Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
C 58/06 KI-generiert

Employee Dismissal for Deceitful Animal Acquisition

Geschäftsnummer C 58/06
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves an individual who was deemed to have been self-responsible for her unemployment after being dismissed from her job as an animal caretaker. She was initially sanctioned with a suspension from receiving unemployment benefits for 38 days due to the circumstances surrounding her dismissal, which involved her attempting to adopt a puppy despite the employer's prior refusal. She contested this decision, arguing for a reduction in the sanction period, and while the initial authority upheld the suspension, further proceedings led to the determination that her level of fault should be classified as medium rather than severe, resulting in a revised sanction of 25 days.

Legislator-Regeste

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Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV, Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG, Art. 45 Abs. 2 AVIV, Art. 30 Abs. 3 AVIG, Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV, Art. 132 OG; Employee Dismissal for Deceitful Animal Acquisition: She was initially sanctioned with a suspension from receiving unemployment benefits for 38 days due to the circumstances surrounding her dismissal, which involved her attempting to adopt a puppy despite the employer's prior refusal. She contested this decision, arguing for a reduction in the sanction period, and while the initial authority upheld the suspension, further proceedings led to the determination that her level of fault should be classified as medium rather than severe, resulting in a revised sanction of 25 days.

Schlagwörter

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Einstellung von Leistungen Strafzumessungsgrad Aussetzungsfrist Kündigung wegen Diebstahls begründeter Entscheid Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen über die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit (dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gebendes Verhalten; Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in Verbindung mit Art.
Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG
Cited in conjunction with Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV as the legal basis for sanctioning self-inflicted unemployment.
Art. 45 Abs. 2 AVIV
und die verschuldensabhängige Einstellungsdauer ( Art. 45 Abs. 2 AVIV in Verbindung mit Art.
Art. 30 Abs. 3 AVIG
Cited in conjunction with Art. 45 Abs. 2 AVIV as the legal basis for the duration of the sanction, and separately in conjunction with Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG regarding self-inflicted unemployment.
Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV
Unter Berücksichtigung sämtlicher objektiver und subjektiver Aspekte ist anstelle eines schweren ein (bloss) mittleres Verschulden anzunehmen und innerhalb des diesbezüglichen, von 16-30 Einstellungstagen reichenden Rahmens ( Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV in Verbindung mit Art.
Art. 132 OG
3 AVIG ) eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 25 Tagen angemessen ( Art. 132 OG ; BGE 123 V 152 Erw.
Art. 45 Abs. 2 AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 3 AVIG
Cited in the reasoning section regarding the duration of the penalty based on the degree of fault.
Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 3 AVIG
Used to establish the applicable range for assuming a medium degree of fault (and thus determining the 25-day penalty period).

Zitierte Rechtsprechung

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BGE 112 V 245
a AVIG ; BGE 112 V 245 Erw.
BGE 123 V 152
132 OG ; BGE 123 V 152 Erw.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG

Cited in conjunction with Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV as the legal basis for sanctioning self-inflicted unemployment.

Art. 30 Abs. 3 AVIG

Cited in conjunction with Art. 45 Abs. 2 AVIV as the legal basis for the duration of the sanction, and separately in conjunction with Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG regarding self-inflicted unemployment.

Art. 45 Abs. 2 AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 3 AVIG

Cited in the reasoning section regarding the duration of the penalty based on the degree of fault.

Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG

Cited to confirm the basis for establishing self-inflicted unemployment, which was not disputed by the appellant regarding the existence of a sanction, only its severity.

Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 3 AVIG

Used to establish the applicable range for assuming a medium degree of fault (and thus determining the 25-day penalty period).

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Volltext

Eidgenössisches Versicherungsgericht

Tribunale federale delle assicurazioni

Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung

des Bundesgerichts

Prozess {T 7}

C 58/06

Urteil vom 31. Mai 2006

II. Kammer

Besetzung

Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Borella und Kernen; Gerichtsschreiber Attinger

Parteien

H.________, 1980, Beschwerdeführerin,

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich, Brunngasse 6, 8400 Winterthur, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur

(Entscheid vom 29. Dezember 2005)

Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 9. März 2005 und Einspracheentscheid vom 30. März 2005 stellte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich die 1980 geborene H.________ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 38 Tagen ab 1. März 2005 in der Anspruchsberechtigung auf Taggelder ein.

B. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 29. Dezember 2005 ab.

C. H.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag auf Reduktion der Anzahl verfügter Einstelltage.

Während die Arbeitslosenkasse auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Staatssekretariat für Wirtschaft auf eine Vernehmlassung.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen über die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit (dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gebendes Verhalten; Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ; BGE 112 V 245 Erw. 1) und die verschuldensabhängige Einstellungsdauer ( Art. 45 Abs. 2 AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 3 AVIG ) richtig wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.

2. Letztinstanzlich kann als unter sämtlichen Verfahrensbeteiligten unbestritten gelten, dass die als Tierpflegerin angestellte Beschwerdeführerin eine Drittperson als Käuferin vorschob, um einen im Heim ihres Arbeitgebers untergebrachten Hundewelpen zu sich zu nehmen. Dies, weil ihr der Leiter des Tierheims zuvor mündlich und schriftlich zu verstehen gegeben hatte, dass ein Verkauf des Hundes an ihre Person nicht in Frage komme. Wie Arbeitslosenkasse und kantonales Gericht zutreffend feststellen, hat die Versicherte mit diesem Verhalten dem Arbeitgeber hinreichend Anlass zur daraufhin ausgesprochenen Kündigung gegeben. Sie ist deshalb wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung auf Taggelder einzustellen, was denn auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht mehr beanstandet wird.

Hingegen wendet sich die Beschwerdeführerin gegen den Vorwurf eines schweren Verschuldens. In der Tat haben Verwaltung und Vorinstanz dem Umstand zu wenig Rechnung getragen, dass es der Versicherten in erster Linie darum ging, dem Hund einen guten Betreuungsplatz zu bieten. Unter Berücksichtigung sämtlicher objektiver und subjektiver Aspekte ist anstelle eines schweren ein (bloss) mittleres Verschulden anzunehmen und innerhalb des diesbezüglichen, von 16-30 Einstellungstagen reichenden Rahmens ( Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 3 AVIG ) eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 25 Tagen angemessen ( Art. 132 OG ; BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen).

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

1. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. Dezember 2005 und der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 30. März 2005 dahingehend abgeändert, dass die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf 25 Tage festgesetzt wird.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich und dem Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt.

Luzern, 31. Mai 2006

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Die Präsidentin der II. Kammer: Der Gerichtsschreiber: