Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
U 372/00 KI-generiert

Attorney fee award in social insurance case overturned by denial of claimant's free legal aid due to sufficient income and assets.

Geschäftsnummer U 372/00
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Insurance Court dismissed the attorney's administrative court appeals and upheld the lower court's decisions, meaning the reduced attorney's fees of CHF 2,000 per case (plus VAT) remained in force, and the attorney was ordered to pay CHF 1,000 in court costs. The dispute arose from a social insurance case where the attorney, representing a claimant in two proceedings before the cantonal insurance court, challenged the fee award and costs decision, arguing for a higher honorarium of CHF 15,274.20 total. The decisive legal basis was that the claimant, who received disability and accident insurance pensions, a liability insurance advance, and held securities worth around CHF 190,000, did not meet the financial criteria for free legal representation under cantonal law, so the attorney was unjustly granted the benefit; since the attorney learned of this after receiving the claimant's personal financial information, his appeal was deemed obviously unfounded and dismissed under Article 36a of the Federal Judicial Organization Act.

Legislator-Regeste

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Art. 36a OG; Attorney fee award in social insurance case overturned by denial of claimant's free legal aid due to sufficient income and assets: The dispute arose from a social insurance case where the attorney, representing a claimant in two proceedings before the cantonal insurance court, challenged the fee award and costs decision, arguing for a higher honorarium of CHF 15,274.20 total. The decisive legal basis was that the claimant, who received disability and accident insurance pensions, a liability insurance advance, and held securities worth around CHF 190,000, did not meet the financial criteria for free legal representation under cantonal law, so the attorney was unjustly granted the benefit; since the attorney learned of this after receiving the claimant's personal financial information, his appeal was deemed obviously unfounded and dismissed under Article 36a of the Federal Judicial Organization Act.

Schlagwörter

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Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege Versicherungsentschädigung Anwaltshonorar Anlagevermögen Vertretungsverbot für Rechtsanwälte Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 36a OG
Used to dismiss the administrative court appeal as obviously unfounded by simplified procedure.

Zitierte Rechtsprechung

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BGE 123 V 215
dass den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt und sich die gleichen Rechtsfragen stellen, weshalb es sich rechtfertigt, die beiden Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen ( BGE 123 V 215 Erw.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 36a OG

Used to dismiss the administrative court appeal as obviously unfounded by simplified procedure.

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Volltext

[AZA 0]

U 372/00

U 373/00 Hm

III. Kammer

Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; Gerichtsschreiber Condrau

Urteil vom 4. Juli 2001

in Sachen

Dr. B.________, Beschwerdeführer,

gegen

Versicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt, Bäumleingasse 1, 4051 Basel, Beschwerdegegner,

betreffend

H.________, 1947

In Erwägung,

dass das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt mit Entscheiden vom 21. Juni 2000 zwei Beschwerden von H.________ abwies, soweit es darauf eintrat, und unter Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung ihrem Vertreter, Advokat Dr. B.________, für die Verfahren ein Anwaltshonorar von je Fr. 2000.- (zuzüglich Mehrwertsteuer) zusprach,

dass Dr. B.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerden beantragt, die Entscheide des kantonalen Versicherungsgerichts vom 21. Juni 2000 seien hinsichtlich des Kosten- und Entschädigungsentscheides aufzuheben,

dass er sinngemäss beantragt, es sei ihm ein Honorar gemäss Honorarnote von insgesamt Fr. 15'274.20 für beide Verfahren zuzusprechen,

dass den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt und sich die gleichen Rechtsfragen stellen, weshalb es sich rechtfertigt, die beiden Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen ( BGE 123 V 215 Erw. 1, 120 V 466 Erw. 1 mit Hinweisen; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. I, S. 343 unten f.),

dass die von Dr. B.________ vertretene alleinstehende H.________ im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheides eine Rente der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) von Fr. 2003.- und eine Rente der Invalidenversicherung von Fr. 764.- bezog sowie eine Akontozahlung aus der Haftpflichtversicherung von Fr. 25'000.- sowie Wertschriften im Verkehrswert von rund Fr. 190'000.- besass,

dass H.________ somit im vorinstanzlichen Verfahren zu Unrecht in den Genuss der unentgeltlichen Verbeiständung gekommen ist,

dass Dr. B.________ spätestens nach Vorliegen der persönlichen Angaben im Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege in den am Eidgenössischen Versicherungsgericht hängigen Verfahren U 374/00 und U 375/00 davon Kenntnis erhielt,

dass sich ab diesem Zeitpunkt die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie im Verfahren nach Art. 36a OG zu erledigen ist,

erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von Fr. 1000.- werden dem Beschwerdeführer

auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss

verrechnet.

III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt für

Sozialversicherung und H.________ zugestellt.

Luzern, 4. Juli 2001

Im Namen des

Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Der Präsident der III. Kammer:

Der Gerichtsschreiber: