwerde vom 30. Juli 2018 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte (act. 1);
- er in prozessualer Hinsicht beantragt, das Verfahren sei bis zum Abschluss des Strafverfahrens – er werde in den nächsten 14 Tagen gegen die ESBK Strafanzeige wegen versuchter Anstiftung zur Verletzung des Berufsgeheimnisses einreichen – zu sistieren (act. 1 S. 4 f.).
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- bei der Verfolgung und Beurteilung von Widerhandlungen gegen das SBG das Bundesgesetz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) anwendbar ist (Art. 57 Abs. 1 SBG);
- gegen den Entscheid über das Entschädigungsbegehren innert 30 Tagen seit der Eröffnung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann; die Verfahrensvorschriften von Art. 28 Abs. 2–5 sinngemäss gelten (Art. 100 Abs. 4 VStrR);
- gemäss Art. 28 Abs. 3 VStrR die Beschwerde schriftlich mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist;
- die Beschwerdeschrift vom 30. Juli 2018 zwar Anträge enthält; diese Anträge in der Beschwerdeschrift vom 30. Juli 2018 aber nicht einmal kurz begründet werden;
- die Beschwerdeschrift vom 30. Juli 2018 daher bereits den Mindestanforderungen von Art. 28 Abs. 3 VStrR klar nicht genügt; damit offen gelassen werden kann, ob an die Begründung der Beschwerde i.S.v. Art. 100 Abs. 4 VStrR angesichts der im Vergleich zu Art. 28 Abs. 3 VStrR viel längeren Rechtsmittelfrist höhere Anforderungen zu stellen wären;
- das VStrR für Beschwerden gegen Untersuchungshandlungen (Art. 26 ff.
VStrR) keine Möglichkeit der Nachfristansetzung zur Verbesserung der Beschwerde vorsieht (Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BV.2017.45 vom
7. November 2017; BV.2017.43 vom 26. Oktober 2017; je m.w.H.);
- dies auch für die Beschwerde i.S.v. Art. 100 Abs. 4 VStrR gilt, umso mehr, als Art. 100 Abs. 4 VStrR eine im Vergleich zu Art. 28 Abs. 3 VStrR viel längere Rechtsmittelfrist vorsieht;
- auf die vorliegende Beschwerde daher ohne Durchführung eines Schriftenwechsels nicht einzutreten ist (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario i.V.m.
Art. 82 VStrR; Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BV.2017.45 vom 7. November 2017; BV.2017.43 vom 26. Oktober 2017);
- sich damit auch die Behandlung des Sistierungsgesuchs erübrigt;
- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; TPF 2011 25 E. 3);
- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.– festzusetzen ist (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]);
und erkennt:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
Bellinzona, 7. August 2018
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Zustellung an
- Rechtsanwalt Martin Schwaller
- Eidgenössische Spielbankenkommission (unter Beilage eines Doppels des act. 1)
Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.