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BGE 96 V 84 KI-generiert

Art. 21bis Abs. 2 IVG. Beiträge "an Stelle eines Hilfsmittels" dürfen für Hilfskräfte, die der Versicherte zur Mitarbeit in seinem eigenen Aufgabenbereich beansprucht, nicht gewährt werden.

Geschäftsnummer BGE 96 V 84
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)

Legislator-Zusammenfassung

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Claimant Denied Contribution for Dental Assistant Replacing Professional Work A claimant sought contributions under Article 21bis(2) IVG for the cost of an auxiliary dental assistant necessitated by the claimant's disability, arguing that the assistant's services replaced a required auxiliary aid. The court ruled that contributions "in place of an auxiliary aid" cannot be granted for the services of ancillary personnel engaged by the insured person to perform tasks within their own professional scope that the insured is unable to perform due to disability. The court reasoned that Article 21bis(2) IVG only applies to services that replace a "Hilfsmittel" (auxiliary aid) designed to fulfill specific functions defined under Article 21 IVG, and explicitly excludes work services provided by third parties that replace the invalid's personal professional performance, thus rejecting the claim for the dental assistant who was performing tasks falling within the claimant's own professional purview.

Legislator-Regeste

Amtlich

Regeste Art. 21bis Abs. 2 IVG. Beiträge "an Stelle eines Hilfsmittels" dürfen für Hilfskräfte, die der Versicherte zur Mitarbeit in seinem eigenen Aufgabenbereich beansprucht, nicht gewährt werden.

Schlagwörter

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Aushilfsarbeit Beitragsforderung Nebenleistungen Beitrag Zahnpflegeversicherung Assistenzbeitrag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

S 2022 23 (2023-08-22) · zg
Appeal Regarding Cost Coverage for Third-Party Administrative Assistance for Visually Impaired Employee
«…be von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI], in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung; vgl. auch BGE 96 V 84). 3.3 Als Eingliederungsmassnahme unterliegt die Hilfsmittelversorgung den allgemei- nen Anspruchsvoraussetzun…»
C-582/2016 (2018-10-01)
Workplace Accessibility: Interpreter Services for Deaf Employee
«…une activité lucrative ou un autre genre d’activité à la place de la personne handicapée (ATF 112 V 11 consid. 1a, ATF 96 V 84). Tel pourrait s’avérer être le cas par exemple de services de secrétariat ou d’assistance tech- nique auxquels de tout…»
AI.373.08.2.2011 (2010-11-30) · vd
Teacher v. Disability Insurance Office: Third-Party Assistance as Auxiliary Aid Necessity
«…à l'invalide de se rendre à son travail ou d'accomplir lui-même ses tâches professionnelles (précision apportée à l'ATF 96 V 84; consid. 1b). Selon l’art. 9 OMAI, l’assuré a droit au remboursement des frais liés à l’invalidité, qui sont dûment éta…»
9C_493/2009 (2009-09-18)
«…e von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI], in der seit 1. Januar 2009 geltenden Fassung; vgl. auch BGE 96 V 84 E. 2 S. 84). 3. Gemäss Vorinstanz findet sich keine Rechtsgrundlage im IVG, auf welche sich der streitige Anspruch auf…»
BGE 112 V 11
«…zu befähigen, den Arbeitsweg zurückzulegen oder selber seine beruflichen Funktionen zu verrichten (Präzisierung zu [BGE 96 V 84](https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_dat…»

Volltext

Urteilskopf

96 V 84

22. Auszug aus dem Urteil vom 15. Mai 1970 i.S. Lange gegen Ausgleichskasse der Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte und Rekurskommission Graubünden für Sozialversicherung

Regeste

Art. 21bis Abs. 2 IVG.

Beiträge "an Stelle eines Hilfsmittels" dürfen für Hilfskräfte, die der Versicherte zur Mitarbeit in seinem eigenen Aufgabenbereich beansprucht, nicht gewährt werden.

Erwägungen ab Seite 84

BGE 96 V 84 S. 84

Aus den Erwägungen:

Die Vorinstanz hat die Sache an die Verwaltung zurückgewiesen, damit diese prüfe, ob dem Versicherten gemäss Art. 21bis Abs. 2 IVG ein Anspruch auf Beiträge an die Kosten einer invaliditätsbedingten zahnärztlichen Praxisgehilfin zustehe.

Die zitierte Bestimmung lautet: "An die Kosten von Dienstleistungen Dritter, die an Stelle eines Hilfsmittels benötigt werden, kann die Versicherung Beiträge gewähren." Nach ihrem klaren Wortlaut ist diese Vorschrift nur anwendbar auf Dienstleistungen, welche der Invalide anstelle eines Hilfsmittels im Sinne des Art. 21 IVG benötigt. Hilfsmittel sind Gegenstände, die ihrer Konstruktion nach geeignet sind, die in Art. 21 IVG umschriebenen Funktionen zu erfüllen. Demnach gelten nicht als Dienstleistungen gemäss Art. 21bis IVG "Arbeitsleistungen Dritter, die in Ausübung einer Erwerbstätigkeit (oder der Tätigkeit in einem anderen Aufgabenbereich) anstelle des Invaliden erbracht werden" (Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln, gültig seit 1. Januar 1969, Rz. 38, 4). Dieser Verwaltungspraxis ist beizupflichten.

Zutreffend führt das Bundesamt in seinem Mitbericht aus, dass die Praxishilfe im vorliegenden Fall keineswegs an die Stelle eines Hilfsmittels tritt, sondern vielmehr Aufgaben zu erfüllen hat, welche der Versicherte infolge seiner Invalidität nicht selber auszuüben vermag. Für die Erledigung solcher Arbeiten, die an sich in den Aufgabenbereich des Invaliden persönlich gehörten,

BGE 96 V 84 S. 85

von diesem aber wegen seines Gesundheitszustandes nicht oder nur unter erschwerten Umständen ausgeführt werden können, dürfen keine Leistungen im Sinne des Art. 21bis Abs. 2 IVG gewährt werden. In diesem Punkt ist somit der angefochtene Beschwerdeentscheid aufzuheben und die Kassenverfügung wiederherzustellen.