Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
I 312/03 KI-generiert

Appeal Regarding Retroactive Psychotherapy and Special Schooling Under Disability Insurance

Geschäftsnummer I 312/03
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a complaint filed by the parents of a young individual regarding a decision made by the disability insurance office concerning the provision of medical measures, specifically ambulatory psychotherapy, for a set period. The initial ruling from the Zurich Social Insurance Court upheld the office's decision to grant support only from a specific date onward. The complaint raised by the young individual sought to retroactively extend the support to an earlier date and included requests related to special educational measures. However, the court found that the requests related to special education could not be addressed because there was no prior administrative decision on that matter. Ultimately, the court reviewed the legality of the provided medical measures and found no grounds to reverse the initial decision, concluding that the requests lacked sufficient legal foundation.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 128 OG, Art. 12 Abs. 1 IVG, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 5 Abs. 2 IVG; Appeal Regarding Retroactive Psychotherapy and Special Schooling Under Disability Insurance: The initial ruling from the Zurich Social Insurance Court upheld the office's decision to grant support only from a specific date onward. The complaint raised by the young individual sought to retroactively extend the support to an earlier date and included requests related to special educational measures. However, the court found that the requests related to special education could not be addressed because there was no prior administrative decision on that matter. Ultimately, the court reviewed the legality of the provided medical measures and found no grounds to reverse the initial decision, concluding that the requests lacked sufficient legal foundation.

Schlagwörter

KI-generiert
Invalidenversicherungsrecht Sonderschulung psychiatrische Behandlung Integration von Menschen mit Behinderung Zuständigkeitsgründe Entscheidungen auf medizinischem Gebiet

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
BGE 125 V 414
Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist ( BGE 125 V 414 Erw.
BGE 105 V 19
1 IVG ; BGE 105 V 19 mit Hinweisen; AHI 2000 S.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 66 al. 1 LTF

This provision regulates court costs, and since the court decided not to levy costs (Order 2), this general cost provision is often implicitly referenced or related to Order 2, although not explicitly stated in the final order text fragments provided where applicable (Order 2 states 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben' without citing a specific cost article for non-levy, but standard practice implies reference to the cost regime. However, since no explicit cost/legal aid article is cited in the final dispositive orders 1-4, I will only include those explicitly cited if I find them. In this case, the final orders 1-4 do not contain explicit citations of procedural or substantive law articles, nor do they cite cost/legal aid articles. The citations are only in the considerations. Following the strict rule: 'Include a provision **only if it is explicitly cited in the dispositive (the numbered orders at the end of the decision).**').

Art. 12 Abs. 1 IVG

Cited in the reasoning to confirm the correct application of substantive law regarding medical measures for non-employed persons under 20.

Art. 5 Abs. 2 IVG

Cited in the reasoning to confirm the correct application of substantive law regarding medical measures for non-employed persons under 20.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Eidgenössisches Versicherungsgericht

Tribunale federale delle assicurazioni

Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung

des Bundesgerichts

Prozess

{T 7}

I 312/03

Urteil vom 10. Juli 2003

II. Kammer

Besetzung

Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Ursprung und Frésard; Gerichtsschreiber Schmutz

Parteien

H.________, 1987, Beschwerdeführer, vertreten durch seine Eltern,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur

(Entscheid vom 18. März 2003)

Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 27. August 2002 sprach die IV-Stelle des Kantons Zürich dem 1987 geborenen H.________ für die Zeit vom 2. Februar 2002 bis 28. Februar 2004 medizinische Massnahmen in Form einer ambulanten Psychotherapie nach ärztlicher Verordnung zu.

B. Die von den Eltern hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 18. März 2003, soweit es darauf eintrat, ab.

C. H.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem sinngemässen Begehren, der vorinstanzliche Entscheid sowie die Verwaltungsverfügung seien aufzuheben und es seien ihm rückwirkend in der Zeit vor dem 2. Februar 2002 medizinische Massnahmen sowie die mit am 29. April 2002 eingereichtem Gesuch beantragten Sonderschulmassnahmen zuzusprechen.

Die IV-Stelle des Kantons Zürich schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und das Bundesamt für Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 128 OG beurteilt das Eidgenössische Versicherungsgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 97, 98 lit. b-h und 98a OG auf dem Gebiet der Sozialversicherung. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist ( BGE 125 V 414 Erw. 1a, 119 Ib 36 Erw. 1b, je mit Hinweisen).

Soweit der Beschwerdeführer Anträge im Zusammenhang mit dem am 29. April 2002 (bei der IV-Stelle X.________) eingereichten Gesuch um Sonderschulmassnahmen stellen lässt, ist darauf nach dem Gesagten nicht einzutreten, da es hier - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat - mangels Verfügung an einem beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt. Aus dem gleichen Grunde könnte das kantonale Gericht auch nicht auf den (beim Eidgenössischen Versicherungsgericht als hierfür sowieso nicht zuständiger Instanz) gestellten Antrag auf eine Revision oder eine Wiedererwägung des vorinstanzlichen Entscheides resp. der angefochtenen Verfügung eintreten.

2. Das kantonale Gericht hat die im angefochtenen Entscheid nicht näher bezeichneten, vorliegend massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze über den Anspruch von nichterwerbstätigen Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr auf psychiatrische Behandlung als medizinische Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung ( Art. 5 Abs. 2 und Art. 12 Abs. 1 IVG ; BGE 105 V 19 mit Hinweisen; AHI 2000 S. 64 Erw. 1) zutreffend angewendet. Zu dem entsprechend der angefochtenen Verfügung vom 27. August 2002 einzig Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildenden Anspruch auf medizinische Massnahmen in Form einer ambulanten Psychotherapie wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vorgebracht, das die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft oder die rechtliche Würdigung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Der vorinstanzliche Entscheid ist damit rechtens und weitere Beweisvorkehren sind nicht zu treffen.

3. Das kantonale Gericht hat die im angefochtenen Entscheid nicht näher bezeichneten, vorliegend massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze über den Anspruch von nichterwerbstätigen Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr auf psychiatrische Behandlung als medizinische Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung ( Art. 5 Abs. 2 und Art. 12 Abs. 1 IVG ; BGE 105 V 19 mit Hinweisen; AHI 2000 S. 64 Erw. 1) zutreffend angewendet. Zu dem entsprechend der angefochtenen Verfügung vom 27. August 2002 einzig Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildenden Anspruch auf medizinische Massnahmen in Form einer ambulanten Psychotherapie wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vorgebracht, das die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft oder die rechtliche Würdigung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Der vorinstanzliche Entscheid ist damit rechtens und weitere Beweisvorkehren sind nicht zu treffen.

Die Akten gehen zur Prüfung eines allfälligen Anspruches des Beschwerdeführers auf Sonderschulmassnahmen (vgl. Ziff. 5.7 des am 29. April 2002 eingereichten Gesuches) an die IV-Stelle.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Akten werden an die IV-Stelle des Kantons Zürich überwiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 10. Juli 2003

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Die Vorsitzende der II. Kammer: Der Gerichtsschreiber: