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BK.2009.6 • BStGer BK.2009.6 KI-generiert

Premature compensation claim for unjustified detention due to seizure not being formally discontinued.

Geschäftsnummer BK.2009.6
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesstrafgericht (BStGer) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The applicant sought compensation for unjustified detention and other disadvantages based on a decision that, upon review, was not a formal decision to discontinue proceedings but rather a lifting of a seizure. The court found that the criminal proceedings had not yet been discontinued when the compensation request was filed, and such a request is only permissible after the proceedings have been definitively discontinued. Therefore, the court deemed the request premature and did not rule on it, while ordering the applicant to bear the court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 122 BStP, Art. 122 Abs. 1 BStP, Art. 122 Abs. 3 BStP, Art. 245 Abs. 1 BStP, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 245 Abs. 2 BStP; Premature compensation claim for unjustified detention due to seizure not being formally discontinued: The court found that the criminal proceedings had not yet been discontinued when the compensation request was filed, and such a request is only permissible after the proceedings have been definitively discontinued. Therefore, the court deemed the request premature and did not rule on it, while ordering the applicant to bear the court costs.

Schlagwörter

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Haftentschädigung Reihenfolge der Pfändung Entschädigungsregelung Einstellung in der Anspruchsberechtigung ungerechtfertigte Kündigung Herausgabe des Eigentums Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP)

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 122 BStP
Gegenstand Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP)
Art. 122 Abs. 1 BStP
Cited as the legal basis for compensation claims following the discontinuation of proceedings, which the applicant explicitly referenced.
Art. 122 Abs. 3 BStP
Cited to explain that the compensation claim was premature as it was filed before the proceedings were officially discontinued.
Art. 245 Abs. 1 BStP
Cited in conjunction with Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG to determine that the applicant must bear the court costs due to the outcome of the proceedings.
Art. 66 Abs. 1 Satz
Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG), wobei die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr.
Art. 245 Abs. 2 BStP
Cited as the legal basis for determining the court fee.
Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG
Cited in conjunction with Art. 245 Abs. 1 BStP to determine that the applicant must bear the court costs due to the outcome of the proceedings.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 122 Abs. 1 BStP

Cited as the legal basis for compensation claims following the discontinuation of proceedings, which the applicant explicitly referenced.

Art. 122 Abs. 3 BStP

Cited to explain that the compensation claim was premature as it was filed before the proceedings were officially discontinued.

Art. 245 Abs. 1 BStP

Cited in conjunction with Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG to determine that the applicant must bear the court costs due to the outcome of the proceedings.

Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG

Cited in conjunction with Art. 245 Abs. 1 BStP to determine that the applicant must bear the court costs due to the outcome of the proceedings.

Art. 245 Abs. 2 BStP

Cited as the legal basis for determining the court fee.

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Volltext

Bundesstrafgericht

Tribunal pénal fédéral

Tribunale penale federale

Tribunal penal federal

G esc häf ts numm er: BK. 2 0 09.6

Entscheid vom 10. Juni 2009

I. Beschwerdekammer

Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Tito Ponti und Alex Staub, Gerichtsschreiber Stefan Graf

Parteien A., vertreten durch Rechtsanwalt Felix C. Meier-Dieterle,

Gesuchstellerin

gegen

BUNDESANWALTSCHAFT,

Gesuchsgegnerin

Gegenstand Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP)

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:

- die Gesuchstellerin am 18. Mai 2009 an die I. Beschwerdekammer gelangte und unter Hinweis auf die „Einstellungsverfügung“ der Gesuchsgegnerin vom 13. Januar 2009 die Ausrichtung einer Entschädigung nach Art. 122 BStP verlangte (act. 1 und 1.2);

- es sich bei der eingereichten Verfügung nicht um einen formellen Entscheid hinsichtlich der Einstellung des Verfahrens, sondern um die Aufhebung einer Beschlagnahme handelt (act. 1.2);

- sich auf Grund der eingeholten Stellungnahme der Bundesanwaltschaft zum Entschädigungsbegehren und den dazugehörenden Akten ergibt, dass das Strafverfahren zum Zeitpunkt der Einreichung des Entschädigungsbegehrens noch gar nicht eingestellt war (act. 3 und 3.1);

- die Beschuldigte ein Begehren um Entschädigung für ungerechtfertigte Untersuchungshaft und für andere erlittene Nachteile im Sinne von Art. 122 Abs. 1 BStP erst nach rechtskräftiger Einstellung der Untersuchung bzw.

des Ermittlungsverfahrens zu stellen berechtigt ist (Entscheide des Bundesstrafgerichts BK.2006.2 vom 10. März 2006, E. 1.2; BK.2006.8 vom

27. Juli 2006);

- die Gesuchstellerin sich in ihrem Gesuch ausdrücklich auf Art. 122 BStP bezog und somit damit rechnen musste, dass die I. Beschwerdekammer erst nach rechtskräftiger Einstellung des Ermittlungsverfahrens über das Entschädigungsgesuch entscheiden würde (Art. 122 Abs. 3 BStP);

- das Entschädigungsbegehren vom 18. Mai 2009 sich somit als verfrüht erweist, weshalb darauf nicht – auch nicht ausnahmsweise unter dem Blickwinkel von Treu und Glauben, nachdem die diesbezügliche Praxis der

I. Beschwerdekammer mehrfach veröffentlicht wurde (Entscheide des Bundesstrafgerichts BK.2006.2 vom 10. März 2006, E. 1.2; BK.2006.8 vom

27. Juli 2006; zuletzt BK.2008.3 vom 20. Februar 2008) – eingetreten werden kann;

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gesuchstellerin die gerichtlichen Kosten zu tragen hat (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG), wobei die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 245 Abs. 2 BStP und Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32);

- der Gesuchstellerin durch das Nichteintreten kein Nachteil erwächst, weil sie ihr Gesuch nach Eintritt der Rechtskraft der Einstellungsverfügung erneut einreichen kann;

und erkennt:

1. Auf das Gesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Gesuchstellerin auferlegt.

Bellinzona, 10. Juni 2009

Im Namen der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

- Rechtsanwalt Felix C. Meier-Dieterle (unter Beilage einer Kopie von act. 3)

- Bundesanwaltschaft

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.