Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
BGE 92 II 279 KI-generiert

Markenlizenz, Wirkungen.

Geschäftsnummer BGE 92 II 279
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

Trademark License vs. Transfer of Proprietary Rights Under Swiss Law A dispute arose regarding the legal effects of a trademark license under Swiss law, specifically whether the license transferred proprietary rights in the mark to the licensee. The court, aligning with prevailing Swiss legal doctrine, confirmed that a trademark license does not transfer the mark's protective rights to the licensee, who therefore cannot assert these rights against third parties; instead, the licensee acquires only a personal claim against the licensor to tolerate the use of the mark. The court recognized that a prior ruling (BGE 61 II 61) had once loosely referred to a license as a limited transfer, but confirmed that a subsequent precedent (BGE 79 II 221) distinguished a license from a transfer of the mark, concluding that a license does not result in the transition of the mark's legal rights unless the contracting parties explicitly made the licensee the fiduciary owner of the mark.

Legislator-Regeste

Amtlich

Regeste Markenlizenz, Wirkungen.

Schlagwörter

KI-generiert
Verwendungsrecht Markenrecht Lizenznehmer Wirkungen der Marke Patentlizenz Rechtslehre

Zitierte Rechtsprechung

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BGE 61 II 61
In BGE 61 II 61 wurde zwar nebenbei gesagt, die Erteilung einer Lizenz stelle eine wenn auch nur beschränkte Übertragung dar.
BGE 79 II 221
In BGE 79 II 221 würdigte die I.
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Volltext

Urteilskopf

92 II 279

41. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 6. Dezember 1966 i.S. Getreidefiocken AG gegen SA Bernasconi & Antognini.

Regeste

Markenlizenz, Wirkungen.

Erwägungen ab Seite 280

BGE 92 II 279 S. 280

Nach schweizerischer Lehre geht die Marke durch die Lizenz nicht auf den Lizenznehmer über, so dass dieser gegenüber jedermann die Schutzrechte geltend machen könnte; der Lizenznehmer erlangt nur einen persönlichen Anspruch gegen den Lizenzgeber auf Duldung des Gebrauches der Marke (MATTER, Kommentar zum MSchG S. 161 f.; MARTIN-ACHARD, La cession libre de la marque 82; TROLLER in Schweiz. Mitteilungen über gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht 1956 50 ff.; HELD, Die Markenlizenz sowie Beziehungen zu der Übertragbarkeit der Marke 36 f.;

DAVID, Kommentar zum MSchG, 2. Aufl., Art. 11 N. 20). Dieser Auffassung ist grundsätzlich beizupflichten. In BGE 61 II 61 wurde zwar nebenbei gesagt, die Erteilung einer Lizenz stelle eine wenn auch nur beschränkte Übertragung dar. In BGE 79 II 221 würdigte die I. Zivilabteilung einen bestimmten Vertrag dagegen "non comme un transfert de marque, mais comme l'octroi d'une licence". Sie war also der Auffassung, eine Lizenz habe nicht den Übergang des Rechtes an der Marke zur Folge. Diese Wirkung tritt jedenfalls dann nicht ein, wenn sie nicht verabredet ist, d.h. die Vertragschliessenden den Lizenznehmer nicht zum fiduziarischen Eigentümer der Marke machen.