Challenge to Executed Land Register Entry via Administrative Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertChallenge to Executed Land Register Entry via Administrative Appeal A complainant sought the annulment and "deletion" of a contentious real estate entry that had already been executed and recorded in the land register on April 19, 1971, through an appeal filed on July 23, 1971. The court ruled that already executed entries in the land register cannot be challenged or corrected through an administrative appeal (Beschwerdeweg) according to consistent Federal Supreme Court jurisprudence, except in specific exceptions, because such corrections must be ordered by a judge pursuant to Article 956 para. 2 ZGB, meaning the administrative remedy pursued was unsuitable and could not lead to the cancellation of the entry; the complainant must instead seek the correction of the land register through a judicial claim.
Legislator-Regeste
AmtlichRegeste Art. 4 BV; Grundbuch. Ein vollzogener Grundbucheintrag kann nicht auf dem Beschwerdeweg angefochten werden.
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KI-generiertThis provision is included in the Regeste, indicating its relevance, although no specific order uses it as the primary ground for final disposition.
Cited in the reasoning to establish that a completed land registry entry cannot be challenged via administrative appeal.
Volltext
Urteilskopf
98 Ia 185
27. Auszug aus dem Urteil vom 21. April 1972 i.S. Eisenmann gegen Grämiger und Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt.
Regeste
Art. 4 BV; Grundbuch.
Ein vollzogener Grundbucheintrag kann nicht auf dem Beschwerdeweg angefochten werden.
Erwägungen ab Seite 186
BGE 98 Ia 185 S. 186
Aus den Erwägungen:
2. Als die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. Juli 1971 beim Regierungsrat Rekurs einreichte, war die umstrittene Vormerkung bereits im Grundbuch eingetragen. Die Eintragung erfolgte laut unangefochtener Feststellung des Regierungsrates am 19. April 1971 (unter dem Datum vom 16. Dezember 1968). Das Rekursbegehren lautete denn auch ausdrücklich dahin, es sei die Vormerkung "zu löschen". Einem solchen Begehren konnte der Regierungsrat zum vornherein nicht entsprechen, da nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes bereits vollzogene Eintragungen im Grundbuch, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, nur auf Anordnung des Richters berichtigt und folglich gemäss Art. 956 Abs. 2 ZGB nicht auf dem Beschwerdeweg angefochten werden können (BGE 86 I 120, BGE 76 I 234, BGE 68 I 124, BGE 65 I 160; ZBGR Bd. 42, S. 47, Bd. 33, S. 205, 215, 225 ff., 334 f., 338 f.). Demgemäss wäre auch eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gemäss Art. 103 Abs. 3 GBV kein taugliches Mittel, um eine Löschung des Eintrages zu erwirken (vgl. z.B. BGE 86 I 120). Der Regierungsrat verfiel somit keineswegs in Willkür, wenn er auf den Rekurs vom 23. Juli 1971, mit dem die "Löschung" des Eintrages verlangt wurde, nicht eintrat, und zwar selbst dann nicht, wenn - was offen bleiben mag - in dem zum Eintrag führenden Verfahren der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör verweigert worden wäre; denn auch eine formelle Aufhebung des angefochtenen Beschwerdeentscheides des Justizdepartements hätte zu keiner Beseitigung des vollzogenen Grundbucheintrages mehr führen können, weshalb das ergriffene Rechtsmittel zum vornherein unbehelflich war. Für die Beschwerdeführerin ergibt sich hieraus kein Rechtsverlust, da sie die Berichtigung des Grundbuches mittels gerichtlicher Klage verlangen kann.