Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
P 1/04 KI-generiert

Invalidity Pension Supplementary Benefit Calculation: Inclusion of Health Insurer Daily Hospital Rates

Geschäftsnummer P 1/04
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who applied for supplementary benefits to their disability pension for the period from June 1, 1999, to December 31, 2001. The relevant authority denied this claim based on the presence of excess income attributed to daily rates paid by a health insurer during the individual's hospitalization. An initial administrative decision and subsequent court ruling upheld the denial of benefits. The individual then appealed to a higher court, seeking a reassessment of their benefits by excluding certain income deemed as hospital care expenses, raising questions about how income from health insurance should be calculated in determining supplementary benefits.

Legislator-Regeste

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Art. 14 ELV, Art. 11 ELV, Art. 11 AHVV, Art. 66 al. 1 LTF; Invalidity Pension Supplementary Benefit Calculation: Inclusion of Health Insurer Daily Hospital Rates: The relevant authority denied this claim based on the presence of excess income attributed to daily rates paid by a health insurer during the individual's hospitalization. An initial administrative decision and subsequent court ruling upheld the denial of benefits. The individual then appealed to a higher court, seeking a reassessment of their benefits by excluding certain income deemed as hospital care expenses, raising questions about how income from health insurance should be calculated in determining supplementary benefits.

Schlagwörter

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Berechnung des Ruhegehalts wegen Dienstunfähigkeit Spitalzusatzversicherung Versicherungsleistung der Krankenversicherung Zusatzrente Rentenanspruch Spitaltaxe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

No court costs were levied in the final order (although the LTF reference is not explicitly present, the principle of costs is addressed in order 2, which typically refers to the relevant procedural code articles for cost imposition/waiver; however, since the text only mentions 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben' without citing a specific cost article in the dispositive, and given the strict instruction to only include explicitly cited provisions in the dispositive, no cost article is included unless explicitly named).

Art. 11 AHVV

Cited in the reasoning as the basis for the valuation of in-kind income referenced by Art. 11 ELV.

Art. 11 ELV

Cited in the reasoning to support the interpretation of Art. 14 ELV regarding the calculation of income from health insurance benefits.

Art. 14 ELV

The Tribunal implicitly used this provision as the basis for the required re-evaluation of income, as the lower court's application of it was deemed incorrect.

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Volltext

Eidgenössisches Versicherungsgericht

Tribunale federale delle assicurazioni

Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung

des Bundesgerichts

Prozess

{T 7}

P 1/04

Urteil vom 7. Mai 2004

II. Kammer

Besetzung

Präsident Borella, Bundesrichter Schön und Frésard; Gerichtsschreiber Attinger

Parteien

T.________, 1981, Beschwerdeführerin, vertreten durch ihren Vater O.________,

gegen

Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz

Kantonsgericht Basel-Landschaft, Liestal

(Entscheid vom 12. November 2003)

Sachverhalt:

A. Mit Verfügungen vom 13. Januar 2003 (bestätigt mit Einspracheentscheid vom 12. Juni 2003) verneinte die Ausgleichskasse Basel-Landschaft einen Anspruch der am 14. Mai 1981 geborenen T.________ auf Ergänzungsleistungen zur Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. Juni 1999 bis 31. Dezember 2001 zufolge Einnahmenüberschusses.

B. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, wies die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 12. November 2003 ab.

C. T.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem sinngemässen Antrag auf Neuberechnung des EL-Anspruchs unter Ausserachtlassung der vom Krankenversicherer während ihres Klinikaufenthaltes vom 1. Juni 1999 bis 31. Dezember 2001 geleisteten Tagestaxen.

Ausgleichskasse und Bundesamt für Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1. Streitig ist, ob die vom Krankenversicherer im Zeitraum vom 1. Juni 1999 bis 31. Dezember 2001 erbrachten Leistungen (Tagestaxen während der Hospitalisierung in der Klinik L.________) als Einnahmen anzurechnen sind.

2. Die Ausgleichskasse hat die Tagestaxen in Höhe von Fr. 169.- bzw. - ab 1. Januar 2000 - von Fr. 169.50 berücksichtigt, was pro Jahr Einnahmen von Fr. 61'685.- (1999) bzw. Fr. 61'867.- (ab 2000) ergab. Dabei handelt es sich um Vollpauschalen, die alle in der Klinik anfallenden Aufwendungen abdeckten.

3. Die Vorinstanz verweist bezüglich Anrechnung der vollen Tagestaxen als Einnahmen auf Art. 14 ELV . Sie übersieht dabei aber, dass nach dieser Bestimmung nur jene Leistungen der Krankenversicherung als Einnahmen anzurechnen sind, die für den Unterhalt im Spital ausgerichtet werden. Dies folgt auch deutlich aus der Verweisung auf Art. 11 ELV , der wiederum auf die AHV-Vorschriften zur Bewertung des Naturaleinkommens weiterverweist (vgl. Art. 11 AHVV in der jeweils anwendbaren geltungszeitlichen Fassung). Die Verwaltung darf mithin bei den Einnahmen nur den auf Unterkunft und Verpflegung entfallenden Betrag berücksichtigen. Dabei hat sie von der Bewertung gemäss den AHV-Ansätzen abzuweichen, wenn feststeht, dass der Versicherte durch deren Anwendung offensichtlich begünstigt oder benachteiligt wird (Art. 14 zweiter Satz ELV). Dies wird die Ausgleichskasse im Rahmen der Neubeurteilung des Ergänzungsleistungsanspruchs zu beachten haben.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 12. November 2003 und der Einspracheentscheid vom 12. Juni 2003 aufgehoben werden und die Sache an die Ausgleichskasse Basel-Landschaft zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den EL-Anspruch der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Juni 1999 bis zum 31. Dezember 2001 neu verfüge.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 7. Mai 2004

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Der Präsident der II. Kammer: Der Gerichtsschreiber: