Debtor Objection to Payment Order Regarding New Assets: Appealability under Debt Enforcement and Bankruptcy Act
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA debtor filed an objection against a payment order, asserting they had not acquired new assets, which a lower court subsequently rejected while waiving court costs. The appellate court determined that, pursuant to relevant federal law, no cantonal appeal is permissible against a decision regarding the existence of new assets under the Debt Enforcement and Bankruptcy Act, although the cost decision itself might be appealable; consequently, since the submitted appeal was directed against the substantive decision, the court refrained from entering into the merits of the appeal and dismissed it, while also waiving costs for the appeal proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 265a Abs. 1 SchKG, Art. 265a SchKG, Art. 110 ZPO, Art. 251 lit. d ZPO, Art. 74 Abs. 1 lit. a oder, Art. 42 BGG; Debtor Objection to Payment Order Regarding New Assets: Appealability under Debt Enforcement and Bankruptcy Act: The appellate court determined that, pursuant to relevant federal law, no cantonal appeal is permissible against a decision regarding the existence of new assets under the Debt Enforcement and Bankruptcy Act, although the cost decision itself might be appealable; consequently, since the submitted appeal was directed against the substantive decision, the court refrained from entering into the merits of the appeal and dismissed it, while also waiving costs for the appeal proceedings.
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KI-generiertThe appeal was not accepted because the decision concerned the existence of new assets under this article, against which no cantonal appeal is permitted.
This article, concerning appealability of cost decisions, was cited in the reasoning when discussing potential appeals, but ultimately the appeal addressed the merits, not costs.
This was cited in the context of the appeal deadline, but not explicitly used in the dispositive orders for the decision outcome.
Volltext
Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt Dreiergericht
BEZ.2020.52
ENTSCHEID
vom 12. November 2020
Mitwirkende
Dr. Olivier Steiner, Dr. Claudius Gelzer, lic. iur. André Equey
und Gerichtsschreiber lic. iur. Johannes Hermann
Parteien
A____ Beschwerdeführerin
[...] Schuldnerin
gegen
B____ AG Beschwerdegegnerin
[...] Gläubigerin
Gegenstand
Beschwerde gegen einen Entscheid des Zivilgerichts
vom 21. September 2020
betreffend Rechtsvorschlag mangels neuen Vermögens
Sachverhalt
A____ (nachfolgend: Schuldnerin) erhob am 21. Juli 2020 Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl des Betreibungsamts Basel-Stadt vom 29. Juni 2020 in der Betreibung Nr. [...]. Sie begründete den Rechtsvorschlag damit, dass sie nicht zu neuem Vermögen gekommen sei. Mit Entscheid vom 21. September 2020 bewilligte das Zivilgericht Basel-Stadt den Rechtsvorschlag nicht. Es wies darauf hin, dass der ordentliche Rechtsvorschlag bestehen bleibe. Auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtete es. Gegen diesen Entscheid erhob die Schuldnerin am 13. Oktober 2020 «Einsprache» an das Appellationsgericht. Dessen Verfahrensleiter zog die Akten des Zivilgerichts bei. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort verzichtete er.
Erwägungen
1.
1.1 Gegen den Entscheid über das Vorliegen neuen Vermögens im Sinn von Art. 265a Abs. 1–3 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SG 281.1) ist kein kantonales Rechtsmittel zulässig (vgl. Art. 265a Abs. 1 SchKG; BGE 138 III 130
E. 2.2 S. 131; BGer 5D_112/2013 vom 15. August 2013 E. 1; AGE BEZ.2019.9 vom
11. März 2019 E. 1.1; Bauer, in: Basler Kommentar, Ergänzungsband zur 2. Auflage, 2017, Art. 265a SchKG ad N 31). Der Kostenentscheid ist hingegen mit Beschwerde anfechtbar (vgl. Art. 110 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272]; BGE 138 III 130 E. 2.2
S. 131; Bauer, a.a.O., Art. 265a SchKG ad N 31; Rüegg, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 110 ZPO N 1). Im vorliegenden Fall reichte die Schuldnerin innerhalb der 10-tägigen Beschwerdefrist eine als «Einsprache» bezeichnete Eingabe ein (vgl. zur Beschwerdefrist Art. 321 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 251 lit. d ZPO). Die «Einsprache» wurde als Beschwerde entgegengenommen.
1.2 Mit der «Einsprache» stellt die Schuldnerin die materielle Richtigkeit des angefochtenen Entscheids über das Vorliegen neuen Vermögens im Sinn von Art. 265a SchKG infrage. Das Rechtsmittel richtet sich nicht gegen den Kostenentscheid, zumal das Zivilgericht im angefochtenen Entscheid auf die Erhebung von Kosten verzichtet hat. Da gegen den Entscheid über das Vorliegen neuen Vermögens im Sinn von Art. 265a SchKG kein kantonales Rechtsmittel zulässig ist, kann auf die «Einsprache» bzw. Beschwerde nicht eingetreten werden.
2.
Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird umständehalber verzichtet.
Demgemäss erkennt das Appellationsgericht (Dreiergericht):
://: Auf die Beschwerde gegen den Entscheid des Zivilgerichts vom 21. September 2020 (V.2020.630) wird nicht eingetreten.
Auf die Erhebung von Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren wird verzichtet.
Mitteilung an:
- Beschwerdeführerin
- Beschwerdegegnerin
- Zivilgericht Basel-Stadt
APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT
Der Gerichtsschreiber
lic. iur. Johannes Hermann
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Zivilsachen erhoben werden. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten gilt dies nur dann, wenn der Streitwert die Beschwerdesumme gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. a oder b BGG erreicht (CHF 15'000.– bei Streitigkeiten aus Miete oder Arbeitsverhältnis bzw. CHF 30'000.– in allen übrigen Fällen) oder wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Die Beschwerdeschrift ist fristgerecht dem Bundesgericht (1000 Lausanne 14) einzureichen. Für die Anforderungen an deren Inhalt wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht.
Ob an Stelle der Beschwerde in Zivilsachen ein anderes Rechtsmittel in Frage kommt (z.B. die subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht gemäss Art. 113 BGG), ergibt sich aus den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Wird sowohl Beschwerde in Zivilsachen als auch Verfassungsbeschwerde erhoben, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.