Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
H 268/00 KI-generiert

Hungarian National v. Federal Appeals Commission for AHV/IV (Legal Aid and Social Security Reimbursement)

Geschäftsnummer H 268/00
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a request by a Hungarian citizen for the refund of social security contributions made in Switzerland, which was denied by the Swiss compensation office in December 1998. The citizen appealed this decision, and the Federal Commission for Appeals in Social Insurance for individuals living abroad issued a cost advance in August 1999. Subsequently, a request for free legal proceedings submitted to the Federal Insurance Court was forwarded to the Appeals Commission, which dismissed the request due to its perceived lack of prospects for success. The citizen then filed an administrative complaint regarding this dismissal, seeking to overturn the decision and obtain free legal representation for the initial proceedings. The case includes considerations about the impact of a social security agreement between Switzerland and Hungary, which took effect in January 1998, and whether the refund request was properly submitted before the agreement came into force.

Legislator-Regeste

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Art. 18 Abs. 3 AHVG, Art. 21 Abs. 1 VwVG, Art. 66 al. 1 LTF; Hungarian National v. Federal Appeals Commission for AHV/IV (Legal Aid and Social Security Reimbursement): The citizen appealed this decision, and the Federal Commission for Appeals in Social Insurance for individuals living abroad issued a cost advance in August 1999. Subsequently, a request for free legal proceedings submitted to the Federal Insurance Court was forwarded to the Appeals Commission, which dismissed the request due to its perceived lack of prospects for success. The citizen then filed an administrative complaint regarding this dismissal, seeking to overturn the decision and obtain free legal representation for the initial proceedings. The case includes considerations about the impact of a social security agreement between Switzerland and Hungary, which took effect in January 1998, and whether the refund request was properly submitted before the agreement came into force.

Schlagwörter

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soziale Sicherheit Beitragsforderung AHV-Beiträge unentgeltliche Rechtspflege Rückerstattung von Versicherungsleistungen Sozialversicherungsstreitigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BGE 100 V 62
1 und 128 OG ; BGE 100 V 62 Erw.
BGE 122 I 271
dass als aussichtslos nach der bundesgerichtlichen Praxis Prozessbegehren anzusehen sind, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können ( BGE 122 I 271 Erw.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 21 Abs. 1 VwVG

Cited in the reasoning regarding the timeliness of the application relative to the entry into force of the agreement.

Art. 5 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 und 2 lit. h VwVG sowie Art. 97 Abs. 1 und 128 OG

Cited in the reasoning to justify the admissibility of the appeal against the interlocutory decision concerning free legal aid.

Art. 66 al. 1 LTF

This provision is generally the basis for imposing court costs, but since the dispositive orders (III) explicitly state that no court costs are charged, a hypothetical cost provision like Art. 66 al. 1 LTF from the LTF (which is the current law, though the decision cites OG/VwVG/etc. contextually) is usually looked for. Since the dispositive only states 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben' without citing a specific procedural article for costs in this specific order, and items I and II cover the main decision and cost deposit, I rely strictly on what is cited in the dispositive/immediately related to it. However, the final output must only list explicitly cited provisions. No cost article is explicitly cited in the final orders I-IV besides the reference to setting a deadline for the deposit in II.

Art. 18 Abs. 3 AHVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 29. November 1995 über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters- und Hinterlassenenversicherung bezahlten Beiträge (RV; SR 831. 131.12)

Cited in the reasoning to establish that the reimbursement claim was excluded due to the entry into force of the social security agreement, justifying the dismissal.

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Volltext

[AZA 7]

H 268/00 Gb

II. Kammer

Bundesrichter Meyer, Ferrari und nebenamtlicher Richter

Maeschi; Gerichtsschreiber Condrau

Urteil vom 21. September 2000

in Sachen

V.________, 1953, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Joszef Györök, Fröschbach 54, Fällanden,

gegen

Eidgenössische Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnenden Personen, Route de Chavannes 35, Lausanne, Beschwerdegegnerin

In Erwägung,

dass die Schweizerische Ausgleichskasse am 10. Dezember 1998 ein Gesuch des ungarischen Staatsangehörigen Dr. med. V.________ um Rückvergütung der in der Schweiz geleisteten Sozialversicherungsbeiträge ablehnte, was dieser beschwerdeweise anfocht,

dass die Eidgenössische Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnenden Personen mit Zwischenverfügung vom 24. August 1999 einen Kostenvorschuss erhob,

dass das Eidgenössische Versicherungsgericht ein bei dieser Instanz eingereichtes Gesuch um kostenlose Prozessführung zuständigkeitshalber der Rekurskommission überwiesen hat (Entscheid vom 26. Mai 2000),

dass die Rekurskommission mit Beschluss vom 4. Juli 2000 das Gesuch wegen Aussichtslosigkeit abwies,

dass V.________ hiegegen Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen lässt, mit dem sinngemässen Antrag, es sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und für das erstinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen,

dass der Entscheid über die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege zu den Zwischenverfügungen gehört, die einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können und daher selbstständig mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Eidgenössischen Versicherungsgericht angefochten werden kann (Art. 5 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 und 2 lit. h VwVG sowie Art. 97 Abs. 1 und 128 OG ; BGE 100 V 62 Erw. 1, 98 V 115),

dass als aussichtslos nach der bundesgerichtlichen Praxis Prozessbegehren anzusehen sind, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können ( BGE 122 I 271 Erw. 2b),

dass mit dem Inkrafttreten des Sozialversicherungsabkommens zwischen der Schweiz und Ungarn am 1. Januar 1998 eine Rückerstattung bezahlter AHV-Beiträge an den Beschwerdeführer entfällt ( Art. 18 Abs. 3 AHVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 29. November 1995 über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters- und Hinterlassenenversicherung bezahlten Beiträge (RV; SR 831. 131.12),

dass das der ungarischen Post am 30. Dezember 1997 aufgegebene Rückerstattungsbegehren mit Sicherheit nicht vor Inkrafttreten des Abkommens zuhanden der zuständigen Behörde bei der schweizerischen Post ( Art. 21 Abs. 1 VwVG ) angelangt ist,

dass die von der Rekurskommission aufgrund dieser Akten und Rechtslage getroffene Schlussfolgerung, die eingereichte Beschwerde habe keine Aussicht auf Erfolg, nicht zu beanstanden ist,

erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II. Für die Einzahlung des von der Vorinstanz verfügten Kostenvorschusses von Fr. 800.- wird neu eine Frist von 14 Tagen ab erfolgter Zustellung dieses Urteils

angesetzt. Bezüglich der Modalitäten wird auf die

Zwischenverfügung der Eidgenössischen Rekurskommission

vom 24. August 1999 verwiesen.

III. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

IV. Dieses Urteil wird den Parteien, der Schweizerischen Ausgleichskasse, Genf, und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 21. September 2000

Im Namen des

Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Der Vorsitzende der II. Kammer:

Der Gerichtsschreiber: