Claimant v. Social Insurance Institution: Assessment of Supplementary Benefits Based on Accounting Records
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who applied for supplementary benefits to their pension in early 1999, which was denied by the local social insurance office because their reported income exceeded acceptable expenditure limits. Following an appeal that was also rejected by the Cantonal Insurance Court, the individual filed a complaint with the Federal Insurance Court, questioning the consideration of their income based on their accounting records for a self-owned business. The cantonal court had relied on a tax assessment as the basis for its decision, but the individual argued that their business accounting should have been taken into account more thoroughly to assess the true financial situation.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 3c Abs. 1 lit. a ELG, Art. 11a ELV, Art. 934 OR, Art. 963 OR, Art. 251 Ziff. 1 StGB, Art. 23 Abs. 1 ELV; Claimant v. Social Insurance Institution: Assessment of Supplementary Benefits Based on Accounting Records: Following an appeal that was also rejected by the Cantonal Insurance Court, the individual filed a complaint with the Federal Insurance Court, questioning the consideration of their income based on their accounting records for a self-owned business. The cantonal court had relied on a tax assessment as the basis for its decision, but the individual argued that their business accounting should have been taken into account more thoroughly to assess the true financial situation.
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KI-generiertAlthough the decision states 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben' (No court costs are levied), this is typically governed by procedural articles. Since no specific cost article (like Art. 66 LTF) is explicitly named in the operative part (only point 2 states no costs), and given the instruction to include cost/legal aid provisions **only if cited in the dispositive**, I will only include articles cited in the operative part (Points 1-3). Point 2 does not cite any legal provision.
Cited in connection with Art. 957 OR regarding the obligation to maintain commercial accounting.
Cited in the context of the obligation for sole proprietorships to maintain commercial accounting, which impacts the assessment of income.
Cited regarding the legal evidentiary power of commercial accounting records.
Cited to support the evidentiary value of accounting records due to their criminal law protection against falsification.
Cited in the considerations regarding the determination of income relevant for supplementary benefits, though not explicitly in the final order, it is listed alongside procedural articles applied in the decision's basis (Art. 1).
Cited in the considerations regarding the relevant period for calculating benefits, though not explicitly in the final order, it is listed alongside procedural articles applied in the decision's basis (Art. 1).
Volltext
Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas
Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts
Prozess
{T 7}
P 43/02
Urteil vom 21. Februar 2003
II. Kammer
Besetzung
Präsident Schön, Bundesrichter Ursprung und Frésard; Gerichtsschreiberin Durizzo
Parteien
S.________, 1934, Halten 1, 9303 Wittenbach, Beschwerdeführer,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin
Vorinstanz
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, St. Gallen
(Entscheid vom 30. April 2002)
Sachverhalt:
A. Am 1. Februar 1999 meldete sich S.________ zum Bezug von Ergänzungsleistungen zur AHV-Rente an. Die Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen wies das Begehren mit Verfügung vom 25. Februar 1999 ab, weil die anrechenbaren Einnahmen die anerkannten Ausgaben überstiegen.
B. Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 30. April 2002 ab.
C. S.________ erhebt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt sinngemäss die Überprüfung seines Anspruchs auf Ergänzungsleistungen gestützt auf die Buchhaltung seiner Einzelfirma.
Während die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1. Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen über die anrechenbaren Einnahmen ( Art. 3c Abs. 1 lit. a ELG und Art. 11a ELV ) sowie den für die Berechnung massgebenden Zeitraum ( Art. 23 Abs. 1 und 2 ELV ) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.
2.1 Die Vorinstanz hat sich in ihrem Entscheid bezüglich der anrechenbaren Einnahmen auf die Steuerveranlagung der Gemeinde W.________ vom 1. Juni 2001 für die Steuerperiode vom 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2000 gestützt, welche für das Jahr 1998 ein Reineinkommen von Fr. 35'000.- auswies. Dabei erwog sie, dass es sich bei der betreffenden Veranlagung um eine Ermessenstaxation handle und im kantonalen Rekursverfahren in Erfüllung der Untersuchungspflicht grundsätzlich die vom Rekurrenten behauptete Unrichtigkeit der Steuerveranlagung zu überprüfen sei. Der vom Beschwerdeführer eingereichten Bilanz und Erfolgsrechnung seiner Einzelfirma C.________ mass sie keinen Beweiswert zu, da sie beliebig manipulierbar seien und nur zusammen mit der Buchhaltung und den (vollständigen) Belegen zu überzeugen vermöchten; von weiteren Abklärungen versprach sie sich in antizipierter Beweiswürdigung keinen Aufschluss über die effektive Einkommenssituation.
2.2 Das kantonale Gericht hat im Grundsatz richtig erwogen, dass bei der Ermittlung der anrechenbaren Einnahmen auf die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse abzustellen ist, weshalb gegenüber einer Ermessensveranlagung der Steuerbehörden der Beweis hierüber zuzulassen ist. Bei der Würdigung dieses Beweises übersieht sie jedoch, dass der Beschwerdeführer als Inhaber einer Einzelfirma gemäss Art. 957 in Verbindung mit Art. 934 OR zur kaufmännischen Buchführung verpflichtet ist, welche mit ihren Bestandteilen (Belege, Bücher, Buchhaltungsauszüge über Einzelkonten, Bilanzen und Erfolgsrechnungen) kraft Gesetzes ( Art. 957 und Art. 963 OR ) bestimmt und geeignet ist, Tatsachen von rechtlicher Bedeutung bzw. die in ihr enthaltenen Tatsachen zu beweisen, und dem strafrechtlichen Schutz von Art. 251 Ziff. 1 StGB unterliegt ( BGE 125 IV 23 ). Es bestand daher kein Grund, ohne weitere Prüfung anhand von Einzelbelegen an der Richtigkeit der vorinstanzlich eingereichten Erfolgsrechnung, welche für das massgebende Jahr 1998 ( Art. 23 Abs. 1 ELV ) einen Gewinn von Fr. 6'244.96 ausweist, zu zweifeln, weshalb die Vorinstanz zu Unrecht von vornherein auf die Steuerveranlagung abgestellt hat und über den Anspruch auf Ergänzungsleistungen neu zu verfügen ist.
Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. April 2002 sowie die Verfügung der Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 1999 aufgehoben und es wird die Sache an die Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen neu verfüge.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 21. Februar 2003
Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der II. Kammer: Die Gerichtsschreiberin:
i.V.