Unemployment Benefit Suspension Upheld for Insufficient Job Search Efforts
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a dispute regarding a decision made by a government employment office that suspended an individual's entitlement to unemployment benefits for four days due to insufficient job search efforts. The individual contested this decision, and the Social Insurance Court of Zurich initially ruled in favor of the individual, canceling the suspension. However, the employment office appealed this ruling. The individual had only documented four job search efforts for the relevant month, which the employment office deemed inadequate to meet the required criteria for receiving benefits. The case revolves around the interpretation of the obligation to actively seek employment and the consequences of failing to meet this obligation within the specified timeframe.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 17 Abs. 1 AVIG, Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG, Art. 30 Abs. 3 AVIG, Art. 45 Abs. 2 AVIV, Art. 27a AVIV, Art. 66 al. 1 LTF; Unemployment Benefit Suspension Upheld for Insufficient Job Search Efforts: The individual contested this decision, and the Social Insurance Court of Zurich initially ruled in favor of the individual, canceling the suspension. However, the employment office appealed this ruling. The individual had only documented four job search efforts for the relevant month, which the employment office deemed inadequate to meet the required criteria for receiving benefits. The case revolves around the interpretation of the obligation to actively seek employment and the consequences of failing to meet this obligation within the specified timeframe.
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KI-generiertAlthough the final dispositive itself does not explicitly cite this article number, the implicit basis for not charging court costs (Order 2: 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben') usually stems from procedural rules regarding costs, but since the explicit text here only states no costs are raised without citing a provision for this rule in the dispositive, no cost provision is extractable based strictly on the provided text for Item 2, which should be interpreted as an exceptional ruling not tied to a cited cost article number. However, as per the instructions, only explicitly cited provisions in the dispositive are included.
This article pertains to the suspension of entitlement due to insufficient job search efforts, which is the substantive matter reviewed and confirmed by the Tribunal's decision.
This article, in connection with Art. 45 Abs. 2 AVIV, relates to the duration of the entitlement suspension based on the degree of fault, which was considered in confirming the sanction.
This article is cited to confirm that the administration may base the suspension on a single control period (August 2003).
This article is cited in conjunction with Art. 30 Abs. 3 AVIG to determine the appropriate duration of the sanction for insufficient job search efforts.
Volltext
Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas
Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts
Prozess
{T 7}
C 58/05
Urteil vom 11. Juli 2005
IV. Kammer
Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Ursprung; Gerichtsschreiber Grünvogel
Parteien
Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung, Stampfenbachstrasse 32, 8001 Zürich, Beschwerdeführer,
gegen
G.________, 1951, Beschwerdegegner
Vorinstanz
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur
(Entscheid vom 20. Dezember 2004)
Sachverhalt:
Das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Zürich, stellte den 1951 geborenen G.________ mit Verfügung vom 18. September 2003 wegen ungenügender Arbeitsbemühungen für die Dauer von vier Tagen ab 1. September 2003 in der Anspruchsberechtigung ein. Daran hielt es mit Einspracheentscheid vom 23. Februar 2004 fest.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich gut und hob den Einspracheentscheid am 20. Dezember 2004 auf.
Das Amt für Wirtschaft und Arbeit führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben.
G.________ schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Staatssekretariat für Wirtschaft verzichtet auf eine Stellungnahme.
Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1. Im angefochtenen Entscheid werden die Gesetzesbestimmung ( Art. 17 Abs. 1 AVIG ) und die Rechtsprechung über die - Teil der Schadenminderungspflicht bildende und bereits vor Beendigung der bisherigen Erwerbstätigkeit und vor der Meldung beim Arbeitsamt zu beachtende (ARV 2003 Nr. 10 S. 119 Erw. 1) - Pflicht des Leistungen der Arbeitslosenversicherung beanspruchenden Versicherten, sich in qualitativ und quantitativ genügender Weise ( BGE 124 V 227 Erw. 2b, 231 Erw. 4a und 6, 122 V 40 Erw. 4c/aa und 44 Erw. 3c/aa, 120 V 78 Erw. 4a, je mit Hinweisen) um eine neue Stelle zu bemühen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erwägungen über die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bei ungenügenden Arbeitsbemühungen ( Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ). Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass die Dauer der Sanktion vom Verschuldensgrad abhängt, wobei bei einem leichten Verschulden die Anspruchsberechtigung zwischen 1-15 Tage einzustellen ist ( Art. 30 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 AVIV ).
2. Der Versicherte weist für den Monat August 2003 unbestrittenermassen lediglich vier Arbeitsbemühungen aus. Wie die Vorinstanz selbst einräumt, ist damit der arbeitslosenversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht nicht Genüge getan (vgl. BGE 124 V 234 Erw. 6; SVR 2004 ALV Nr. 18 S. 59 [in BGE 130 V 385 nicht publizierte] Erw. 4.1). Dennoch hob sie die von der Verwaltung verhängte Einstellung in der Anspruchsberechtigung ersatzlos auf. Die hiefür angeführten Gründe überzeugen indessen nicht, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Hinweis auf bereits früher ergangene Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zutreffend festgehalten ist: Weder bedarf die Einstellung einer vorgängigen Mahnung ( BGE 124 V 233 Erw. 5b), noch vermag die Unwissenheit eines Versicherten über das geforderte Ausmass an Arbeitsbemühungen ihn zu exkulpieren ( BGE 124 V 220 Erw. 2b/aa); ferner darf die Verwaltung für die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen durchaus auf eine einzelne Kontrollperiode - vorliegend den Monat August 2003 (vgl. Art. 27a AVIV ) - abstellen, womit frühere und spätere Arbeitsbemühungen das Fehlverhalten nicht entschuldbar machen (Urteil Z. vom 21. Februar 2001, C 252/00 + 254/00 + 255/00, Erw. 4b). An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten.
Da endlich auch keine Gründe ersichtlich sind, die ein ermessensweises Abweichen (hiezu BGE 126 V 362 Erw. 5d) von der von der Verwaltung verfügten, bereits im unteren Bereich des leichten Verschuldens liegenden Einstellungsdauer von vier Tagen gebieten, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde insgesamt begründet.
Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 20. Dezember 2004 aufgehoben.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, der Arbeitslosenkasse Comedia, Regionalsekretariat Zürich/Ostschweiz, Zürich, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt.
Luzern, 11. Juli 2005
Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer: Der Gerichtsschreiber: